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Gamescom 2009: Anreize zum Spielen setzen

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Gamescom 2009: Anreize zum Spielen setzen

19.08.2009, 13:36 Uhr | dpa

Playstation 3 Slim von Sony Playstation 3 Slim (Bild: Sony)Der Vorhang zur Gamescom 2009 in Köln war noch nicht geöffnet, da platzte Sony bereits auf die Bühne: Die Playstation 3 (PS3) werde schlanker und billiger, kündigte der japanische Hersteller am Vorabend der Computerspielemesse Gamescom in Köln an - und stahl damit der wartenden Konkurrenz erst einmal die Show. Sonys Schritt war allerdings keine Überraschung: Die Verkaufszahlen der PS3 hinken hinter der Xbox 360 von Microsoft und der Wii von Nintendo weit hinterher.

Der weltgrößte Spielehersteller Activision Blizzard drohte gar, keine Software mehr für die PS3 zu entwickeln. Die Gewinnmarge sei bei den Konkurrenten Xbox 360 und Wii einfach besser, sagte Firmenchef Bobby Kotick der Londoner "Times".

Konsole als Medienzentrale

Die neue PS3 mit dem Namen "Slim" kostet mit 300 Euro immer noch rund 120 Euro mehr als die jeweils billigste Variante der Rivalen, bietet dafür aber immerhin eine Festplatte mit satten 120 Gigabyte, die Fans etwa durch Film-Downloads von der in Deutschland ab November verfügbaren Online-Videothek füllen können. Gerade solche Multimedia-Funktionen - die es allerdings auch schon für Microsofts Xbox 360 gibt - sollen den Preis rechtfertigen.

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Neue Zielgruppen im Visier

Gamescom 2009 Spielemesse in KölnGamescom-Besucher testen Spiele (Bild: dpa)Die Computerspiele-Branche übt auf der Gamescom den Spagat und präsentiert sich einerseits so familienkompatibel wie nie - während man auf der anderen Seite einen Schwung neuer Titel mit viel Action und Geballer vorstellt, die eher Fans als Pädagogen und Eltern erfreuen dürften. Ohne Ego-Shooter und Renn-Action kommt man nicht aus. Schwertschwingende Rollenspiel-Helden und wild ballernde Monsterjäger sind keineswegs aus der Mode. "Entscheidung und Konsequenzen" waren bei Microsofts Entwickler Peter Molyneux die Schlagworte, um die neue Tiefe des Rollenspiels Fable 3 zu beschreiben. Ein Programmierer von EA bezeichnete eine neue Figur als "unvernünftig gewalttätig" - und meinte es als Lob. Doch die Kernzielgruppe - jung, männlich, schusssicher - reicht der Branche nicht mehr aus "Wir wollen neue Zielgruppen gewinnen", sagt der Chef des Branchenverbands BIU, Olaf Wolters. Senioren, Familien und ganz allgemein Gelegenheitsspieler, die bislang nur ab und zu vor dem Computer oder der Konsole sitzen, sollen angesprochen werden. Nach Erhebungen des BIU spielt rund jeder vierte Deutsche öfters. "Das heißt, 75 Prozent spielen nicht. Da gibt es noch eine Menge Potenzial", meint Wolters. Eine neue Internet-Plattform des Verbandes (www.spielen-verbindet.de) soll vor allem Nicht-Spielern Infos über Geschichte und Genres der Branche sowie über den richtigen Umgang mit Spielen geben.

Trainingskurse für Eltern

Gamescom 2009 Spielemesse in KölnGamescom-Besucher spielen Pro Evo Soccer 2010 (Bild: dpa)Den richtigen Umgang mit Spielen müssen nach Ansicht des Deutschen Kinderschutzbundes vor allem auch Eltern und Erzieher lernen. "Wenn die Erwachsenen es selber nicht können, wie sollen sie es dann an die Kinder weitergeben?", fragt der Landesvorsitzende des Kinderschutzbunds Bayern, Ekkehard Mutschler. Helfen sollen ihnen bislang in Bayern als Pilotprojekt angebotene Medienkurse, die unter Anleitung geschulter Pädagogen und Psychologen künftig bundesweit veranstaltet werden sollen. "Kinder und Jugendliche beherrschen die Medien technisch perfekt. Aber was sie nicht können, ist, mit der Masse der Inhalte und den Informationen umzugehen", sagte Mutschler. "Dafür brauchen sie die Unterstützung der Erwachsenen." Der Geschäftsführer des Branchenverbands BIU, Olaf Wolters, betonte, es gebe inzwischen technische Jugendschutzmaßnahmen. So könnten an neuen Videokonsolen Altersbarrieren und Zeitkontingente für Kinder eingestellt werden. "Die Alltagsrealität zeigt jedoch, dass technische Systeme nur eine Etappe zur Eindämmung des Problems darstellen", sagte Wolters. Ebenso wichtig sei "die Sensibilisierung und Ausbildung derjenigen, die es oft ganz alleine in der Hand haben, ihren Kindern den richtigen Umgang mit Medien näher zu bringen."

Anreize setzen

Bisherige Spiel-Abstinenzler will die Branche wie im vergangenen Jahr auch mit neuen intuitiven Steuergeräten vor die Bildschirme locken. Activision lässt Spieler für die Sportsimulation Tony Hawk: Ride ein Plastik-Skateboard benutzen, während EA ein Fitness- Programm mit einem Gummiband vermarktet, das vom Training der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bekannt ist. Auch ein ganzer Schwung von Plastikinstrumenten für die populären Musikspiele soll den Umsatz ankurbeln.


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