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"Arcania: A Gothic Tale": In alter Rollenspieltradition

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Preview Arcania: A Gothic Tale | Rollenspiel | PC  

In alter Rollenspieltradition

04.08.2009, 18:50 Uhr | Medienagentur plassma / jr

Arcania A Gothic Tale Rollenspiel PCArcania: A Gothic Tale (Bild: Spellbound)Die vergangenen Jahre waren nicht leicht für den österreichischen Publisher Jowood: Die ambitionierten Rollenspiele Gothic 3 und das Add-On Götterdämmerung hatten viele Fehler und blieben inhaltlich und spielerisch blass. Es kam zum Bruch mit dem Entwickler Piranha Bytes. Doch schnell fand man Ersatz: Die Strategie-Experten von Spellbound (Desperados 2) arbeiten derzeit fieberhaft an der Fertigstellung von Arcania: A Gothic Tale - dem inoffiziellen Nachfolger von Gothic 3.

Das für Ende 2009 geplante PC-Rollenspiel steht zwar ganz in der Tradition seiner Vorgänger, soll aber auch neue Ufer erobern. Der Ansatz des Spiels zielt in zwei Richtungen: Man will sowohl eingefleischte Rollenspielfans bei der Stange halten als auch Neueinsteiger anlocken. Ein schwieriger Spagat zwischen Tradition und Neuerung also.

Bekannte Inseln

Arcania A Gothic Tale Rollenspiel PCArcania: A Gothic Tale (Bild: Spellbound)Die Hintergrundgeschichte von Arcania basiert auf den Geschehnissen der Vorgänger: König Rhobar III. regiert sein Volk mit eiserner Hand. Nach einer brutalen Bestrafungsaktion gegen ein unschuldiges Fischerdorf ist die Aufgabe klar: Der Despot muss gestürzt werden. Also schlüpft man in die Stiefel eines namenlosen Reckens, der den Kampf gegen das Böse aufnimmt. Der Schauplatz sind die südlichen Inseln von Arcania. Los geht es auf dem kleinen Eiland Feshyr, wo man die grundlegende Spieltechnik des Abenteuers erlernt. Anschließend reist der Spieler auf die Hauptinsel Argaan, wo ein Großteil der Missionen absolviert wird. Neue Jobs zur Aufforstung der Kasse des Helden finden sich bei den fünf eingebauten Gilden: Magier, Kämpfer, Jäger, Alchemisten und Händler haben rund 300 Aufträge auf Lager. Wer sich nur auf die Haupt-Quests beschränkt, wird laut Publisher Jowood 30 Stunden beschäftigt sein. Kümmert man sich noch um Nebenschauplätze, sollen bis zum Finale gar 80 bis 100 Stunden Spielzeit verstreichen.

Kämpfen und zaubern

Arcania: A Gothic Tale (Bild: Jowood)Arcania: A Gothic Tale (Bild: Jowood)In seinem Kern ist Arcania: A Gothic Tale ein klassisches Rollenspiel: Der Held nimmt eine Mission an, liefert sich einige Schlachten mit Orks, Wildtieren oder anderen Ungeheuern und bekommt dafür Erfahrungspunkte. Mit diesen wertet man dann die Eigenschaften seines Charakters auf. Allerdings sollen insbesondere die Kämpfe deutlich einsteigerfreundlicher ausfallen. Wie in Diablo oder Sacred 2 genügt ein Klick mit der Maustaste, um einen Schwerthieb zu platzieren. Nach einigen Treffern leuchtet die Klinge schließlich blau. Dies signalisiert eine Kombo-Chance: Klickt man nun im richtigen Moment, vollführt der Held eine zerstörerische Schlagserie. Besonders deutlich sind die Neuerungen aber bei den Fernwaffen zu spüren: geübte Bogenschützen verschießen die Pfeile schneller als ein Maschinengewehr. Per Tastendruck lassen sich Gegner automatisch erfassen. Praktisch: Wer selber zielt, richtet mehr Schaden an. Trotzdem bleibt abzuwarten, ob das vereinfachte Kampfsystem eingefleischten Fans genügen wird. Neben den Schlagwerkzeugen kann der Spieler zu Zaubersprüchen greifen und zum Beispiel mit Feuerbällen um sich werfen. Diese Feuerattacke kann man - die notwendigen Fähigkeiten vorausgesetzt - durch Halten der Maustaste aufladen. Schleudert der namenlose Held dann die brennende Kugel, entfacht sie einen wahren Flächenbrand und zieht alle umstehenden Gegner in Mitleidenschaft.

Lebendige Umgebung

Gothic 3 war in seiner Präsentation eher düster und unheimlich. Arcania will hier mehr Abwechslung ins Spiel bringen: Besonders an der Küste springen den Spieler das türkisblaue Wasser, grüne Baumwipfel und durch die Blätter blitzende Lichtstrahlen förmlich an. In anderen Regionen werden Rollenspiel-Fans weiterhin die gewohnte Gothic-Athmosphäre einer latent vorhandenen Bedrohung wiederfinden: Da stapft der Krieger durch muffig finstere Sümpfe und schlägt sich mit riesigen Käfern herum. Besonders die Wettereffekte wurden überarbeitet: Plötzlich einsetzende Regenschauer hinterlassen riesige Pfützen auf den Wegen. Kleine Wasserbäche rinnen Hügel entlang und fließen schön animiert in unterirdische Höhlen. Das Wetter hat ebenfalls Einfluss auf das Verhalten von Bewohnern. Nachts, wennn es kalt und dunkel wird, ziehen sich die Menschen aus Angst vor Raubtieren in ihre Häuser zurück. Der Spieler macht sich diese Reaktionen mit Zaubersprüchen zu Nutze: Per Regenspruch verscheucht der Held wetterfühlige Wachen, damit er unbemerkt vorbei schleichen kann.

Fazit

Arcania will die Gothic-Serie durch neue Komfortfunktionen und einen höheren Actioneinfluss für neue Zielgruppen öffnen . Es bleibt aber abzuwarten, ob auch Gothic-Fans der ersten Stunde diese Änderungen annehmen. Spellbound hat mit Arcania: A Gothic Tale ein vielversprechendes Rollenspieleisen im Feuer. WEnn man es jetzt noch schafft, eigene Akzente im Spiel unterzubringen und trotz aller Ambitionen nicht die umfangreiche Fehlersuche zu versäumen, dann sieht es gut aus. Ein erneutes Fehler-Debakel wie bei Gothic 3 kann sich die Reihe auf keinen Fall mehr leisten.

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