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Grafik-Entwicklung: Was kommt nach der Highend-Optik aktueller Spiele?

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Warten auf die Grafik-Revolution

12.08.2009, 12:54 Uhr | Medienagentur plassma / vb

Crysis (Bild: EA)Crysis (Bild: EA)Alle Jahre wieder erscheinen Spiele, die neue Grafik-Standards setzen und die aktuelle Hardware nicht nur heraus-, sondern überfordern. Das Action-Adventure Outcast etwa revolutionierte 1999 das Genre mit ungeheuer weitläufigen Landschaften und bahnbrechender Grafik. Die jüngste Revolution zettelte Crysis vor zwei Jahren an. Alle 3D-Spiele, die seitdem auf den Markt kamen - seien es nun Anno 1404 oder Call of Duty: World at War - hielten zwar das Top-Niveau, konnten die Messlatte aber nicht höher legen. Kurz gesagt: Die Grafik-Technik steckt fest - aber warum?

Natürlich blieb die Entwicklung in den Jahren nach Crysis nicht stehen. Vielmehr fehlten die großen Quantensprünge. Neue Effekte wie etwa Echtzeit-Beleuchtung im kommenden Rollenspiel Risen waren vor einiger Zeit noch undenkbar. Sie beeinflussen das Spielgefühl eher unterschwellig, sorgen für eine stimmigere Atmosphäre ohne Aha-Effekt. Das Warten auf die nächste Revolution schlägt sich in der Hardware-Entwicklung nieder. Während früher alle drei bis fünf Jahre eine neue Prozessor-Generation auf den Markt kam, setzen aktuelle Prozessoren einfach auf mehr Kerne - sowohl im PC- als auch im Konsolen-Bereich.

Massenhaft Mittelklasse

World of Warcraft: The Wrath of the Lich King (Bild: Blizzard)World of Warcraft: The Wrath of the Lich King (Bild: Blizzard)Das Problem: Um diese Leistung auszunutzen, müssen sich die Entwickler in neue Strukturen einarbeiten - und das kostet Zeit und Geld. Weiterhin können die Spieleschmieden gar nicht davon ausgehen, dass unter jedem Schreibtisch ein Highend-System arbeitet. Nur ein geringer Teil der Spielerschaft ist bereit, immer wieder in leistungsfähigere Hardware zu investieren. Die breite Masse allerdings verfügt über Mittelklasse-Modelle. Und eben diese breite Masse muss bei PC-Spiele angesteuert werden. Was hilft die schönste Grafik, wenn sie auf Otto-Normal-PC nicht spielbar ist?

Steigende Kosten

Weiterhin kämpfen die Entwickler mit stetig steigenden Produktionskosten durch immer größer werdende Ansprüche. Das Integrieren von Objekten wie etwa Autos oder Spielfiguren erzeugt dank Physik-Technologie und neuen Grafikeffekten einen monatelangen Arbeitsaufwand. Jede Komponente muss eigens von einem Spezialisten bearbeitet und entwickelt werden. Daher werden die meisten Spiele inzwischen kostengünstig für PC und Konsolen veröffentlicht. Schließlich stehen sich Playstation 3, Xbox 360 und PC in Sachen Leistung in kaum etwas nach. Betrachtet man sich Beispiele wie Call of Duty: World at War oder Bioshock, fallen lediglich Kleinigkeiten wie die am PC verbesserte Oberflächen-Schärfe ins Gewicht.

Eigener Stil

Mirror's Edge (Bild: EA)Mirror's Edge (Bild: EA)Statt also auf teure Neuentwicklungen zu setzen, versuchen inzwischen viele Studios, ihren Spielen durch einen prägnanten Grafikstil ihren Stempel aufzudrücken. World of Warcraft gelang dies - trotz einiger Spötter - sehr gut. Auch Titel wie Mirror's Edge oder Battlefield: Heroes erzeugen durch ihre eigenwillige Optik eine besondere Atmosphäre.

Zukunftsvisionen

GTA 4 The Lost and DamnedGTA 4: The Lost and Damned (Bild: Rockstar)Aber wo liegt nun die Zukunft der 3D-Spiele? Experten gehen davon aus, dass in nächster Zeit keine große Revolution stattfinden wird. Die Verbesserungen werden weiterhin im Detail liegen. Viele Fans hoffen daher auf die Hardware-Schnittstelle DirectX 11: Diese soll nicht nur wichtige Erweiterungen bieten, sondern in der Darstellung von Physik-Effekten neue Horizonte öffnen. Und genau hier sehen vielen Entwickler besonders viel Spielraum für Verbesserungen: Während sich die offensichtliche 3D-Grafik rasend schnell entwickelt, stecken Physik-Routinen noch in den Kinderschuhen. Physikspielereien und die realistische Darstellung von Wasser werden daher die nächsten großen Meilensteine auf dem Weg zur fotorealistischen Computerspiel sein.



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