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Divinity2 Ego Draconis: Rollenspiel-Hit für PC und Xbox 360

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Test Divinity 2: Ego Draconis | Rollenspiel | PC, Xbox 360  

Drachen sollen fliegen

17.08.2009, 15:53 Uhr | Medienagentur plassma / jr, t-online.de

Divinity 2: Ego Draconis (Bild: dtp)Divinity 2: Ego Draconis (Bild: dtp)2009 ist das Jahr der großen Abenteuer: Rollenspiel-Fans lecken sich bereits die Finger nach Titeln wie Risen, Arcania: A Gothic Tale oder Dragon Age: Origins. Während diese Fantasy-Brocken aber auf sich warten lassen, macht das für für PC und Xbox 360 erscheinende Divinity 2: Ego Draconis inmitten des Sommerlochs mit Nachdruck auf sich aufmerksam. Der belgische Entwickler Larian Studios stellte bereits vor fünf Jahren mit Beyond Divinity ein beachtliches Werk auf die Beine.

Und der Nachfolger muss den Vergleich mit der Konkurrenz nicht scheuen: Ego Draconis entpuppt sich als komplexes Rollenspiel mit interessanten Charakteren, etlichen unterhaltsamen Quests und einer glaubwürdigen Spielwelt.

Seltsame Wandlung

Divinity 2 spielt in dem Fantasiereich Rivellon. Hier tummeln sich nur noch wenige Drachen, die dennoch von den Bewohnern gefürchtet werden. Daher heuern Dörfer immer wieder mächtige Kämpfer an, die die Echsen aus dem Weg räumen sollen. Der Spieler kreiert sich zu Beginn seinen eigenen Drachenjäger und verbringt die ersten Spielstunden damit, einem der Schuppentiere nachzuforschen. Genreüblich spricht der der Held spricht dazu mit den Dorfbewohnern, nimmt erste Aufgaben an und vertrimmt übungshalber Goblins, Wildschweine und Skelettkrieger. Nach und nach steigt man in der Spielstufe auf und bekommt Zugang zu neuen Fähigkeiten. Nach etlichen Spielstunden wendet sich aber das Blatt total: Der Held wechselt die Seiten und verwandelt sich in einen Drachenritter. Von jetzt an bietet er seinen einstigen Verbündeten die Stirn. Er wendet sich gegen den hinterhältigen Zauberer Damian, der danach trachtet, die Menschen Rivellons zu unterjochen.

Gedankenleser

Divinity 2: Ego Draconis (Bild: dtp)Divinity 2: Ego Draconis (Bild: dtp)Leider werden einige Zusammenhänge in Divinity 2 nur unzureichend erklärt. Diese kleineren Macken werden glücklicherweise durch die liebevolle Umsetzung der Spielwelt selbst aufgefangen: Jede Spielfigur hat etwas zu erzählen, viele Quests können auf unterschiedliche Weisen gelöst werden. Dabei leistet die dem Helden verliehene Gabe des Gedankenlesens gute Dienste. Denn in den Köpfen der Menschen stecken oftmals nützliche Informationen. So lohnt es sich immer wieder, deren Gedanken zu lauschen, anstatt gleich das Schwert zu zücken. Dies kostet den Helden jedoch wertvolle Erfahrungspunkte. Das Gedankenlesen muss also stets mit Bedacht eingesetzt werden, da man bei regem Gebrauch langsamer in der Level-Stufe aufsteigt. Leider fallen im Quest-Alltag die mangelhaften Komfortfunktionen auf: Die im oberen linken Bildschirmeck angebrachte Mini-Karte zeigt lediglich Gegner, aber wichtige Ort erst in unmittelbarer Nähe an. Der Kartenbildschirm ist aufgrund fehlender Details absolut unnütz. Lediglich aufgestellte Teleportsteine nehmen dem Spieler ein wenig Laufarbeit ab. Trotzdem fällt die Orientierung mitunter schwer.

Komplex und doch gut zugänglich

Genre-Kenner werden sich in Divinity 2 dennoch schnell heimisch fühlen. Man betrachtet wie üblich den Helden aus der Verfolgerperspektive, führt mit der linken Maustaste (PC-Version) beziehungsweise mit dem Aktions-Button (Xbox 360) Schwerthiebe und über Kurzbefehle auf der Tastatur Zaubersprüche aus. Mit jeder erledigten Quest und jedem eliminierten Gegner erhält man Erfahrungspunkte dazu, die zum Aufleveln der Spielfigur dienen. Das Charaktermodell ist frei: Hier können Fähigkeiten der verschiedenen Klassen, darunter Krieger, Waldläufer oder Priester, munter miteinander kombiniert werden. Insgesamt 50 Fähigkeiten kann man im Spielverlauf erlernen - da ist sowohl für Schwert schwingende Nahkämpfer als auch für mächtige Magier was dabei. Das Charaktermenü ist vorbildlich. Der Spieler erfährt nicht nur, was etwa ein neuer Zauberspruch bewirkt, sondern bekommt es in einem kleinen Filmchen vorgeführt. Genügen zu Beginn noch einfache Kampfaktionen, können im späteren Spielverlauf Trainer engagiert werden, die einem neue Fertigkeiten beibringen.

Die Macht der Drachen

Divinity 2: Ego Draconis (Bild: dtp)Divinity 2: Ego Draconis (Bild: dtp)Was aber trotz aller Details wie ein typisches Rollenspiel daher kommt, nimmt nach gut zehn Spielstunden eine weitere Wendung. Denn dann erhält man nicht nur Zugang zu seinem Hauptquartier - dem Drachenturm -, sondern kann sich auch in eines der schuppigen Flügelmonster verwandeln. Aus luftiger Höhe entdeckt man so manche neue Region Rivellons und flattert kurzerhand über Burgmauern hinweg. Ärgerlich: Bodeneinheiten wie Soldaten oder Goblins können nicht mit dem Feueratem des Drachens ausgeschaltet werden. Man muss sie zu Fuß besiegen. Der besagte Drachenturm fungiert als Lager. Hier kann sich der Spieler von Alchemisten einen aus Leichenteilen bestehenden Kompagnon zusammen schustern lassen - Frankenstein lässt grüßen. Es ist auch möglich, normalen Schwertern und Äxten zusätzliche magische Fähigkeiten zu verpassen. Kurz gesagt: Der Drachenturm dient als Rückzugsort und Platz, um seine Kräfte und Ausrüstung wieder zu regenerieren - sehr praktisch.

Fazit

Divinity 2: Ego Draconis ist ohne Zweifel ein tolles Rollenspiel, aber nicht frei von Designpatzern. Die mangelhafte Kartenfunktion, Logikfehler in der Geschichte und kleinere Schwächen im Kampfdesign verhindern den Super-Hit. Trotzdem überzeugt das Abenteuer-Epos aus belgischen Landen: Selten fühlte sich eine Spielwelt so lebendig an, selten wurde so viel Zeit und Mühe in die Synchronisation gesteckt. Und selten hatte man so viel zu tun. Genre-Fans werden ständig neue Regionen, neue Aufgaben und neue Gegenstände entdecken. Dafür nimmt man doch glatt kleinere Macken in Kauf.

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