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Gesundheit: Früher Tod durch Videospiele?

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Früher Tod durch Spielen?

09.03.2009, 14:36 Uhr | Golem.de / tz / vb

"Change4Life"-Anzeigen-Kampagne (Bild: Change4Life)"Change4Life"-Anzeigen-Kampagne (Bild: Change4Life)

Im Rahmen einer Gesundheits-Initiative kommt es derzeit in Großbritannien zu einer handfesten Kontroverse zwischen Regierung und Spiele-Branche. Die Aktion "Change4Life", die in Zusammenarbeit mit verschiedenen Gesundheits-Organisationen stattfindet, hat eine Anzeigenkampagne zum Thema Videospiele gestartet. Auf den Plakaten ist ein kleiner Junge mit Playstation-ähnlichem Gamepad zu sehen, darüber findet sich der Text „Risk an early death, just do nothing", zu deutsch: "Riskieren Sie einen frühen Tod, tun Sie einfach nichts“. "Change4Life" will Erwachsene dazu bringen, bei ihren Kindern auf eine gesündere, aktive Lebensweise zu achten. Dazu gehört neben einem Verzicht auf Fast Food auch ein kontrollierter Medienkonsum.

Die Anzeigen schießen dabei jedoch deutlich über das Ziel hinaus. Wie das Fachmagazin "MCV" berichtet, erwägt Sony Computer Entertainment Europe (SCEE), ob man gegen die Verwendung des Controllers auf den Bild- und Videoaufnahmen der Kampagne klagen soll. Denn dieser weist deutliche Ähnlichkeiten zum Playstation-Pad auf - und darüber hätten die Macher der "Change4Life"-Anzeige Sony nicht in Kenntnis gesetzt. Kritische Worte kommen auch von Sega, Atari, dem Future Publishing-Verlag und weiteren Branchenvertretern. "MCV" selbst hat sich bereits mit einer offiziellen Beschwerde an die britische "Advertising Standards Authority" gewandt.



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Games in Deutschland neues Leitmedium

Ein ESL-Teilnehmer spielt Counter-Strike gegen ein anderes Team  (Bild: dpa)Ein ESL-Teilnehmer spielt Counter-Strike gegen ein anderes Team (Bild: dpa)Während in England Computerspiele stigmatisiert werden, ist in Deutschland nach langen Jahren der "Killerspiel"-Debatten eine Trendwende abzusehen: Games sind hierzulande das neue Leitmedium von Jugendlichen und verdrängen zunehmend etablierte Medien wie Tonträger, Film und Fernsehen. Zu dieser Auffassung gelangte Kulturstaatsminister Bernd Neumann anlässlich der offiziellen Vorstellung des "Medien- und Kommunikationsberichts 2008" im Deutschen Bundestag am 5. März. Dabei fanden neben Neumann auch andere Politiker lobende Worte über die sonst gern als "Killerspiele" geschmähten Titel. Neumann sieht eine stark wachsende Bedeutung der Spiele. Seiner Auffassung nach "bilden sich bei jungen Nutzern mit den interaktiven Bildschirmspielen neue Leitmedien heraus. Sie verdrängen bei den Jugendlichen die Medien Tonträger, Film und Fernsehen aus ihrer Rolle als Leitmedien."

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Zustimmung von SPD und CSU

Ähnlich sieht es die SPD-Abgeordnete und Sprecherin der Arbeitsgruppe Kultur und Medien, Monika Griefahn. "Computerspiele haben heute - wie der Film - eine ganz wichtige Funktion auch im künstlerischen Bereich. Die Musikentwicklung, die Designentwicklung, die Kostümentwicklung und alles, was im Film passiert, gibt es auch in den Computerspielen." Griefahn will die Diskussion um die Killerspiele nicht weiterführen und verweist darauf, dass etwa Fußballspiele viel größere Marktanteile hätten. Die CSU-Abgeordnete Dorothee Bär sagte: "Als Mitglied der Jury kann ich versichern, dass es ganz außergewöhnliche Spiele gibt, die künstlerisch und pädagogisch wertvoll sind."

Branche nicht weiter verunglimpfen

Offensichtlich an die Befürworter eines generellen Verbots von "Killerspielen" gerichtet, sagte Bär: "Deswegen ist es wichtig, dass wir an die Gegner, die immer alles pauschal verurteilen, das klare Signal senden, dass durch die Forderung nach einem pauschalen Verbot nur die ganze Branche verunglimpft wird und dadurch geleugnet wird, dass die Computerspiele zur großen Vielfalt der Kulturlandschaft Deutschlands beitragen."

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Neue Ansätze im Jugendschutz gefragt

Im Hinblick auf den Jugendschutz forderte Bär, das Thema "Neue Medien" verstärkt in den Schulen aufzugreifen. Hier seien die Länder in der Pflicht. Bär ist allerdings der Meinung, "dass ein Fach wie Medienkunde heutzutage eigentlich unabdingbar ist." Einen neuen Ansatz beim Jugendschutz will Monika Griefahn. Bislang erschwert etwa die Tatsache, dass für jedes Medium eine andere Freigabestelle zuständig ist - USK für Spiele, FSK für Filme - einen effektiven Jugendschutz, insbesondere im Internet. Griefahns Forderung: "Wir müssen uns stärker mit der Frage auseinandersetzen, ob für das Zusammenwachsen der Medienstrukturen nicht eine sektorübergreifende Medienordnung notwendig ist. Ich glaube, ja."

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