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World of Warcraft  

WoW goes Casual?

03.07.2009, 12:46 Uhr | Medienagentur plassma / tz, t-online.de

World of Warcraft (Bild: Blizzard)World of Warcraft (Bild: Blizzard)Über vier Jahre hat das Online-Rollenspiel World of Warcraft schon auf dem Buckel, ist aber beliebter denn je. Mehr als elf Millionen Spieler weltweit loggen sich regelmäßig auf den Servern von Activision Blizzard ein, um mit ihrem Charakter spannende Abenteuer in der Online-Welt von Azeroth zu erleben. Mit Einführung der zweiten Erweiterung Wrath of the Lich King, die Ende November 2008 erschien, ist der Schwierigkeitsgrad des Spiel spürbar gesunken - sagen zumindest viele alteingesessene Spieler, die von Anfang an dabei waren. Und der angekündigte Content-Patch 3.2 beinhaltet einige Neuerungen, die das Spiel noch einfacher machen sollen. Wird WoW zum Spiel für Casual Gamer - und müssen sich Hardcore-Zocker und Raid-Gilden nach einem neuen Online-Rollenspiel umsehen?

Früher reiten, schneller leveln

Vergleicht man das Ur-World of Warcraft mit dem WoW, wie es heute ist, hat sich einiges verändert. Musste man früher erst die Spielstufe 40 erreichen, um ein Reittier benutzen zu dürfen, reicht es mittlerweile, seinen Charakter auf Level 30 hochgespielt zu haben. Mit dem kommenden Patch 3.2 wird das Limit sogar auf Level 20 gesenkt. Das mit 5000 Goldstücken enorm teure “gekonnte Reiten“ dürften sich ab Patch 3.2 deutlich mehr Spieler leisten können, denn in Zukunft sind dafür Fraktionsrabatte (Ehrenfeste oder Expedition Valianz für die Allianz; Thrallmar oder Kriegshymnenoffensive für die Horde) vorgesehen. Ärgerlich für Vielspieler, die massig Zeit und Geld in ihren Charakter investiert haben, aber umso erfreulicher für Neueinsteiger, denen das Erreichen der aktuellen Maximalstufe 80 deutlich erleichtert wird. Denn auch, wenn das zweite Add-On Wrath of The Lich King einen vergleichsweise schnellen Aufstieg von Level 70 (die Höchststufe der ersten Erweiterung The Burning Crusade) bis hin zu Level 80 erlaubt, ist es nach wie vor kein Zuckerschlecken, eine neue Figur von Null ganz nach oben zu “leveln“. Somit ist das frühe Reiten eine sinnvolle Erleichterung, schließlich haben viele WoW-Spieler Nebencharaktere, die sie neben ihrem Level-80-Hauptcharakter spielen. Das zeitaufwändige Leveln soll zukünftig ohnehin noch schneller von der Hand gehen, dürfen mit Patch 3.2 doch erstmals in PvP-Kämpfen (Player versus Player) auf Schlachtfeldern Erfahrungspunkte gesammelt werden.

Kleinere Schlachtzüge, weniger Taktik

WoW Online-RollenspielWoW (Bild: Blizzard)Vor dem Erscheinen von The Burning Crusade Anfang 2007 waren 40-Mann-Schlachtzüge wie “Der geschmolzene Kern“ das Maß aller Dinge für Highlevel-Charaktere. Nur, wer an solchen Schlachtzügen teilnahm, konnte an die begehrten Tier-Sets gelangen, die es für jede Charakterklasse im Spiel gibt. Insbesondere Elite-Gilden und Raid-Profis schrien entsetzt auf, als The Burning Crusade neben den heroischen Dungeons für fünf Spieler kleinere Instanzen für zehn und 25 Spieler einführte. Wo man früher nur wenige Spieler mit den begehrten lila Ausrüstungsgegenständen antraf, waren epische Items plötzlich gang und gäbe. Dies änderte sich auch mit Wrath of the Lich King nicht, zumal der Schwierigkeitsgrad der Instanzen des Kontinents Nordend noch mal um einiges gesunken ist. Wo man zu Zeiten von 40-Mann-Schlachtzügen wie “Tempel von Ahn'qiraj“ oder der Burning Crusade-Instanz “Karazhan“ für die einzelnen Bosse genaue Taktik-Absprachen einhalten musste und nur gut ausgerüstete Raid-Mitglieder überlebten, können heute auch mäßig ausgestattete Gelegenheits-Schlachtzügler in aktuellen 10- und 25-Mann-Instanzen wie “Naxxramas“ oder “Obsidiansanktum“ bestehen. Immerhin öffnete Activision Blizzard mit Patch 3.1 die Pforten für die neue Raid-Instanz “Ulduar“, die die bislang schwersten Bosse von Nordend beherbergt und bei der Gelegenheitsspieler chancenlos sind.  

