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Neue Diskussion um "Killerspiel"-Verbot

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Neue Diskussion um "Killerspiel"-Verbot

08.06.2009, 17:52 Uhr | AP / vb / jr

Killzone 2 (Bild: Guerilla)Killzone 2 (Bild: Guerilla)Als Reaktion auf den Amoklauf von Winnenden verlangen die 16 Innenminister und Senatoren der Länder ein schnelles Verbot von so genannten "Killerspielen". Diese Forderung beschloss am 5. Juni die Innenministerkonferenz in Bremerhaven. Verboten werden sollen nach Auffassung der Minister Video- und Computerspiele, in denen "wirklichkeitsnahes" Töten wesentlicher Teil der Handlung ist. Angestrebt wird ein Herstellungs- und Verbreitungsverbot, und zwar "so schnell wie möglich". Das "Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden" hat das geplante Verbot von Killerspielen ausdrücklich begrüßt. Der Deutsche Kulturrat sieht in der geplanten Maßnahme dagegen einen Griff in die "Mottenkiste der Verbotsdebatten". In einer Pressemitteilung verweist der Verband darauf, dass das Jugendschutzrecht erst 2008 überarbeitet wurde. Nach geltendem Recht sei es deshalb schon verboten, Kindern und Jugendlichen "Killerspiele" zugänglich zu machen Wenn nun ein Herstellungs- und Verbreitungsverbot solcher Spiele gefordert werde, gehe es darum, Erwachsene vor solchen Games zu "schützen". Der Kulturrat sieht dadurch die grundgesetzlich garantierte Kunst-, Presse- und Meinungsfreiheit berührt.

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Hemmschwelle sinkt

Unreal Tournament 3 (Bild: Midway)Unreal Tournament 3 (Bild: Midway)Konservative Politiker sehen das anders. "Durch Killerspiele sinkt die Hemmschwelle zur Gewalt", sagte Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) zu "Welt Online". "Amokläufer haben sich vor ihren Taten immer wieder mit solchen Spielen beschäftigt." Wissenschaftliche Studien konnten allerdings bislang keinen direkten Wirkungszusammenhang zwischen Computerspielen und realen Tötungshandlungen beziehungsweise Amokläufen belegen. Schünemann forderte den Bundestag trotzdem auf, das von den Innenministern angestrebte Herstellungs- und Verbreitungsverbot noch vor der Bundestagswahl zu ermöglichen. Allerdings ist eine politische Mehrheit dafür nicht in Sicht: Bislang scheiterten entsprechende Gesetzesvorstöße regelmäßig, da sich sowohl die FDP als auch SPD, Grüne und Linke dagegen aussprachen.

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