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"Race Pro": Rennspiel-Simulation für Xbox 360

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Test Race Pro | Rennspiel-Simulation | Xbox 360  

Ein Fall für Motorsportler

16.02.2009, 12:02 Uhr | Richard Löwenstein / jr, t-online.de

Race Pro (Bild: Atari)Race Pro (Bild: Atari)Noch sind sind sie nicht völlig ausgestorben, die mit Vollgas zu fahrenden reinrassigen Renn-Simulationen, bei denen die Freude am Fahren an erster Stelle steht. In Race Pro für die Xbox 360 gibt es kein "Durch die Gegend-Kurven", keine Crash-Orgien, keine polizeilichen Jagdszenen und auch kein Tuning mit fetten Spoilern. Stattdessen ist das Game, die erste Produktion des schwedischen PC-Simulations-Spezialisten Simbin für Microsofts Next-Gen-Konsole, klar ausgerichtet auf die Nachbildung der Motorsport-Realität.

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Klassische Rundkurse

Race Pro (Bild: Atari)Race Pro (Bild: Atari)In Race Pro kämpfen seriennahe Tourenwagen aus der World Touring Car Championship (WTCC) und Boliden aus dem GT- beziehungsweise Formel-Sport um Siege. Exakte Nachbildungen existierender Rundstrecken dienen als Kulisse: Anderstorp, Brands Hatch, Brünn, Laguna Seca, Macao, Monza, Oschersleben und Zaandvort sind mit von der Partie, währen die "Grüne Hölle" der Nürburgring-Nordschleife leider durch Abwesenheit glänzt. Die Ausstattung mit den Spielmodi - Training, Einzelrennen und Saison-Meisterschaften - ist puristisch und erfüllt nur das Mindestmaß.

Traumautos am Start

Race Pro (Bild: Atari)Race Pro (Bild: Atari)Den Mittelpunkt bildet die Karriere. Hier sind relativ kurze Sprintrennen in aufsteigenden Klassen hintereinander gestaffelt, ganz nach alter Rennspiel-Schule. Verzweigungen in der Klassen-Struktur lassen im späteren Spielverlauf eine gewisse Freiheit bei der Wahl der Veranstaltungen zu. Ab Spielmitte lockern Gast-Starts in artfremden Klassen den Rennalltag weiter auf. Zu Beginn stehen nur Pokalrennen an, später misst man sich in verschiedenen GT-Serien mit schnelleren Touren- und Sportwagen und ist in Traumwagen wie zum Beispiel Gumpert Apollo, Aston Martin DBRS9, BMW M3, Spyker C8, Audi R8 oder Koenigsegg CCX unterwegs.

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Kalt-Start

Die Karriere beginnt allerdings bescheiden im Mini-Cup. Diese ersten paar Runden wirken behäbig, doch schon die zweite Stufe auf der Karriereleiter konfrontiert einen mit richtig schnellen Rennautos. Dann stimmt auch das Tempo. Die Bildwiederholrate liegt in aller Regel bei stabilen 60 Bildern pro Sekunde. Bei aufwändigen Stadtkursen sinkt die Rate, jedoch ohne dass die Grafik spürbar rucken oder die Steuerung merklich leiden würde. Dennoch ist klar zu erkennen, dass sich Race Pro seine flüssige Erscheinung mit Verzicht auf Details erkauft. Während die Autos dynamisch rüberkommen, fallen im Umfeld viele Mängel auf. Fahnen, die starr am Mast kleben, beispielsweise.

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Stärken und Schwächen

Race Pro (Bild: Atari)Race Pro (Bild: Atari)Doch trotz dieser Auffälligkeiten und trotz der kargen Ausstattung stellt es sich nach einigen Runden ein - das Rennfieber, das sich ausschließlich mit der Tachonadel messen lässt: Wenn man mit einem 3er-BMW aus der alten DTM-Serie über den Asphalt bügelt, die Drehzahl sich dem roten Bereich entgegen zittert und der Vierzylinder brüllt wie ein eingesperrtes Tier, dann fühlt man sich als Pilot in Race Pro an der richtigen Stelle. Schon allein der ultra-realistische Sound macht den Kaufpreis wett. Das Spiel lebt außerdem von spannenden Positionskämpfen. Was das betrifft, gibt die Künstliche Intelligenz (KI) alles: Die Computerpiloten wählen kluge Linien, nützen den Windschatten zum Aufholen und Fahrfehler zum Überholen. Wer zu zaghaft in eine Kurve reinbremst, wird auch mal auf der Außenbahn überholt. Und wer hinten liegt, muss auch mal beherzt das Gas durch treten.

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Fazit

Generell gibt einem Race Pro das Gefühl, den Unterschied zwischen Sieg oder Niederlage in eigenen Händen zu halten. In einen Moment ärgert man sich über einen Fahrfehler, im nächsten ist der Jubel groß, weil man eine perfekte Runde hinknallt. Und so punktet das Spiel mit großen Gefühlen und einem auf der Xbox 360 ziemlich einmaligen Fahr-Erlebnis. Höchstens Forza Motorsport 2 und Race Driver Grid geben sich ähnlich hart, muskulös und realitätsnah. Zur ungehemmten Begeisterung fehlt es zwar an Ideen und Ausstattung, aber wer den Kampf mit den Pferdestärken liebt, sollte Race Pro ein Plätzchen in der Garage reservieren.

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