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Wolfgang Schäuble: "Killerspiel"-Verbot verhindert keine Gewalt

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Innenminister Schäuble: "Killerspiel"-Verbot verhindert keine Gewalt

22.04.2009, 08:59 Uhr

Verbotene Spiele (Bild: t-online.de)Verbotene Spiele (Bild: t-online.de)Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat sich auf der Internet-Plattform "Abgeordnetenwatch" überraschend distanziert zum Thema "Killerspiele" geäußert. Auf die Anfrage, was genau er unter dem Wort verstehe und ob es sich bei "Killerspielen" um einen politischen Begriff handle, erklärte Schäuble zunächst, dass es sich um eine umgangssprachliche Beschreibung und keinen feststehenden Rechtsbegriff handle.
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Spiele-Magazin Gewalt macht nicht mehr Spass


Öffentliche Debatte unverzichtbar

Counter-Strike (Montage: t-online.de)Counter-Strike (Montage: t-online.de)In den nachfolgenden Ausführungen gestand der Innenminister ein, dass Gewaltdarstellungen in Spielen nicht bei jedem Spieler reale Gewaltbereitschaft fördere. Dennoch wiesen "eine Reihe sehr ernst zunehmender Studien" Risiken nach, was jedoch abhängig von Persönlichkeit und Umfeldbedingungen sei. Dass die Thematik öffentlich debattiert wird, hält Schäuble für unverzichtbar, da Eltern über den Medienkonsum von Kindern und Jugendlichen Kenntnis haben sollten.

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Gesellschaftliche Ursachen hinterfragen

Der Pate 2 (Bild: EA)Der Pate 2 (Bild: EA)Ein Verbot von "Killerspielen" wird reale Gewalt laut Schäuble nicht verhindern. Dies stehe "außer Frage", sagte der Innenminister. Man müsse gerade angesichts von Gewalttaten wie dem Amoklauf in Winnenden die "gesellschaftlichen Ursachen für eine derartige Verwirrung" hinterfragen. Hier sei nicht nur die Innenpolitik, sondern auch Bereiche wie Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik betroffen.

News Spieleverband äußert sich zum Amoklauf von Winnenden
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Neuer Beitrag von umstrittenem ZDF-Journalisten

Call of Duty: World at War (Bild: Activision)Call of Duty: World at War (Bild: Activision)Gleichzeitig hat das ZDF erneut einen Beitrag des in Spieler-Kreisen umstrittenen Journalisten Rainer Fromm ausgestrahlt. Unter dem Titel "Brutale Computerspiele - Forscher warnen" behauptete Fromm, dass durch Ego-Shooter die Schießfähigkeiten trainiert würden und es im Spiel Call of Duty Massenerschießungen gäbe. Zu dem Spiel hatte auch der bayerische Schul-Psychologe Werner Hopf, der im Rahmen der "Killerspiel"-Debatte schon mehrfach als Spiele-Gegner aufgefallen ist, einiges beizutragen: Der Shooter wäre "exaktes Training für das Militär" und sorge dafür, dass Spieler "gleichgeschaltet mit militärischem Drill und mit Töten" würden, so Hopf. Der Call of Duty-Publisher Activision hat zu den falschen Tatsachenbehauptungen und Vorwürfen bislang keine Stellungnahme abgegeben.

ZDF-Mediathek "Brutale Computerspiele - Forscher warnen"

Widerspruch vom Militär-Fachmann

Zur Frage, ob es tatsächlich funktioniert, Soldaten in der Ausbildung durch Spiele die Tötungshemmung zu nehmen oder sie zumindest für ihren Einsatz in Krisengebieten vorzubereiten, interviewte das "Game Pro"-Magazin in seiner Mai-Ausgabe den zwölf Jahre lang in den Bereichen Ausbildung, Sicherheit und Logistik tätigen Bundeswehr-Hauptmann Oliver M.. Auf Ausländseinsätze, so M., werde man bei der Bundeswehr durch glaubwürdig inszenierte "echte" Rollenspiel, nicht aber durch durch PC-Rollenspiel vorbereitet. "Situationen wie die, die bei einem Auslandseinsatz auftreten, kann man nicht virtuell trainieren. Das macht auch die US-Army nicht", sagte M. dem Magazin. Das gelte auch für das Abbauen der Tötungshemmung. Zum Einsatz kämen lediglich sogenannte "Schießkinos" (begehbare Computersimulationen), um zum einen Kosten zu sparen und zum andern die Soldaten im Rahmen einer "sicheren" Simulation zu trainieren. Das ersetze aber auf Dauer keine Gefechtsübungen. "Um einen Spiele-Vergleich heranzuziehen: Bei Pro Evolution Soccer lernen Sie vielleicht die nötigen Taktiken, doch um ein guter Fußballer zu werden, müssen sie trotzdem sehr sehr lange gegen Bälle treten."

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