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Kein Platz auf dem Siegertreppchen

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Test "Summer Athletics 2009" | Sportspiel | PC, Xbox 360, Wii  

Kein Platz auf dem Siegertreppchen

14.08.2009, 15:41 Uhr | Medienagentur plassma / jr , t-online.de

Summer Athletics PC Xbox 360 Wii Sportsimulation dtpSummer Athletics 2009 (Bild: dtp)Updates im Jahresrhythmus gehören gerade im Sport-Genre zum traurigen Spiele-Alltag. Nachdem Entwickler 49 Games vor Wochen bereits eine komplette Neukonzipierung ihrer Winter Sports-Serie ankündigte, blieb wohl für neue Ideen in dem für PC, Xbox 360 und Wii erschienenen Sportspiel Summer Athletics 2009 keine Zeit mehr. Stattdessen werden Spieler mit wenigen neuen Disziplinen wie etwa dem Tontaubenschießen, einem halbgaren Karrieremodus und einer immerhin noch relativ ordentlichen Wii Balance Board-Unterstützung abgespeist.

Summer Athletics 2009 erinnert spielerisch - ebenso wie sein Vorgänger - an eine moderne Variante der C64-Klassiker Decathlon oder Summer Games. Das bedeutet: Der Spieler treibt seinen virtuellen Athleten in 28 Sportarten mit ekstatischem Tastatur-Drücken, Analogstick-Wackeln oder Wiimote-Zappeln zu sportlichen Höchstleistungen an. Zur Verfügung stehen ein Arcade-, ein Simulations- und ein an die reale WM angelehnter "Berlin"-Modus, in dem man eines von 19 Nationalteams übernimmt und versucht, in 15 Leichtathletik-Disziplinen in die von vier Mannschaften bestrittene Schlussrunde vorzustoßen.

Anstrengende Disziplinen

Summer Athletics PC Xbox 360 Wii Sportsimulation dtpSummer Athletics 2009 (Bild: dtp)Dabei funktionieren etwa alle Laufdisziplinen nach dem gleichen Schema, ebenso die Wurf- und Sprungaufgaben. Beim Hochsprung beispielsweise kommt es weniger auf Krafteinsatz, sondern auf das richtige Timing an. Im 100-Meter-Sprint hingegen werden die Unterarmmuskeln durch schnelles Stick-Rütteln strapaziert. Besonders Xbox 360-Sportler leiden schnell unter Ermüdungserscheinungen, da die Steuerung mit den kleinen Analog-Knüppel recht fummelig und unkomfortabel ausfällt. Glücklicherweise bieten die vorgefertigten Wettbewerbe durch den ständigen Wechsel der Disziplinen immer wieder kleinere Verschnaufpausen. Trotzdem: Kenner des Vorgängers werden kaum neue Ideen entdecken. Die Steuerung wurde komplett übernommen, das neue Tontaubenschießen ist ähnlich anspruchslos wie eine Partie Moorhuhn. Und obendrein ist die höchste Schwierigkeitsstufe so brachial schwer, dass selbst Profis in den Ruhestand treten wollen.

Wii-nige Lichtblicke

Einige wenige Neuerungen wurden trotzdem in das Spiel eingebaut. Xbox 360- und PC-Spieler vergnügen sich nun zeitgleich in einer Vier-Spieler-Splitscreen-Variante, sodass lange Wartepausen wie beim Vorgänger der Vergangenheit angehören. Zudem sorgen die durchaus witzigen Staffeldisziplinen für gute Laune vor dem Fernseher. Das Glückslos haben aber zweifellos Wii-Besitzer gezogen. Denn obwohl diese Version am schlechtesten aussieht, unterstützt sie zumindest das Wii Balance Board. In gleich fünf Disziplinen kommt diese Zusatzoption sinnvoll zum Einsatz und fördert der Spielspaß. Beim Hammerwerfen etwa holt man durch rhythmisches Hüftkreisen Schwung, beim Hochsprung tritt man abwechselnd auf den Controller.

Lieblose Umsetzung

Summer Athletics PC Xbox 360 Wii Sportsimulation dtpSummer Athletics 2009 (Bild: dtp)Johlende Fans, eine emotionaler Kommentator, spannende Kamerafahrten und begeisterte Athleten - all diese Faktoren zeichnen Leichtathletik-Events aus. Summer Athletics 2009 bietet leider kaum etwas davon. Zwar wirkt das virtuelle Stadion durchaus ansprechend, die Athleten bewegen sich aber hölzern. Zudem fallen die detailarmen Gesichtern negativ auf. Die Zuschauerränge sind nur spärlich mit Klon-Menschen besetzt, und auch der Stadionsprecher sorgt für zu wenig Stimmung. Die neu hinzu gekommenen Foto-Finishes wirken im Gesamtbild eher aufgesetzt. Und Siegerehrungen nach den Disziplinen fehlen vollends - enttäuschend! Da wundert es auch niemanden, dass die vorgefertigten Veranstaltungen ebenfalls aus der Retorte stammen - hier ein Zehnkampf, da ein lizenzfreier Leichtathletik-Event in Berlin. Der Karrieremodus kratzt trotz erweitertem Charaktereditor ebenfalls nur an der Oberfläche des Machbaren. Hier kann man zwar seine Spielfigur durch gute Leistungen in Bereichen wie Kraft oder Ausdauer aufwerten. Auswirkungen haben diese Elemente auf den Spielverlauf aber nicht. Daher spielt sich der Karrieremodus genauso wie der Rest des Spiels auch - durch und durch mäßig unterhaltsam.

Fazit

Summer Athletics 2009 ist einmal mehr ein Versuch, in der Bugwelle eines großen Sportevents wie der Leichtathletik-WM in Berlin mitzuschwimmen. Das Sportspiel krankt an Ideenarmut und ist technisch stehen geblieben. Einzig mit mehreren Spielern macht die virtuelle Medaillenhatz ein wenig Spaß. Allein hingegen kommt aufgrund der immer wieder ähnlichen Disziplinen schnell Langeweile auf. Wii-Besitzer haben aufgrund der gelungenen Balance Board-Unterstützung noch am meisten Spaß.

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