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Test Indiana Jones und der Stab des Könige | Wii | Adventure  

Schatzjäger im Rentenalter

21.07.2009, 14:21 Uhr | Medienagentur plassma / vb

Indiana Jones und der Stab der Könige Wii Adventure Lucas ArtsIndiana Jones und der Stab der Könige (Bild: Lucas Arts)Ein breiter Hut, eine abgewetzte Lederjacke und eine Peitsche - das sind die Markenzeichen von Indiana Jones. Der von Harrison Ford verkörperte, weltberühmte Archäologe feierte 2008 sein erfolgreiches Kino-Comeback in Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels. Auch auf dem Spiele-Sektor versucht Indy ein Jahr nach seiner Rückkehr auf die große Leinwand mit dem Videospiel Indiana Jones und der Stab der Könige für Nintendos Wii sowie für PS2, DS und PSP wieder Fuß zu fassen. Besonders die Aussicht, mit der Wiimote die Peitsche zu schwingen, klingt spannend. Doch in der Praxis ist das Ganze ziemlich mühsam und anstrengend.

Story mit 80er Jahre-Charme

Dabei fängt Indiana Jones und der Stab der Könige durchaus vielversprechend an: 1939 streunt Indy einmal mehr auf der Suche nach vergrabenen Artefakten über den Globus. Sein Objekt der Begierde ist der Stab Moses. Allerdings ist er nicht der Einzige, der sich für die Reliquie interessiert. Schon bald trifft der Protagonist auf Nazis und einen überehrgeizigen Archäologen-Konkurrenten, der ihm den Stab abspenstig machen will. Ein typischer Indiana Jones-Plot - einzig auf eine hübsche weibliche Begleitung müssen Spieler verzichten.

Der Kampf mit der Wiimote

Indiana Jones und der Stab der Könige Wii Adventure Lucas ArtsIndiana Jones und der Stab der Könige (Bild: Lucas Arts)Der Spielablauf erinnert an Action-Abenteuer wie Tomb Raider oder Uncharted. In der Haut von Indiana Jones prügelt man sich durch Nazi-Horden, hüpft durch Tempelruinen, löst kleinere Rätsel und zückt gelegentlich den Revolver. Die Umsetzung dieser Elemente wurde allerdings derart schlampig vorgenommen, dass bei Indiana Jones und der Stab der Könige nur selten Spielspaß aufkommt. Egal, ob zum Prügeln, Waffen nachladen oder Peitsche schwingen, für jede erdenkliche Bewegung muss der Spieler die Wiimote-Nunchuk-Kombination bewegen. Dies ist zum einen äußerst anstrengend, zum anderen sehr ungenau. Das Problem: Die Bewegungen werden mit großer Verzögerung in das Spiel übertragen. Daher arten Kämpfe schnell in wilde, unkoordinierte Fuchteleien aus. Da retten auch die vielfältigen Aktionen mit der Peitsche nichts mehr.

Mehr Frust als Lust

Ebenfalls mit dabei sind die für ein klassisches Action-Adventure unverzichtbaren kleinere Rätseleinlagen und Reaktionstests. An Stellen, wo es sinnvoll ist, dass Indy seine Peitsche einsetzt, wird dies überdeutlich angezeigt. Nicht selten wird die Story durch Quicktime-Events - also interaktive Filmsequenzen - vorangetrieben. Hier werden für Sekundenbruchteile Bewegungen mit der Wiimote eingeblendet, die man blitzschnell nachahmen muss. Wegen der zu kurzen Zeitfenster fällt dies aber sehr schwer, und so endet mancher Abschnitt mit dem ungewollten Heldentod. Das ist umso ärgerlicher, weil die Verteilung der Speicherpunkte alles andere als optimal ist. Zudem können Tutorials oder Filme nicht abgebrochen werden. Häufige Wiederholungen sind daher an der Tagesordnung.

Altbackenes Abenteuer

Indiana Jones und der Stab der Könige Wii Adventure Lucas ArtsIndiana Jones und der Stab der Könige (Bild: Lucas Arts)Neben den spielerischen Schwächen fallen aber besonders die technischen Mankos ins Gewicht. Indiana Jones und der Stab der Könige landet in grafischer Hinsicht gerade mal im oberen Mittelfeld. Zudem klingen die Originalsprecher gelangweilt. Immerhin zaubert die bekannte Filmmusik den Fans ein Lächeln auf die Lippen. Während das Hauptprogramm patzt, überzeugt ein Gimmick am Rande. Bei der Wii-Version wird exklusiv das legendäre Indiana Jones and the Fate of Atlantis mitgeliefert. Ganz ähnlich wie das kürzlich veröffentlichte Monkey Island Special Edition überzeugt dieses Adventure heute noch mit tollen Rätseln, viel Witz und einer ungeheuren Atmosphäre. Ebenfalls nett: Wer nicht alleine spielen möchte, kann das Ganze zusammen mit einem Freund an einem Bildschirm erleben. Im Spiel stellt sich Indys Vater an die Seite seines Sohnes. Leider war Sean Connery nicht bereit, sich für das Action-Adventure aufnehmen zu lassen, sodass Fans einem neuen Gesicht Vorlieb nehmen müssen.

Fazit

Indiana Jones und der Stab der Könige enttäuscht ziemlich, was vor allem an der unpräzisen Wiimote-Steuerung liegt. Bereits nach kurzer Spielzeit kommt Frust auf, der durch das unzureichende Speicherpunktsystem noch verstärkt wird. Einziger Lichtblick sind die kleineren Rätseleinlagen und das Bonus-Spiel Indiana Jones and the Fate of Atlantis. Überraschenderweise macht dies deutlich mehr Spaß als das Hauptprogramm. Ob die Neuauflage des Adventure-Oldies aber 50 Euro wert ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.

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