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Windows 7: Was bringt Microsofts neues Betriebssystem für Gamer?

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Test "Windows 7" für Gamer  

Im Windows nichts Neues

14.08.2009, 16:49 Uhr | vb / tz

Windows 7 für Gamer (Bild: Microsoft, Blizzard, EA, 2K Games / Montage: t-online.de)Windows 7 für Gamer (Bild: Microsoft, Blizzard, EA, 2K Games / Montage: t-online.de)Die kurze Vista-Ära neigt sich dem Ende zu. Microsoft wird nach derzeitigem Stand das Nachfolge-Betriebssystem Windows 7 am 22. Oktober veröffentlichen. Neben zahlreichen Verbesserungen und Vereinfachungen sollen auch Spieler vom neuen System profitieren. Doch lohnt der Umstieg? Die Redaktion der Webseite „Golem.de“ hat Windows 7 auf Herz, Nieren und Games geprüft und kommt zum Fazit, dass Vista-Besitzer durchaus noch länger auf ihrem Betriebssystem spielen können. Auch für XP-Nutzer halten sich die Argumente für ein Update in überschaubarem Rahmen.

Zunächst stellen die Tester fest, dass aktuelle Titel wie etwa Crysis oder Far Cry 2 unter Vista und Windows 7 fehlerfrei funktionieren - aktuelle Patchversionen für beide Spiele vorausgesetzt. Zukünftige Versionen wie etwa ein Crysis 2 Game werden natürlich im Vorneherein entsprechend angepasst sein. Auch in punkto Geschwindigkeit konnten die Tester kaum Vorteile für eines der beiden Betriebssysteme ausmachen. Die Unterschiede bewegen sich im Rahmen der Messgenauigkeit. Das verwundert allerdings wenig, schließlich nutzen beide Betriebssysteme identische Grafikkarten-Treiber. Deutlich mehr Arbeit scheint Microsoft dagegen in den Support moderner Mehrkernprozessoren investiert zu haben. Die hierfür wichtige "Threadverwaltung" hat Microsoft laut „Golem“-Test stark überarbeitet - was bei Vista noch nicht der Fall war. Spiele reservieren sich fortan fest bestimmte Prozessorkerne, die Windows 7 versucht möglichst gleichmäßig auszulasten. Die Rechenlast wird nicht mehr wie noch unter Vista ungleichmäßig auf sämtliche zur Verfügung stehende Rechenkerne verteilt. Stehen mehr Rechenkerne zur Verfügung als das jeweilige Spiel nutzt, können diese von weiteren Programmen wie beispielsweise Instant Messaging-Applikationen oder Virenscannern in vollem Umfang genutzt werden.

DirectX 11: Kaufanreiz…

DirectX 11 MicrosoftDirectX 11 (Bild: Microsoft)Für Gamer dürfte jedoch DirectX 11 das größte Novum darstellen. Die Multimediaschnittstelle ist im Lieferumfang von Windows 7 enthalten, allerdings vermeldeten diverse Grafiktreiber, dass statt DirectX 11 der Vorgänger DirectX 10 installiert wäre. Insgesamt halten sich die Neuerungen der Version 11 allerdings in Grenzen. Microsoft hat hauptsächlich Aufräumarbeiten unter der Haube der Schnittstelle vorgenommen, um Spieleprogrammierern ihre Arbeit zu erleichtern. Wirklich neu sind dagegen die sogenannten „DirectX Compute Shaders“, die unter anderem nicht-grafikbasierte Berechnungen direkt auf der Grafikkarte möglich machen. Die Möglichkeit bestand zwar auch schon zuvor, bisher hatten jedoch die Grafikspezialisten Nvidia (CUDA) und AMD (Stream) ihr eigenes, zum jeweils anderen Ansatz inkompatibles Süppchen gekocht. Mit den "DirectX Compute Shaders" existiert nun endlich ein einheitlicher Standard, der auf der Hardware beider Hersteller funktioniert.

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... oder unnötig?

Auch Physik-Berechnungen direkt auf der Grafikkarte sind mit den "Compute Shaders" möglich. Damit begibt sich Microsoft jedoch in Konkurrenz zu den bereits etablierten Engines von Herstellern wie Nvidia (PhysX) oder Intel (Havok). Entsprechend fällt das Feedback der Entwickler aus. So meint Bernd Beyreuther von Radon Labs (Drakensang) gegenüber „Golem“, dass es derzeit noch keinen Sinn mache, Microsofts "Compute Shaders" zu unterstützen, während Windows XP noch als Plattform relevant sei. Der Vor-Vorgänger von Windows 7 verfügt nämlich nicht einmal über DirectX10 Unterstützung. Microsoft wollte damit den Absatz von Vista ankurbeln, verärgerte aber letztlich zahlreiche Spieler.

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Altbekanntes wenig verändert

Spiele-PC mit Windows 7Spiele-PC mit Windows 7 (Bild: Microsoft)Ansonsten finden Vista-Besitzer zahlreiche Features, die bekannt sind: Der Spiele-Explorer, mit dem etwa Jugendschutz-Einstellungen vorgenommen werden, ist beinahe unverändert geblieben. Neu ist nur eine Suchfunktion, die automatisch Patches zu Spielen lädt und installiert. Das Problem hierbei: Es fehlt bislang der Support durch die Hersteller von Games. Bis hier also eine umfangreiche und funktionale Datenbank aufgebaut ist, werden noch einige Monate ins Land ziehen.

Fazit

Das „Golem“-Fazit ist nüchtern: Wer Vista besitzt, kann sich die Anschaffung von Windows 7 vorerst sparen - zumindest, wenn man das Betriebssystem vorrangig als Spiele-Plattform nutzt. Die Verbesserungen sind zwar vorhanden, aber noch fehlt es an Unterstützung durch die Spiele-Industrie, etwa bei den „DirectX Compute Shaders“ oder der automatischen Patch-Funktion. Die Features von DirectX 11 sind zwar interessant, noch mangelt es aber an Games, die die Möglichkeiten der neuen Schnittstelle ausnutzen. Vorerst ist es somit wohl ratsam, abzuwarten, wie Windows 7 bei den Publishern und Entwicklern ankommt. Dringend ist die Anschaffung ohnehin nicht: Sämtliche Blockbuster des Weihnachtsgeschäfts - etwa Modern Warfare 2 oder Assassin’s Creed 2 - werden auch mit Vista zusammenarbeiten.


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