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Rekrutenjagd mit Games

27.07.2009, 12:05 Uhr | afp / vb, t-online.de

America's Army 3America's Army 3 (Bild: U.S. Army)Um Rekruten für Freiwilligen- und Berufsarmeen zu werben, greifen das Miltär weltweit zu immer ungewöhnlicheren Methoden. In den USA öffnete etwa zu Jahresbeginn das 12 Millionen Dollar teure "Army Experience Center" in Philadelphia seine Tore. Das Ganze erinnert mit seinen Computern und Xbox 360-Spielstationen, großen Video-Leinwänden und gemütlichen Sitzen eher an eine moderne Spielhalle als an eine Einrichtung für die Anwerbung von militärischem Nachwuchs. Doch geht vielleicht gerade deshalb die Rechnung auf. Nach Informationen von Sergeant Espada bekunden rund 60 bis 80 Prozent der Besucher ihr Interesse am Dienst in der US-Armee.
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Video US-Army setzt bei Rekrutierung auf Video-Games
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Zu den Interessenten zählt auch Nick Smith. Der Jugendliche zeigt sich von den verschiedenen Simulationen und der virtuell inszenierten Kameradschaft begeistert: "Von allen Seiten wurde ich durch Feinde bedrängt. Und dann kamen meine Leute und haben mir geholfen, sie auszuschalten, bis wir am Stützpunkt ankamen. Es war cool." Wer Zutritt zum "Army Experience Center" will, muss mindestens 13 Jahre als sein. Wer dieses Alter erreicht hat, darf in der Armee-Einrichtung an PC- und Xbox 360-Titel wie America’s Army, Ghost Recon 2 oder Rainbow Six: Vegas 2 daddeln. Für ältere Spieler stehen auch Call of Duty 4, Halo 3 und das in Deutschland indizierte Gears of War 2 zur Wahl. Dazu gibt es drei Simulatoren, in denen Schlachtszenen mit größtmöglicher Realität nachgespielt werden. Zur Auswahl stehen hier der Apache-Kampfhubschrauber, der Black Hawk-Helikopter und der "HMMWV"-Jeep.

Britische Armee zieht nach

Start Thinking Soldier (Bild: Crown Copyright)Start Thinking Soldier (Bild: Crown Copyright)Auch das britische Militär hat mit einer "Start Thinking Soldier" benannten Kampagne Gamer als zukünftige Rekruten im Visier. Die Aktion zielt vor allem auf Online-Spieler ab. Denn zwei Drittel der 17- bis 21-Jährigen Internet-User haben nach Untersuchungen der Armee noch keine Vorstellung von ihrer beruflichen Laufbahn. Damit glaubt man, eine ideale Zielgruppe ausgemacht zu haben, denen man militärische Werte wie Teamwork, Willensbildung, Führungsstärke und dazu noch geistige Fitness zu vermitteln können glaubt.

Krieg im Video

America's Army 2 (Bild: US-Army)America's Army 2 (Bild: US-Army)Um diese Werte an die Jugendlichen weiterzugeben, hat die britische Regierung eine Webseite ins Leben gerufen, die verschiedene, interaktive Videos enthält. Der Zuschauer sieht das Geschehen aus der Sicht eines Soldaten, der sich offensichtlich im Kriegseinsatz befindet. In regelmäßigen Abschnitten stoppt die Handlung und der Betrachter wird aufgefordert, eine Entscheidung zu treffen, wie weiter vorgegangen werden soll. Hier stehen dann verschiedene Möglichkeiten wie "Luftunterstützung anfordern" oder "Die Wand sprengen" zur Auswahl. Auch das Durchsuchen von bestimmten Orten nach verdächtigen Gegenständen, die etwa zum Bombenbau verwendet werden können, steht auf dem dem Programm. Um das Ganze abzurunden, bekommt man zum Abschluss noch ein klassisches Shooter-Szenario vorgesetzt.

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Verstoß gegen UN-Protokolle?

Unterstützt wird die Kampagne von vier TV-Spots, die alle mit der Frage "What would you do?" ("Was würdest du tun?") enden. Um diese zu beantworten, sollen Spieler die Webseite zur "Start Thinking Soldier"-Kampagne aufrufen und sich den Online-Herausforderungen stellen. Ob die Rechnung aufgeht, darf angezweifelt werden, denn Rekrutierungs-Spiele geraten immer mehr in die Kritik. Zuletzt wurde America’s Army vorgeworfen, gegen UN-Protokolle zu verstoßen, die eine Rekrutierung von Kindern für den Militärdienst verbieten. In den USA selbst ist es verboten, Jugendliche unter 17 Jahren anzuwerben. Dennoch konnte America’s Army einen Erfolg verbuchen: Laut der Webseite "Gamepolitics" gaben vier von 100 neuen Rekruten im amerikanischen Fort Benning an, durch den Shooter zum Eintritt in die US-Armee motiviert worden zu sein.


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