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Test The Conduit | Wii | Action  

Angriff auf Washington

29.07.2009, 17:31 Uhr | Golem.de / jr

The Conduit Action Wii SegaThe Conduit (Bild: Sega / Montage: t-online.de)Ein Geheimagent im Kampf gegen eine außerirdische Invasion: Was bei Shooter-Fans auf dem PC oder den "großen" Konsolen Xbox 360 und PS3 ein müdes Lächeln auslöst, wird von erwachsenen Wii-Besitzern dringend erwartet. Der bei Sega erscheinende Actiontitel The Conduit wurde exklusiv für Wii entwickelt und soll die Nintendo-Konsole erstmals an ihre technische Grenze bringen. Das zumindest ist gelungen: An der Präsentation des Spiels gibt es nichts zu meckern. Angesichts des Schwerpunkts auf technische Aspekte ein besonderes Raffinesse in die Geschichte zu investieren, war aber leider nicht mehr drin.

Und so muss sich Geheimagent Michael Ford im Auftrag der geheimnisumwitterten Regierungsorganisation "Syndikat" daran machen, die Gründe für eine eine mysteriöse Virusepidemie und die sich häufenden Angriffe von schwer bewaffneten Monstern auf die Hauptstadt aufzuklären. Am Ende hat man eine durch Unterstützer aus den Kreisen der Regierung geförderte Alien-Invasion verhindert - für "Akte X"-gestählte Action-Fans keine ganz neue Situation.

Gelungene Präsentation

The Conduit Action Wii SegaThe Conduit (Bild: Sega)Wer als Besitzer einer Xbox 360 oder Playstation 3 einen flüchtigen Blick auf The Conduit wirft, kann die Aufregung um diesen Titel kaum nachvollziehen. Die Story ist sehr vorhersehbar, der Levelaufbau ist linear, und die Spielzeit fällt mit gut sieben Stunden recht kurz aus. Auch das Spielprinzip wirkt kaum aufregend: ein typischer Ego-Shooter eben, wie es ihn auf anderen Konsolen zuhauf gibt. Doch für die Fans der Wii ist die Lage anders. Denn auf dieser Konsole sind solche Spiele Mangelware - abgesehen von Nintendo-Titeln wie Metroid Prime oder lieblosen Portierungen bekannter Actionreihen wie Far Cry. Das Entwicklerteam der Spielschmiede High Voltage konzentrierte sich von Beginn an einzig und allein auf die Wii. Und was The Conduit in puncto Story an Originalität und Feinschliff vermissen lässt, holt das Spiel in den Kapiteln Bedienung und Technik wieder raus.

Gut zu bedienen

Die Steuerung von The Conduit ist vorbildlich: Derart viele Optionen bot wohl noch kein Wii-Titel. Bewegungsgeschwindigkeit, Sensibilität, Knopfbelegung, Bildausschnitt und vieles mehr - praktisch alles lässt sich bis ins kleinste Detail für Nunchuk und Wiimote einstellen, so dass wirklich jeder seine optimale Bedienung finden dürfte. Die nächste Überraschung wartet beim Betreten der ersten Tutorial-Level. The Conduit sieht beeindruckend gut aus - und im Grunde kaum schlechter als ein ordentlicher Xbox 360-Titel. Viele Details, gelungene Licht- und Schatteneffekte, nur gelegentliche Ruckler - wo Wii-Titel sonst oft solides Mittelmaß bieten, wirkt The Conduit, als hätten die Entwickler die Technik an ihre Grenzen getrieben.

In gewohntem Rahmen

The Conduit Action Wii SegaThe Conduit (Bild: Sega)Das eigentliche Spiel bietet keine großen Überraschungen: Welt betreten, Infos erhalten, zahlreiche und sich oft wiederholende, durchschnittlich intelligente Gegner ausschalten, und immer so fort. Langweilig wird das trotzdem nicht, denn einerseits ist immer genug zu tun, und die Entwickler haben für genügend Action auf dem Bildschirm gesorgt. Andererseits bringen viele interessante Extras Abwechslung. So führt der Spieler mit dem "Alles sehenden Auge" (ASA) - ein Hilfswerkzeug mit, das Räume und Gegenstände scannt und beispielsweise Schalter und Türen ausfindig macht, wo dann wiederum Munition oder Waffen auf den Helden warten.

Fazit

The Conduit revolutioniert das Gerne der Ego-Shooter nicht - dafür sind Story, KI und Gegnervielfalt zu durchschnittlich. Ein richtig gutes Spiel mit grandioser Präsentation, vorbildlicher Bedienung und kurzweiliger Action ist Entwickler High Voltage und Publisher Sega aber eindeutig gelungen. Wii-Besitzer sollten nicht nur aufgrund mangelnder Konkurrenz Jagd auf diese Aliens machen. Kleiner Bonus, um die kurze Spielzeit des Einzelspieler-Parts zu kompensieren: Ist die Kampagne erfolgreich absolviert, geht es in den typischen Mehrspielermodi wie "Deathmatch" weiter. Die Optik ist hier nicht ganz so detailreich wie in der Kampagne, spielerisch sind die Karten aber ebenfalls gelungen.

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