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Spiele im Ausland bestellen  

Geld sparen durch Spiele-Importe?

28.07.2009, 12:10 Uhr | Medienagentur plassma / jr

Günstig Games einkaufen im AuslandGeld sparen mit Spiele-Importen (Bild: Ubisoft, EA / Montage: t-online.de)Aktuelle PC-Spiele wie etwa Die Sims 3 oder Anno 1404 kosten im Handel zwischen 35 und 45 Euro. Neue Konsolentitel wie Call of Juarez: Bound in Blood schlagen gar mit 60 Euro und mehr zu Buche. In Zeiten von steigenden Lebenskosten und akuter Wirtschaftskrise sind dies stolze Preise für ein wenig Spielspaß. Neben dem Erwerb von günstigen Second-Hand-Games lohnt sich auch ein Blick ins Ausland. Denn sofern man keine Probleme mit englischsprachigen Original-Versionen hat, kann man mit Spiele-Importen bare Münze sparen.

Kampfpreise

Der Grund für den derzeitigen Import-Boom stellt der starke Euro-Kurs dar (ein englisches Pfund ist zur Zeit zirka 0,86 Euro wert, während der Umtauschkurs für einen US-Dollar ungefähr bei 1,43 Euro liegt). Zwar werden traditionell in Großbritannien aktuelle Spiele zu günstigeren Preisen als auf dem Kontinent angeboten, aber Shops und Online-Portale wie Amazon.co.uk nutzen die Situation auch gezielt aus und verhökern Spiele zu Kampfpreisen. Die Sims 3 kostet derzeit 23 Pfund (also knapp 27 Euro), die Xbox 360-Version von Call of Juarez 35 Pfund (also 41 Euro). Bei beiden Titeln können deutsche Kunden zehn bis 15 Euro sparen. Hinzu kommen allerdings noch Versandkosten: Großanbieter Amazon.co.uk berechnet pro Päckchen 3,99 Euro plus 0,99 Euro pro bestelltem Artikel. Der ebenfalls gut beleumundete britische Shop Game.co.uk veranschlagt eine Pauschale von 3 Pfund pro Bestellung, die Konkurrenz von Play.com bietet gar einen freien Versand an.

Hürdenlauf

Die Sims 3 (Bild: EA)Die Sims 3 (Bild: EA)Um das auszunutzen, muss man freilich weitere Hürden überspringen: Beinahe alle Anbieter akzeptieren ausschließlich die Zahlung per Kreditkarte. Abhängig vom Kreditkarteninstitut kann hier ebenfalls eine kleine Gebühr im Bereich von 1 bis1,5 Prozent für Auslandstransaktionen anfallen. Unbedingt beachten sollte man, dass sich viele Shops zu ihren Gunsten einen großen Feiraum bei der Festlegung von Umtauschkursen genehmigen, was den Währungsvorteil fix wieder relativiert.

Steuerfragen

Million Dollar Homepage Alex TewMehrwertsteuer-Befreiung bei Spiele-Importen (Bild: Medienagentur plassma)Allerdings sind damit noch nicht alle Unwägbarkeiten beim Spiele-Import bewältigt. Die Umsatzsteuer ist ein durchaus gewichtiges Problem. Während in Deutschland 19 Prozent veranschlagt werden, werden in Großbritannien lediglich 15 Prozent fällig. Einzig amazon.co.uk schlägt automatisch den erhöhten Steuersatz von 19 Prozent auf Bestellungen aus Deutschland auf. Dies bedeutet für interessierte Käufer: Man ziehe zunächst 15 Prozent vom angezeigten Preis ab und rechnet danach 19 Prozent hinzu. Dadurch steigen die Kosten leicht an. Andere Portale wie Play.com, Game.co.uk oder Hmv.com tun dies nicht. Hier werden die bislang bezahlten Steuern auf einem Lieferschein aufgeführt. Am deutschen Zoll - etwa in Frankfurt oder in Köln - werden diese Schreiben zumindest stichprobenartig kontrolliert. Daher kann es vorkommen, dass neben dem Päckchen auch ein Schreiben vom Zollamt im Briefkasten landet. Hier wird der so genannte Einfuhr-Umsatzsteuersatz - also die Differenz zwischen deutscher und britischer Umsatzsteuer - nachgefordert.

Auf zum Zoll

Fehlt der Lieferschein etwa bei Einkäufen auf dem Amazon-Marktplatz oder über eBay, muss man sich das Paket beim Zoll persönlich abholen. Wichtig: Unbedingt einen Ausweis und einen Ausdruck des Kaufbelegs mitbringen! Wer freilich in Deutschland indizierte Games im Ausland bestellt und bei der Zollkontrolle ertappt wird, kann sich den Weg sparen - solche Titel werden von Amts wegen ohne großes Federlesens beschlagnahmt.

Post aus Amerika

Schaut man sich hingegen auf dem amerikanischen Markt um, folgt bald die Ernüchterung. Aktuelle Spiele, beispielsweise die Xbox 360-Version von Fight Night Round 4, sind mit 50 US-Dollar (knapp 35 Euro) zwar durchaus preisgünstig. Doch jetzt kommt der Gebühren-Aufschlag: Bei Amazon.com werden 3,99 Dollar je Bestellung und weitere 2,49 Dollar pro Artikel berechnet. Zudem werden Bestellungen aus Nicht-EU-Ländern deutlich häufiger am Zoll abgefangen. Hier müssen erneut 19% Mehrwertsteuer entrichtet werden - ein teurer Spaß. Einziges Schlupfloch: Geschenksendungen bis 45 Euro dürfen kostenfrei nach Deutschland eingeführt werden. Wer also Bekannte in den USA hat, kann diese um ein wenig Unterstützung bitten.

Fazit

Spiele im Ausland bestellen, das kann sich für erfahrene Schnäppchenjäger angesichts des günstigen Wechselkurses vor allem bei seriösen britischen Shops finanziell durchaus lohnen. Allerdings muss man auch die zu überwindenden Hürden sehen: Das fängt bei den zu entrichtenden Steuern an und hört beim potentiellen Ärger mit dem Zoll noch lange nicht auf. Unangenehme Tricks wie versteckte Service-Aufschläge muss man ebenfalls mit einkalkulieren. Die Versandkosten halten sich zwar zumeist im Rahmen; doch im Fall der Schadensfälle Garantieansprüche gegen einen im Ausland ansässigen Händler geltend zu machen, ist ebenfalls kein Zuckerschlecken. Eine echte Spaßbremse ist auch die in aller Regel vorgeschriebene Bezahlung per Kreditkarte: Wer noch nicht volljährig ist und mit dem Plastikgeld der Eltern bezahlen muss, sollte sich für das einzuholende Einverständnis schon ein paar schlagende Argumente zurecht legen.

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