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Luxus-Hardware für Wohnzimmer-Piloten

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Flugsimulationen  

Luxus-Hardware für Wohnzimmer-Piloten

18.03.2009, 09:34 Uhr | Medienagentur plassma / vb, t-online.de

Früher tobte sich das Kind im Mann an der Modelleisenbahn-Anlage aus. Erwachsene Männer gestalteten hingebungsvoll aus Spanplatten, Grasmatten und Plastikhäuschen idyllische Landschaften, durch die sich kleine, elektrisch betriebene Nahverkehrs-, Schnell- und Güterzüge schlängelten. Während dieses Hobby allmählich im Aussterben begriffen ist, entdecken immer mehr technikbegeisterte Bastler, das in Flugsimulationen viel Potenzial für ihren Spieltrieb steckt.

Ob Microsofts Flight Simulator-Reihe, IL-2 Sturmovik oder das Open-Source-Projekt X-Plane: Wer sich ganz tief in die unterschiedlichen Aspekte der Fliegerei einarbeiten will, wird bei der ambitionierten Simulations-Software für den PC schnell fündig. Doch so realistisch die Flugmodelle in den Programmen auch umgesetzt sein mögen, das Gefühl, im Cockpit einer kleinen Propellermaschine, eines Langstrecken-Passagierflugzeugs, einer Überschall-Militärmaschine oder eines Helikopters die Gesetze der Aerodynamik zu beherrschen, will sich mit Maus, Tastatur oder konventionellem Joystick vor einem kleinen Monitor mit begrenztem Sichtfeld einfach nicht richtig einstellen. Für die Hartgesottenen unter den Flugsimulations-Fans hat sich deshalb mittlerweile ein eigener kleiner Markt mit Spezialhardware entwickelt. Um in den Genuss eines realistischen Flugerlebnisses zu kommen, muss der PC-Pilot allerdings meist tief in die Tasche greifen.

Alles für den Flusi-Fan

Die Auswahl an erhältlichen Accessoires für den Simulations-Freak ist im Spezialhandel mittlerweile riesig. Wer stilecht in der Pilotenjacke vor dem Bildschirm Platz nehmen will, wird ebenso fündig wie der Vorsichtige, der  sich auch am Computer mit Spucktüte, Sauerstoffmaske und Schwimmweste auf Turbulenzen im virtuellen Luftraum einstellt. Weitaus wichtiger dürfte den meisten Heim-Piloten jedoch ein möglichst originalgetreues Cockpit mit “richtigen“ Bordinstrumenten sein, in dem man statt Keyboard-Tasten auf Panels Schalter drückt, die sich genau dort befinden, wo sie auch im realen Flugzeug angebracht sind. Die bekannteren und vergleichsweise preiswerten Eingabegeräte von Spezialfirmen wie Saitek oder CH Products sind nur der Einstieg: Ein Schubregler mit drei Leistungshebeln ist schon für knappe 60 Euro zu haben, während man für die Ausführung mit sechs analogen Achsen bereits knapp 200 Euro berappen muss.

Monstrum für 2000 Euro

Je mehr man sich einem originalen Flugzeug-Cockpit annähern will, desto teurer wird der Spaß. So haben die findigen Flugsimulations-Enthusiasten von SimHard selbst die Initiative ergriffen und in mühevoller Kleinarbeit einen motorisierten “Throttle Quadrant“ konstruiert, mit dem man als passionierter Flieger prima Gas geben kann. Das acht Kilo schwere Schubregler-Monstrum ist unter anderem kompatibel zu Microsofts Flight Simulator 2004 und zum FSX SP1. Im Preis von knapp 2000 Euro ist eine Open-Source-Steuersoftware enthalten.

Von Fliegern für Flieger

Auch in Deutschland gibt es mittlerweile einige spezialisierte Anbieter wie Aeroware oder Friebe-Luftfahrtbedarf, über die der begeisterte Heim-Pilot recht schnell und unkompliziert an Original-Bauteile und Hardware-Komponenten für sein Hobby kommt. Vom tatsächlich in der Luftfahrt eingesetzten Querneigungsmesser (etwa 50 Euro) über den Sim-Pilotensitz (rund 500 Euro), echte Transponder (etwa 2200 Euro) und Anti-Kollisionssysteme (zirka 1100 Euro) bis hin zum nachgebauten Active Panel NavStack (zirka 1000 Euro) oder einer kompletten Commuter Configuration-Konsole (rund 2900 Euro) ist alles binnen weniger Tage fix und fertig zu beziehen.

Cockpit Inklusive KFZ-Anhänger

Die Berliner Ingenieurgesellschaft für IT-Systeme und technische Rechneranwendungen (ITRA) geht noch einen Schritt weiter und verspricht mit einem flexiblen System aus frei kombinierbaren Modulen „das absolute Cockpit-Feeling“. Wer über die nötigen finanziellen Ressourcen verfügt, kann sich auch gleich das komplette Heli-Cockpit im Spezial-KFZ-Anhänger mit Air-Conditioning bei der US-Firma Flyit ordern. Dies ist jedoch in erster Linie für das professionelle Pilotentraining konzipiert worden.

Heimwerker heben ab

Viele Flugsimulations-Fans nehmen mittlerweile auch selbst das Werkzeug in die Hand, um sich ihr ganz persönliches Cockpit selbst zu zimmern. Rat und Unterstützung finden sie dabei in engagierten Internet-Communities, die in Foren wie "Flugsimulator.de" oder "MyCockpit.org" Erfahrungen und Tipps austauschen. Für alle, die in ihr Hobby nicht Zigtausende von Euros stecken wollen oder können, bietet der Ansatz von Christian Harraeus aus dem bayerischen Putzbrunn eine interessante Alternative: Auf seiner Homepage "familienvater-cockpit.de" beschreibt er detailliert, wie man sich mit bescheidenen finanziellen Mitteln selbst einen maßgeschneiderten Piloten-Arbeitsplatz bauen kann, „ohne die eine oder andere Woche Liebesentzug der jeweiligen Ehepartnerin“ zu riskieren.

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