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Onlinespieler im Visier von Betrügern: So spielen Sie sicher

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Onlinespieler im Visier von Betrügern  

So schützen Sie sich vor Schadsoftware

15.04.2009, 14:14 Uhr | tz, t-online.de

Onlinespieler im Visier (Montage: t-online.de)Onlinespieler im Visier (Montage: t-online.de)Bis vor wenigen Jahren befanden sich Spieler als Zielgruppe nicht im Visier von Hacker- und Phishing-Attacken im Internet. Mit der starken Verbreitung von Massively-Multiplayer-Online-Rollenspielen (MMORPG) wie beispielsweise World of Warcraft, Guild Wars oder Everquest samt vieler Millionen aktiver Accounts haben sich allerdings auch Spieler in eine für Betrüger und Abzocker lukrative Zielgruppe verwandelt. Antiviren-Hersteller gehen davon aus, dass der Wert gestohlener Spiele-Accounts den von illegal beschafften Kreditkartendaten inzwischen übersteigt. Über 30.000 Schadprogramme, die sich speziell dem Ausspionieren von Spielern widmen, gibt es nach deren Angaben, fast 15.000 allein für WoW. Angesichts solcher Zahlen muss jedoch kein Gamer in Panik verfallen. Mit einigen grundlegenden Regeln und der richtigen Software ist wirkungsvoller Schutz vor böswilligen Angriffen möglich. Wir zeigen, wie das geht und was man beachten sollte.

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Gefahr lauert an verschiedenen Stellen

Es gibt verschiedene Methoden, mit denen Angreifer an die begehrten Account-Daten gelangen können. Entweder durch ein spezielles Tool, das Spieler selbst herunterladen oder als Anhang einer E-Mail erhalten, durch Ausnutzen von Sicherheitslücken im Internetbrowser oder dem Betriebssystem. Eine weitere Angriffsmöglichkeit ist das sogenannte Phishing. Hier werden ahnungslose Spieler auf spezielle Webseiten gelockt, die denen der Betreiber der Online-Rollenspiele verblüffend ähneln und zur Eingabe von persönlichen Daten und Passwörtern auffordern - meist verbunden mit der Drohung den eigenen Account zu sperren, sollte man die geforderten Daten nicht eingeben. Hier kann man nur jedem Spieler raten, unter keinen Umständen seine Login-Daten preiszugeben. Kein Betreiber eines Online-Rollenspiels würde auf die Idee kommen, diese Daten von seinen Abonnenten zu erfragen.

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Die wichtigen Drei

Grundsätzlich sollten drei Dinge auf keinem Gamer-System fehlen: Ein aktueller Virenscanner mit Wächter-Funktion, eine Firewall und aktuelle Sicherheitsupdates für Betriebssystem und Zusatzsoftware. Zwar wirkt sich ein aktiver Viren-Wächter leicht negativ auf die Ladezeiten von Spielen aus, ein paar Sekunden Ladedauer zusätzlich sollte die Sicherheit der persönlichen Account-Daten allerdings jedem Spieler wert sein. Viel ärgerlicher als diese Sekunden dürften die vielen verloren Stunden Spielaufwand oder der finanzielle Verlust durch einen gestohlenen Account sein. Ebenfalls unverzichtbar ist eine aktive Firewall, die Zugriffe auf das System von Außen wirksam abblockt. Hier nutzt man am besten die bereits in TDSL-Router wie Speedport und Fritz Box integrierte Firewall. Eine zusätzliche Software-Firewall auf dem Rechner ist in diesem Fall überflüssig. Lediglich wer sich direkt über DSL- oder Kabel-Modem mit dem Internet verbindet sollte darauf unter keinen Umständen verzichten. Andernfalls droht auf einem System ohne aktuelle Sicherheitsupdates innerhalb weniger Minuten die Infektion mit einem Schädling.

Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste...

...lautet ein Sprichwort, das auch in punkto Sicherheit seine Gültigkeit besitzt. Noch wichtiger als Virenscanner, Firewall oder aktuelle Sicherheitsupdates ist ein gesunder Menschenverstand. Da Schadprogramme auch über dubiose und illegale Webseiten verteilt werden, sollte man diese als Quellen für Tools und dergleichen nach Möglichkeit meiden. Gut möglich, dass die dort angebotene Software zwar durchaus den versprochenen Funktionsumfang bietet, darüber hinaus aber zusätzlich im Hintergrund und unbemerkt vom Spieler noch einen Trojaner ins System einschleust. Auch E-Mail Anhänge sollte man nur dann öffnen, wenn der Absender bekannt ist, und gegebenenfalls vor dem Öffnen die angehängte Datei mit dem Virenscanner auf einen Befall überprüfen. Da manche Schädlinge erst zeitversetzt aktiv werden sollte man den Vorgang zudem am nächsten Tag wiederholen.

Fazit

Eines sollte jedoch jedem Spieler klar sein: Einen hundertprozentigen Schutz vor Schadsoftware im Internet gibt es nicht. Wer jedoch die Grundregeln im sicheren Umgang mit dem Internet beherrscht, kann nachts beruhigt schlafen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sein liebevoll gepflegter Online-Rollenspiel-Charakter in die Hände von Betrügern und Abzockern gelangt, ist in diesem Fall gering.



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