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"Splinter Cell: Conviction": Racheengel ohne Gnade

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Preview Splinter Cell: Conviction | Action | PC, Xbox 360  

Racheengel ohne Gnade

20.07.2009, 13:07 Uhr | Richard Löwenstein / jr

Splinter Cell: Conviction Action PC Xbox 360Splinter Cell: Conviction (Bild: Ubisoft)Sam Fisher, einst Top-Agent der Geheim-Organisation "Third Echelon", wird reaktiviert. Doch in Splinter Cell: Conviction, dem neuen für PC und Xbox 360 erscheinenden Teil aus Ubisofts renommierter Actionspiel-Reihe, zeigt sich der frühere Top-Agent gealtert und verzweifelt. Sam will nur blutige Rache nehmen. Wir erinnern uns: Kurz bevor der vierte Teil beginnt, stirbt Sams Tochter Sarah. Sie wird von einem betrunkenen Autofahrer getötet. Der Verlust treibt Sam Fisher in tiefe Verzweiflung. Obwohl die Ermittlungen der Behörden im Sand verlaufen, glaubt er nicht an einen Unfall und sucht die Schuldigen.

Die Spur führt ihn auf den Inselstaat Malta im Mittelmeer; um genau zu sein in eine verdreckte Toilette einer Bar irgendwo in der Hauptstadt Valletta. Doch der Informant, den er dort trifft, ist wenig redselig. Sams Verhörmethoden sind wenig zimperlich: Er schlägt dem Kerl heftig ins Gesicht, will Informationen zum Tod seiner Tochter erzwingen. Als der Kerl nicht antworten will, übernimmt der Spieler. Er kann den Gauner am Schlafittchen packen, quer durch den Raum zerren und ihn auf Kommando in eines der Pissoirs knallen, in einen Spiegel donnern oder in eine besetzte Klokabine schleudern.

Visionen

Splinter Cell: Conviction Action PC Xbox 360Splinter Cell: Conviction (Bild: Ubisoft)Nach drei Jahren Pause legt das neue Splinter Cell gleich kompromisslos und ereignisreich los. Und auch im weiteren Verlauf der Geschichte bleibt es bei intelligenter Action mit dem Schwerpunkt auf Kampf aus dem Hinterhalt, auf Verbergen im Schatten und Anschleichen. Aber man gewinnt den Eindruck, dass die Stealth-Action mit einer starken erzählerischen Komponente Hand in Hand geht. Und mit ungewöhnlichen Design-Ideen. Denn irgendwann redet der Informant, erzählt von einem Typen namens Andriy Semyon Kobin. Einem kleinen Mafiosio, der angeblich in einer Villa nahe Valetta lebt. Während der kompletten Szene ist man aktiv, kann herumlaufen. Parallel wird eine Videosequenz an die Wand projiziert, transparent wie eine Geister-Erscheinung. Sie zeigt Kobin. Man erfährt mehr über ihn, und wie er in die Sache verstrickt ist. Die Szene läuft im Hintergrund, scheinbar belanglos - und fesselt doch den Blick und die Sinne. Diese neuartige Designkomponente erklärt Details und Zusammenhänge der Story, ohne den Spielfluss zu unterbrechen. Das passt gut zum eher realistischen Drumherum der Tom Clancy-Reihe und fügt sich perfekt in die Umgebung ein. Ähnlich werden die Missionsziele präsentiert. Zudem gibt es häufig Szenen aus Sams Gedankenwelt zu sehen. Das verleiht dem neuen Fisher deutlich mehr Tiefe als in bisherigen Splinter Cell-Titeln.

Schattenspender

Solche Szenen haben auch praktischen Wert. Denn man kann sich vorab ein Bild von der Gesamtsituation machen, kann Fallen ausloten und Taktiken austüfteln. Doch wenn es drauf ankommt, heißt es improvisieren: Weil Sam dem Geheimdienst den Rücken gekehrt hat, kann er zunächst nicht auf Hightech-Gadgets wie Kamera-Geschosse oder Betäubungskugeln zurückgreifen. Erst im späteren Spielverlauf soll sich Sam auf dem Schwarzmarkt mit Equipment eindecken können. Für jetzt bricht er eine Scherbe aus dem Rückspiegel eines Geländewagens. Sie dient als Späh-Ersatz. Sam muss an den Wachen in der Villa vorbei kommen. Er verzieht sich in den Schatten. Hier zeigt sich eine weitere Änderung: Es gibt keine Licht-Anzeige mehr, die symbolisiert, wie hoch der Tarnfaktor von Sams Versteck ist. Stattdessen weicht je mehr Farbe aus dem Bild, je weniger Sam zu sehen ist. Lediglich wichtige Personen und Objekte sind farblich hervorgehoben. Interessanter Look.

Anspannung pur

Splinter Cell: Conviction Action PC Xbox 360Splinter Cell: Conviction (Bild: Ubisoft)Die Konzentration darf dennoch nicht leiden. Ein Wachposten taucht auf, ihn muss Sam ausschalten. Eine Taste auf dem Controller genügt, schon landet der Mann im Müllcontainer. Per Kommando per Schultertaste hätte man den Gegner aber ebenso gut markieren und automatisch niederschießen können. Es kommt immer wieder zu solchen Actionszenen, die den Blutdruck nach oben schnellen lassen. Denn peu á peu erhöht das spiel die Dringlichkeitsstufe: Fisher bekommt heraus, dass sein Ex-Arbeitgeber in die Sache verwickelt ist und nicht nur ihn verraten hat, sondern noch sehr viel weiter gehende Pläne hegt, die Millionen von Menschen bedrohen.

Fazit

Das kommende Splinter Cell: Conviction könnte auch Action-Fans gefallen, die wegen dem eher behäbigen Tempo bisher einen Bogen um die Reihe gemacht haben. Grund dafür sind die Interesse weckenden Neuerungen und die bemerkenswerte Dynamik des Ganzen. Sieht ganz nach einem sehr vielseitigen Sam Fisher aus. Einem Einzelgänger, der seine Ziele nicht nur wie gehabt auf die langsame, sondern diesmal auch auf die schnelle Tour erreichen kann.

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