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Das Ende des Wii-Hypes? (2/2)

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Kritik an Nintendo wächst  

Das Ende des Wii-Hypes? (2/2)

29.04.2009, 12:52 Uhr | jr

id-Logoid-Logo (Bild: id Software)Todd Hollenshead von id Software (Doom, Quake) sieht die Sache noch düsterer und bezweifelt, dass sich für kleinere Entwickler der Ausflug auf die Wii-Plattform überhaupt lohnt. "Betrachtet man die Daten, (sieht man), dass die Wii in erster Linie Nintendo ist - und dann folgen erst alle anderen", sagte der id-Boss in einem Interview mit der Webseite Gamespot. Dass Hollenshead mit seiner Einschätzung recht hat, zeigt ein Blick auf die aktuellen Amazon-Verkaufscharts. Unter den Spiele-Top-Ten für die Wii ist Nintendo gleich sechs Mal vertreten (Mario Kart, Fitness-Coach, Wii Play, Mario Party 8, Super Smash Bros. Brawl, Animal Crossing). Die restlichen vier Plätze teilen sich dtp (Summer Athletics), Sega (Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen), EA (Sports Active Personal Trainer) und Eidos (Little Kings Story).


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Weniger Zeit, weniger Geld

Bowling Wii SportsBowling mit Wii Sports (Foto: Nintendo)Dass der Markt für Wii-Spiele schwierig ist, zeigt eine Studie des Marktforschungsunternehmens Nielsen. Danach ist die Mehrheit der Wii-Spieler altersmäßig im Bereich zwischen Grundschule und Sekundarstufe 1 angesiedelt (6-11 Jahre). Für die Xbox 360 interessieren sich der Studie zufolge vor allem Jugendliche (12-17 Jahre), während Sony mit der PS3 primär junge Erwachsene im Alter zwischen 24 und 35 Jahren erreicht. Die Schlussfolgerungen daraus sind evident: Je älter die Zielgruppe, desto mehr Zeit kann diese ihrem Hobby widmen und desto eher ist sie bereit und in der Lage, sich neue Spiele zu kaufen. Im April 2008 sagte der Analyst Michael Pachter im Interview mit der "New York Times", dass sich Wii-Besitzer mit rund 3,7 neuen Spielen pro Jahr mindestens einen Titel weniger anschaffen würden als die Gamer auf den konkurrierenden Konsolen-Plattformen. Seiner Einschätzung nach ist die Mehrheit der Wii-Kunden mit den zusammen mit der Hardware als Bundles verkauften Games Wii Sports, Wii Play oder Wii Fit völlig zufrieden und ergänzt das heimische Spiel-Portfolio nur noch sehr selektiv.

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Die Konkurrenz schläft nicht

Playstation 3 Sony Spielekonsole PS3Playstation 3 (Bild: Sony)Das erstklassige Spiele als Umsatztreiber für eine Hardware-Plattform auf Dauer unverzichtbar sind, zeigt sich gerade in Japan. Während der Wii-Boom in Europa und den USA ungebrochen ist, hat Nintendo seit kurzem auf dem Heimatmarkt mit kräftig sinkenden Verkaufszahlen zu kämpfen (zirka 99.000 verkaufte Wii bedeuteten ein März-Minus von satten 63 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Konkurrent Sony konnte im März 147.000 Konsolen der doppelt so teuren PS3 an den Mann bringen und profitierte dabei vor allem von einer starken Software-Unterstützung (Resident Evil 5, Yakuza 3). Diese Tendenz setze sich im April fort, in dem Sony vom geschickten Blu-ray-Filmbundle von Advent Children mit einer Demo zum Rollenspiel Final Fantasy 13 profitierte.

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Fazit

Nach wie vor gehen Nintendos Geschäfte mit der Wii glänzend, wenn man die absoluten Verkaufszahlen betrachtet. Doch am (japanischen) Horizont ziehen erste dunkle Wolken auf, die das Potential haben, weltweit für schlechteres Verkaufswetter zu sorgen. Auf Dauer die Konsolenverkäufe in der bisherigen starken Abhängigkeit von eigenen Software-Titeln zu betreiben, kann sich auch Nintendo nicht leisten. Der Flop mit dem vor kurzem veröffentlichten Wii Music dient da durchaus als erstes Menetekel. Die Konsequenz ist klar: Nintendo muss sich darum kümmern, dass attraktive Third-Party-Spiele für die Wii besser als bisher zum Zug kommen. Denn haben die Hersteller hier erst einmal wegen des ausbleibenden Erfolgs die Segel gestrichen, werde Zuwächse bei bei Wii-Fangemeinde nur schwer zu realisieren sein.

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