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"Das Kokain der Computerspielewelt"

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WoW unter Druck  

"Das Kokain der Computerspielewelt"

02.03.2009, 15:45 Uhr | tz / jr, t-online.de

Spiele-Sucht (Bild: Blizzard, Imago / Montage: t-online.de)Spiele-Sucht (Bild: Blizzard, Imago / Montage: t-online.de) Knapp zwölf Millionen Spieler zählt World of Warcraft aktuell. Damit ist WoW das meistgespielte Massive Multiplayer Online-Rollenspiel (MMORPG) der Welt - und nach Ansicht der schwedischen Jugendstiftung "Ungdomsvård" gleichzeitig das gefährlichste. Der Mega-Seller aus dem Hause Blizzard sei "das Kokain der Computerspielewelt", so die Stiftung in einem bisher unveröffentlichten Bericht.

Ungdomsvård betreibt mit der Webseite „Spelfritt.se“ eine Plattform, die sich speziell an Jugendliche und Heranwachsende mit Computerspielesucht richtet und Hilfestellung bei damit verbundenen Problemen geben soll.


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WoW spielt immer eine Rolle

World of Warcraft: Wrath of the Lich King (Bild: Blizzard)World of Warcraft: Wrath of the Lich King (Bild: Blizzard)Den Forschungsergebnissen der Stiftung liegen zahlreiche Berichte und Erfahrungen mit betroffenen Jugendlichen und deren Eltern zugrunde. Daraus leitet Ungdomsvård ab, dass insbesondere von Fantasy-Online-Rollenspielen eine hohe Suchtgefahr ausgehe. Als Genre-Primus hebe sich World of Warcraft aus der Masse der Spiele heraus. Man habe mit keinem einzigen Fall von Spielsucht zutun gehabt, in dem World of Warcraft nicht in irgendeiner Weise eine Rolle gespielt habe, so Sven Rollenhagen, Betreiber der Webseite "Spelfritt" und Mitglied der Jugendstiftung.

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Wachsendes Suchtproblem

Wow: Wrath of the Lich King (Bild: Blizzard)Wow: Wrath of the Lich King (Bild: Blizzard)In der Vergangenheit hatte es bereits zahlreiche Fälle gegeben, in denen WoW-süchtige vor dem Rechner kollabiert, in Extremfällen sogar zu Tode gekommen waren. Zuletzt sorgte im November 2008 ein 15-jähriger Schwede für Schlagzeilen, der nach einem zwanzigstündigen WoW-Marathon vor seinem PC zusammen gebrochen war. Wie Ärzte später diagnostizierten, sei der Kollaps des Jungen durch mangelnde Ernährung, Schlafentzug und durch eine zu lange anhaltende erhöhte Konzentration beim Spielen verursacht worden. Ungdomsvård hatte bereits damals auf das immer häufiger auftretende Phänomen der Computerspiele-Sucht aufmerksam gemacht.


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Im Fadenkreuz von Betrügern

World of Warcraft (Bild: Blizzard)World of Warcraft (Bild: Blizzard) WoW ist zur Zeit aber nicht nur als Verursacher von Spielesucht im Gespräch, sondern kommt auch von anderer Seite unter Druck. Das Online-Rollenspiel zieht immer mehr Ganoven an. Mit einer gefälschten E-Mail versuchen derzeit Trickbetrüger an Zugangsdaten, Lizenzschlüssel und Adressen von ahnungslosen WoW-Spielern zu gelangen. Die E-Mail erweckt den Anschein, der Empfänger habe „besonders schwer“ gegen die allgemeinen Nutzungsbedingungen von WoW verstoßen, in dem er die Spielmechanik und/oder Fehler im Spiel auf unerlaubte Weise ausgenutzt und sich so Vorteile gegenüber anderen Spielern verschafft habe. Innerhalb von sieben Tagen solle man seine persönlichen Daten auf einer speziellen Webseite eingeben, ansonsten werde der betroffene Account unwiderruflich gelöscht, so die Drohung.

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Angelockt und abgezockt

Das Problem: Die E-Mail stammt trotz authentisch wirkender Aufmachung nicht von Blizzard. Die WoW-Macher selbst weisen auf ihren Webseiten immer wieder eindringlich darauf hin, keine spielbezogenen Account-Daten auf Webseiten preiszugeben. Man selber werde niemals derlei Daten von den Spielern erfragen. Wer trotzdem eine entsprechende E-Mail erhält, sollte unter keinen Umständen seine realen Daten eingeben.


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