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"Haunted" im Spieletest: Abenteuer im viktorianischen London

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Preview Haunted | Adventure | PC  

Die Geister, die ich rief

14.01.2009, 10:15 Uhr | Medienagentur plassma / jr

Haunted (Bild: Deck 13)Haunted (Bild: Deck 13)Abenteuer-Spiele sind zur Zeit stark angesagt. Und ganz in der Lucas Arts-Tradition, für die Games wie Maniac Mansion oder Monkey Island mit toller Spielbarkeit und kniffligen Kopfnüssen stehen, hat sich in diesem Genre ein deutsches Entwicklerteam in den Vordergrund gespielt: das in Frankfurt ansässige Studio Deck 13. Derzeit werkeln die Programmierer an Haunted für den PC.

Das in der Zeit des viktorianischen London angesiedelte Spiel mit seiner klassischen Point & Click-Steuerung und dem Genre-üblichen Aufsammeln, Manipulieren und Einsetzen von Gegenständen tritt in die Fußstapfen der Deck13-Erfolgstitel Ankh und Jack Keane. Dennoch soll das PC-Adventure inhaltlich einige erfrischende Neuerungen bieten.

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Geiselnahme in London

Haunted (Bild: Deck 13)Haunted (Bild: Deck 13)Die Protagonistin des Abenteuerspiels ist das Straßenkind Mary, das im viktorianischen London des 19. Jahrhunderts lebt. Und als ob es nicht schon schlimm genug wäre, dass Mary ihre Familie - allen voran ihre ermordete Schwester - verloren hat, erwacht sie eines Morgens auch noch auf dem OP-Tisch der wahnsinnigen Wissenschaftlerin Professor Dr. Lindsay Ashford, die mit Hilfe von geheimen Experimenten dem finalen Sichelschnitt von Gevatter Tod entgehen will. Da die Pathologin dafür Opfer braucht, soll Assistent Ethan die arme Mary um die Ecke bringen. Man steckt sie in einen Turm, wo sie voller Angst auf ihren Tod wartet. An diesem Punkt übernimmt der Spieler die Kontrolle über Mary - und muss so schnell wie möglich aus dem Schreckenskabinett entkommen.

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Rasanter Einstieg

Haunted (Bild: Deck 13)Haunted (Bild: Deck 13)Wie beim Quasi-Vorgänger Jack Keane inszeniert Deck 13 einen temporeichen Einstieg ins Spiel. Gleich in den ersten Spielminuten trifft Mary auf einen gewissen Käpt'n Oscar, die bläulich schimmernde Reinkarnation eines trinkfesten Piratenkapitäns. Im Spielverlauf lernt Mary insgesamt sechs Gespenster kennen, die ihr hilfreich zur Seite stehen. Dies hat auch einen triftigen Grund: Dr. Ashford missbraucht nicht nur Menschen für ihre Zwecke, sondern auch Gespenster. Zuvor muss man allerdings jedem Geist erst einmal einen kleinen Gefallen tun, bis er dem Mädchen unter die Arme greift. Besorgt der Spieler etwa Käpt’n Oscar Hochprozentiges, stellt sich dieser Ethan und dessen Axt in den Weg.

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Geistreiche Hilfe

Haunted (Bild: Deck 13)Haunted (Bild: Deck 13)Im Spielverlauf kann man die speziellen Fähigkeiten der Geister nutzen, die als anwählbare Schaltflächen in ein spezielles “Geistinventar“ wandern. Wo beispielsweise der schottische Freiheitskämpfer Willy Wallace der Geist fürs Grobe sein soll, kann sich Mary mit Hilfe von Mr. Were in einen Werwolf verwandeln, was sich auch auf ihre Wahrnehmung und die Darstellung der Umgebung auswirkt. Weiterhin mit von der Geister-Partie: "The Pope“, ein neurotischer Winzling, der seine geringe Körpergröße mit seiner großen Klappe kompensiert, der Flaschengeist "Konfuzius in a Bottle", der auch mal ungefragt seine Weisheiten zum Besten gibt, und die divenhafte Meerjungfrau. Wie man schon an den Namen der Geister-Gesellen erkennen kann, wird Humor in Haunted groß geschrieben. Dennoch versprichen die Entwickler eine ernsthaftere Story als noch in Jack Keane: Schockmomente und Gruselstimmung sollen Haunted von den anderen Deck 13-Adventures abheben.

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Schöner Gruseln

Haunted (Bild: Deck 13)Haunted (Bild: Deck 13)Neben einigen Komfortfunktionen wie einem praktischen Quest-Logbuch, das dem Spieler sagt, was als nächstes zu tun ist, wird Haunted auch grafisch auf der Höhe der Zeit präsentiert. Stimmungsvolle Beleuchtung sowie Blitz- und Nebeleffekte verstärken das Grusel-Flair gekonnt. Die Grafik-Engine setzt zudem noch mehr auf 3D-Objekte und eine dynamische Verfolgerperspektive, die Mary filmreif in Szene setzt. Typische London-Fixpunkte wie die Tower Bridge, neblige Gassen und ein stilvolles Theater lassen auf abwechslungsreiche Schauplätze hoffen.

Fazit

Die Frankfurter von Deck13 sind und bleiben der Vorzeige-Entwickler, wenn es um qualitativ hochklassige Point & Click-Adventures für den PC geht. Nach den Ankh-Titeln und Jack Keane steht mit Haunted für 2009 ein weiteres viel versprechendes Abenteuer mit faszinierendem London-Szenario, innovativem Geister-Feature und dem gewissen Gruselfaktor ins Haus. Technisch auf dem neuesten Stand und spielerisch angenehm abwechslungsreich - die Vorzeichen für spannende Unterhaltung am PC stehen bei Haunted gut, auch wenn Deck 13 das Game auf gut dreiviertel der Spielzeit von Jack Keane herunter brechen will, um den Spannungsbogen nicht zu überstrapazieren.

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