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"Der Herr der Ringe: Die Eroberung": Action-Absturz in Mittelerde

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Test Der Herr der Ringe: Die Eroberung | Action | PC, PS3, Xbox 360, DS  

Absturz in Mittelerde

21.01.2009, 16:08 Uhr | Medienagentur plassma / jr, t-online.de

Der Herr der Ringe: Die Eroberung (Bild: Electronic Arts)Der Herr der Ringe: Die Eroberung (Bild: Electronic Arts)Die spannenden epischen Schlachten haben die Herr der Ringe-Filmtrilogie geprägt und für Staunen bei den Zuschauern gesorgt. Im Action-Spiel Der Herr der Ringe - Die Eroberung für PC, Xbox 360 und PS3 nimmt der Spieler selbst am Krieg um Mittelerde teil. Die Entwickler der Pandemic Studios verfrachteten das aus den Multiplayer-Shootern der Star Wars: Battlefront-Reihe bekannte Spielprinzip ins Tolkien-Universum.

Wahlweise auf der guten oder der bösen Seite absolviert man entweder die “Ringkrieg“-Kampagne beziehungsweise den “Aufstieg Saurons“-Feldzug und schnetzelt dabei reihenweise Feinde oder erobert Flaggenpunkte.

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Gut kopiert ist halb gewonnen?

Der Herr der Ringe: Die Eroberung (Bild: Electronic Arts)Der Herr der Ringe: Die Eroberung (Bild: Electronic Arts)Als spielbare Charaktere stehen vier Klassen zur Auswahl: Schwertkämpfer, Magier, Scout und Bogenschütze. Spielerisch ähnelt Der Herr der Ringe - Die Eroberung seinem Star Wars-Kollegen, wobei Laserwaffen hier natürlich gegen typische Fantasy-Kriegsgeräte eingetauscht wurden. Auf 13 Schlachtfeldern, die Schauplätzen des Films entliehen wurden, gilt es, gegnerische Flaggenpunkte einzunehmen. Dabei prügelt man sich durch ganze Reihe von feindlichen Truppen, bis ein bestimmter Bereich gesäubert ist. Ob man auf Seiten der Menschen, Zwergen und Elfen Helms Klamm verteidigt, auf der Wetterspitze oder in Osgiliath kämpft, stets gilt es, sich so lange wie möglich im Einflussbereich der Flaggenpunkte aufzuhalten, bis diese schließlich eingenommen sind. Die Größe der Schlachtfelder ist dabei die erste große Enttäuschung, denn die Areale sind im Vergleich zu den Film-Schauplätzen winzig. Des Weiteren wirken die die Grenzen der Schlachtfelder arg konstruiert. Wo in den Filmen die Festung von Helms Klamm von Tausenden blutrünstigen Uruk-Hai-Kriegern belagert wird, stellen sich dem Spieler in Der Herr der Ringe - Die Eroberung lediglich einige Reihen von Saurons Schergen in den Weg. Echte Kampf-Atmosphäre will da nicht so recht aufkommen, zumal im Online-Modus maximal 16 Spieler in die Schlacht ziehen können.

Spielerisch mau

Der Herr der Ringe: Die Eroberung (Bild: Electronic Arts)Der Herr der Ringe: Die Eroberung (Bild: Electronic Arts)Jeder Charakter verfügt über drei unterschiedlich starke Angriffe sowie einige Spezialtalente. Während der Magier beispielsweise seine Kollegen heilen und grelle Blitze verschießen kann, bevorzugt der Bogenschütze den Einsatz fieser Flammenpfeile. Je geschickter man seine Angriffe zu Kombinationen verkettet, desto effektiver teilt man aus. Zwar geht die Haudrauf-Action dank simpler Steuerung locker von der Hand, viel spielerische Substanz bieten die immer gleichen Scharmützel aber nicht. Da hilft es auch nicht viel, dass man neben Standardgegnern wie Fußsoldaten, Orks und Uruk-Hais hin und wieder auch dickere Brocken - darunter Trolle oder den Balrog aus den Minen von Moria - bekämpfen muss. Erreicht ein Team eine bestimmte Punktegrenze, darf der beste Recke der Mannschaft zum Helden aufsteigen. Neun Kämpfer des Lichts (Aragorn, Frodo & Co.) stehen in Der Herr der Ringe - Die Eroberung zur Verfügung, außerdem sechs Bösewichte wie Saruman oder Grima Schlangenzunge. Pro Match wählen die Teams je nach Karte aus fünf Helden, die im Prinzip die gleichen Fähigkeiten haben wie die übrigen Spielerklassen auch, aber mehr einstecken und mehr Schaden anrichten. KI-Mitstreiter stehen dem Spieler ebenfalls zur Seite, doch zu viel mehr als Statisten taugen die Computer-Soldaten leider nicht.

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Voll auf die Ohren

Würde das monotone Action-Gekloppe wenigstens so atemberaubend inszeniert sein, wie die Zelluloid-Vorlage, dann könnte man über die spielerischen Defizite hinweg sehen. Doch davon ist Der Herr der Ringe - Die Eroberung leider weit entfernt: Klobige Animationen, durchschnittliche Spezialeffekte und grobkörnige Texturen sind einfach nicht mehr zeitgemäß. Zudem nervt die ungenaue Kameraführung, die den eigenen Helden oftmals so ungünstig positioniert, dass man für Sekunden nicht mehr weiß, wo man sich gerade befindet. Immerhin überzeugen der orchestrale Soundtrack und die deutsche Sprachausgabe.

Fazit

Der Herr der Ringe - Die Eroberung ist ein typischer Fall für ein einigermaßen lieblos gestaltetes Lizenzspiel. Was hätte man aus der großartigen Vorlage nicht alles machen können! Leider beschränkten sich die Entwickler darauf, das so langsam in die Jahre gekommene Gameplay der Star Wars: Battlefront-Spiele auf die Herr der Ringe-Thematik umzumünzen, ohne jedoch spielerische Qualitäten einfließen zu lassen. Da das Spiel auch technisch weit hinter der Konkurrenz hinterher hinkt, riskieren nur beinharte Fans einen näheren Blick.




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