 

Epische Beute für Alle

WoW Online-RollenspielWoW (Bild: Blizzard)Im “Endgame“, also dem Spiel ab Levelstufe 80, dreht sich in WoW alles um die Verbesserung der eigenen Ausrüstung.  Muss man derzeit noch viel Zeit in 10- und 25-Spieler-Raids verbringen, um die begehrten “Embleme des Heldentums“, “Embleme der Ehre“ und “Embleme der Eroberung“ zu ergattern. Für Spieler, die sich mit Level-80-Charakteren bei Händlern mit epischen Items eindecken, wird in Patch 3.2 ein neues Emblem-System implementiert. Ab sofort können sowohl in heroischen Fünf-Mann-Dungeons als auch den 10er- und 25er-Instanzen ausschließlich “Embleme der Eroberung“ gesammelt werden. Diese können aber nach wie vor gegen “Embleme des Heldentums“ und “Embleme der Ehre“ eingetauscht werden. Statt an großen Raids teilnehmen zu müssen, die in Sachen Anspruch und Taktik um einiges mehr verlangen als 5er-Instanzen, reichen nun also auch “Mini-Raids“. Somit können künftig auch Spieler in den Genuss der aktuell besten Tier-8-Sets kommen, denen das oft mehrstündige “Raiden“ zu zweitaufwändig ist. Ein Schlag ins Gesicht ambitionierter Profi-Gilden und ein klares Zugeständnis von Activision Blizzard an den Casual Gamer. Doch ganz verzweifeln müssen motivierte Schlachtzügle nicht sein, denn Patch 3.2 bringt mit dem “Kolosseum der Kreuzfahrer“ eine neue Instanz für zehn und 25 Spieler, in denen die neuen “Embleme des Triumphs“ erbeutet werden können, die wiederum gegen noch bessere Ausrüstung eingetauscht werden dürfen.

 

Fazit

World of Warcraft ist längst ein popkulturelles Phänomen geworden. Und wer so viele Millionen Menschen anspricht und unterhalten möchte, muss auf die Bedürfnisse seiner Kunden eingehen. Demnach ist es nachvollziehbar, dass Activsion Blizzard vor allem den Casual Gamern entgegen kommt, die nicht jeden Tag mehrere Stunden für WoW opfern können, indem sie ihnen schnellere Erfolgserlebnisse wie früheres Reiten, flotteres Leveln und epische Beute ermöglichen. Daran ist im Grunde nichts auszusetzen, denn viele zufriedene Kunden bedeuten eine rege Online-Aktivität - und je mehr Leute sich auf den WoW-Servern tummeln, desto intensiver ist das Spielerlebenis. Gemeinsames Questen, das Gründen von Gilden, der Warenaustausch im Auktionshaus - all das kann nur funktionieren, wenn viele Spieler online sind. Trotzdem sollten die Entwickler auch die WoW-Veteranen und die zahlreichen organisierten Raid-Gilden außer acht lassen, die sich gerne stundenlang durch knifflige Schlachtzugs-Instanzen kämpfen. Auch diese Spielergruppe braucht ihre Anreize. Solange Activision Blizzard diesen Spagat hinbekommt, spricht nichts dagegen, dass WoW sowohl Gelegenheitszocker wie Profis bedient. Derzeit geht der Trend allerdings etwas zu sehr in Richtung “Casual“ - bleibt zu hoffen, dass die Entwickler auch an die zahlreichen Fans denken, die dem Spiel von Anfang an die Treue halten.

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