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Kopierschutz auf die freundliche Tour

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Kopierschutz-Debatte  

Kopierschutz auf die freundliche Tour

27.03.2009, 11:55 Uhr | Volker Bonacker, t-online.de

Spore (Bild: EA)Spore (Bild: EA)Ob Spore, GTA 4 oder aktuell Empire: Total War - in den letzten Monaten ist kaum ein PC-Spiel erschienen, das keine Zwangsaktivierung vom Käufer verlangte. Onlinebasierte Systeme zum Schutz des geistigen Eigentums der Entwickler sind angesichts der Beliebtheit von Tauschbörsen in den Augen vieler Publisher die letzte Möglichkeit, ein Wegbrechen von Einnahmen zu verhindern. Ehrliche Spieler dagegen fühlen sich von den zahlreichen Aktivierungs- und Installations-Zwängen gegängelt, was Digitales-Rechte-Management (DRM) mehr und mehr zu einem Ärgernis macht. Im Rahmen der Game Developers Conference (GDC) in San Francisco haben Microsoft und Steam nun ihre Pläne für künftige Schutz-Systeme verraten. Das Ziel: die Kunden sollen das Vorhandensein der Schutztechniken nicht mehr wahrnehmen.

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Spielen nur nach Code-Eingabe

Games for Windlows Live (Bild: Microsoft)Games for Windlows Live (Bild: Microsoft)Den Kampf gegen Raubkopierer setzen die Hersteller und Publisher mit anderen Waffen fort. Die Spieler haben mit weiteren Zwängen zu rechnen, bekommen dafür aber auch Vorteile geboten. So wird Microsoft seinen Dienst Games for Windows Live (GfWL) dahingehend überarbeiten, dass Games erst nach der Eingabe eines individuellen Codes gestartet werden können. Diesen wiederum gibt es nicht, bevor das Spiel von Microsoft freigegeben wurde. Damit will man verhindern, dass Raubkopien, die schon vor dem Verkaufsstart im Internet zu finden sind, gespielt werden können.

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Ein Game, verschiedene Rechner

Gleichzeitig kommt man den Spielern entgegen: Künftig werden die Lizenzen von Spielen mit dem persönlichen GfWL-Account verknüpft. Damit ist es möglich, Games auf verschiedenen Rechnern zu installieren und nach einem Einloggen beim Microsoft-Dienst zu spielen. Auch Speicherstände können auf den Microsoft-Servern abgelegt und geladen werden, da sie ebenfalls mit dem persönlichen Account verknüpft sind. Diese Funktionen sollen den bislang als zu langsam und unkomfortabel gescholtenen GfWL-Dienst für die PC-Spieler attraktiver machen.

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Individualisierte Downloads

Steam (Bild: Valve)Steam (Bild: Valve)Währenddessen geht der Online-Dienst Steam schon einen Schritt weiter: Die Internet-Vertriebsplattform hat eine Technik namens „Custom Executable Generation“ vorgestellt, die den DRM-Schutz gänzlich überflüssig machen soll. Denn nun bekommen Spieler statt geschützter Programme einen individuellen Programmcode. Dieser funktioniert nur in Verbindung mit dem eigenen Steam-Account. Ein Kopieren auf andere Rechner ist zwar möglich, zum Spielen ist ein Log-In bei Steam jedoch zwingend nötig.

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Kein DRM für die "Sims"

Die Sims 3 (Bild: EA)Die Sims 3 (Bild: EA)Ob die beiden Systeme die ungeliebte Online-Aktivierung zu Grabe tragen und sich am Markt durchsetzen, ist noch nicht abzusehen. Immerhin reagieren erste Publisher auf das Negativ-Feedback der Spieler-Gemeinde: Electronic Arts hat jüngst ein Tool veröffentlicht, mit dem sich der Kopierschutz zahlreicher Games lockern lässt. Die Aktivierungs-Zwänge werden damit aufgehoben, was eine Installation auf mehreren Rechnern möglich macht. Das Tool kann unter der URL http://activate.ea.com/deauthorize/ heruntergeladen werden. Auch die Lebens-Simulation Die Sims 3 kommt kopierschutzfrei daher: EA kündigte an, das Spiel lediglich mit einem Code-basierten Schutz auszuliefern. Nach dessen Eingabe ist keine Online-Authentifizierung mehr notwendig. Man wolle die Spieler nicht mit DRM-Methoden, die über die Maßen aufdringlich wirken, so der Sims 3-Chef Ron Humble. Ein erster Schritt in die richtige Richtung.


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