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Spiele-Branche: Das Genre der "Free2Play"-Games boomt I

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Hier Münze einwerfen

18.05.2009, 16:37 Uhr | GEE / Tim Rittmann / vb

Zelda (Montage: GEE)Zelda (Montage: GEE)„Alle Zeichen stehen auf Wachstum“: Diese Prognose stammt nicht aus der Zeit vor der Weltwirtschaftskrise, sie steht aktuell in einer Presseerklärung aus Karlsruhe. Dort sitzt Gameforge, ein mittelständischer Betrieb, und der kündigt darin an, 200 Mitarbeiter einstellen zu wollen: Grafiker, Programmierer, Systemadministratoren und Assistenten der Geschäftsleitung. Denn die Geschäfte gehen gut. Gameforge vertreibt fast ausschließlich Browsergames, die Gladiatus heißen und OGame. Dabei handelt es sich nicht um Casual Games, sondern um Strategie- oder Online-Rollenspiele. Ihre Namen tauchen kaum in Hitlisten auf, dafür aber auf einer Menge Werbebanner im Internet. Sie werden von vielen Hardcore-Gamern belächelt und trotzdem von Millionen Menschen gespielt.

Sie sind im Prinzip kostenlos - „Free2Play“ heißt das Modell -, sie laufen auf jedem noch so alten Rechner und finanzieren sich ausschließlich durch „Downloadable Content“ (DLC), den Verkauf von virtuellen Gegenständen zu winzigen Beträgen. Der Spieler kann für echtes Geld Items erwerben, die sein Spiel persönlicher machen oder mehr Erfolg versprechen. Und dieses so genannte Micropayment ist gerade in Zeiten der Krise ein Erfolgsfaktor. Schließlich sind große Spiele immer auch teure Spiele, die Games aus Karlsruhe hingegen kosten nur so viel, wie der Spieler will. Sie sind also immer ihren Preis wert.

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Große Publisher reagieren

Super Mario (Montage: GEE)Super Mario (Montage: GEE)Die Folge: Gameforge wächst, während die großen Videospielhersteller mit Verkaufsrückgängen und Arbeitsplatzeinbußen zu kämpfen haben. Selbst beim Branchenriesen Electronic Arts stehen nicht mehr wie früher alle Zeichen auf Wachstum, weswegen der Konzern nun reagiert und in diesem Frühjahr den Shooter Battlefield: Heroes auf den Markt bringen wird, kostenlos und natürlich inklusive „Downloadable Content“.  Es ist nur ein Testballon. Aber wenn er weit fliegt, werden ihm andere folgen.

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Spiele-Quiz

Der geschenkte Gaul

Battlefield 1943 (Bild: EA)Battlefield 1943 (Bild: EA)Eigentlich hat die Battlefield-Reihe nicht den nötigen Massen-Appeal, um auf dem Markt der kostenlosen Spiele bestehen zu können. Battlefield 1942 ist zwar ein beliebter Online-Shooter, gilt aber als zu kompliziert und wenig einsteigerfreundlich. Deswegen hat der schwedische Entwickler Dice Battlefield: Heroes entsprechend umgerüstet. Die Weltkriegskulisse ist nun comichaft überzeichnet und erinnert stark an Valves Team Fortress 2, die Anforderungen an die Hardware sind minimal. Dice muss schließlich vor allem jene Leute erreichen, die sich nicht jedes Jahr eine neue Grafikkarte anschaffen.

Preview Battlefield 1943
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Alles im Blick

Battlefield 1943 (Bild: EA)Battlefield 1943 (Bild: EA)So lautete jedenfalls das Ziel, das EA-Boss John Riccitiello vorgegeben hat, als er im vorigen Jahr den Posten des Geschäftsführers übernahm: neue Wege finden, mit neuen Spielen neue Käuferschichten erreichen zu können. Simpel genug ist die Spielmechanik  von Battlefield: Heroes: Zwei Teams kämpfen gegeneinander. Auf der einen Seite die an die Alliierten erinnernde Royal Army. Auf der anderen die National Army, die nach dem Vorbild der Truppen Nazideutschlands gestaltet wurde. Es gibt nur drei Basis-Charakterklassen, die sich auf einer Hand voll Schlachtfelder gegenseitig bekämpfen sollen. Dabei ist die Kamera stets hinter dem Charakter positioniert - und das nicht ohne Grund. Der Spieler soll sein virtuelles Hab und Gut stets im Blick haben: den lustigen Hut, den schicken Ledermantel, die neue Frisur oder die Tanzanimation.

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Wer zahlt für Nippes?

Little Big Planet (Montage: GEE)Little Big Planet (Montage: GEE)Denn das sind die kleinen Dinge, die er sich für ein oder zwei Euro im Shop geleistet hat - und die Electronic Arts sehr viel Geld einbringen sollen, ohne dabei den Solarplexus eines jeden Online-Spiels zu treffen: die Fairness des Games, seine Balance. Zur Ankündigung des Spiels erklärte Dice-Chefentwickler Ben Cousins: „Wir wollen auf keinen Fall Gegenstände verkaufen, die in das Gameplay eingreifen. Man kann sich keine Wunderwaffen kaufen, die einem einen Vorteil im Kampf geben.“ Wobei es dann natürlich nur billig ist, zu fragen, wer bereit sein soll, für Nippes zu zahlen, nur um einen hübschen Comicsoldaten aufs Schlachtfeld zu führen.

Special
Special

Inhaltlich begrenzt

World of Warcraft: The Wrath of the Lich King (Bild: Blizzard)World of Warcraft: The Wrath of the Lich King (Bild: Blizzard)Klaas Kersting glaubt zu wissen, wer die Zielgruppe für virtuelle Gegenstände ist und was sie will. Der Geschäftsführer von Gameforge geht nicht davon aus, dass Hardcore-Gamer ihn reich machen werden - dafür aber andere: „Es gibt geschätzte zwei Milliarden PC-Besitzer“, rechnet er vor, „und bis zu 60 Prozent derjenigen, die online sind, wollen auch online spielen.“ Nach eigenen Angaben spielen in Europa und Asien mittlerweile 15 Millionen Menschen von Gameforge vertriebene oder entwickelte Spiele. Das in Korea erschaffene Metin 2 etwa ist ein Online-Rollenspiel vom Schlage World Of Warcraft. Das Setting ist der Orient, die Spieler organisieren sich in Gilden und ziehen auf Pferden reitend und säbelschwingend gegen Monster oder andere Spieler in die Schlacht. Metin 2 sieht zwar längst nicht so gut aus wie ein herkömmliches PC- oder Konsolenspiel, ist inhaltlich eher eintönig und besitzt so gut wie keinen Kundensupport - aber einem geschenkten Gaul guckt man nicht ins Maul. Und das macht die Masse der Spieler auch nicht.

>> weiter zu Teil 2 von "Hier Münze einwerfen"
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