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Rennspiel "Colin McRae Dirt 2" für PC, Xbox 360, PS3 und Wii im Spieletest

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Test Colin McRae: Dirt 2 | Rennspiel | Xbox 360, PS3, Wii, PC  

Wenn Profis Staub schlucken

04.09.2009, 15:27 Uhr | Richard Löwenstein / vb, t-online.de

Colin McRae Dirt 2 CodemastersColin McRae: Dirt 2 (Bild: Codemasters)Von der Rennspiel-Simulation für Rallye-Piloten zur Extremsport-Veranstaltung: Die Games aus der Colin McRae-Reihe haben in den letzten Jahren ihr Gesicht sehr verändert. Diesmal laden Dave Mirra, Ken Block und andere Extrem-Rennfahrer auf Xbox 360, PS3, Wii und PC zur Wettfahrt ein. Zum Beispiel zum rasanten "Trailblazer"-Event, einer Solo-Disziplin, die den Spieler mitten durch die nordafrikanische Wüste führt. Da kein Co-Pilot mit von der Partie ist, der nützliche Hinweise zum Streckenverlauf mitteilt, muss man im Kampf gegen die Zeit die Höllenmaschine unter dem Allerwertesten ganz allein unter Kontrolle behalten. Nur wer extrem schnell ist, erhascht vielleicht noch einen Blick auf die Stoßstange des Vordermannes, der zeitversetzt gestartet ist.

60 Sachen, 120, 180 - schon auf der ersten Gerade erreicht das Auto irrwitzige, für Rallyefahrten eher ungewöhnliche Geschwindigkeiten. Schotterpiste, massive Gesteinsformationen und Grasbüschel rauschen vorbei. Eine faszinierende Kulisse, allerdings durchweg grau-braun gefärbt. Hier vorausschauend zu fahren, ist nur noch dank der stets eingeblendeten Karte möglich. Mit Hilfe der feinfühligen Steuerung und dem gut dosierbaren Gas lässt sich das Gefährt aber gut auf der Strecken halten.

Colin McRae: DiRT 2 (Copyright: Codemasters)

Bitte wiederholen...

Colin McRae Dirt 2 CodemastersColin McRae: Dirt 2 (Bild: Codemasters)Die erste richtig fiese Haarnadel-Kurve demonstriert, welche fahrerischen Herausforderungen einen in Colin Mc Rae:Dirt 2 erwarten. Wer sich beim eleganten Handbremsen-Drift verschätzt, schlittert schnell gegen die nächste Felswand. Wie eine Ziehharmonika drückt es die linke Seite des Wagens zusammen. Totalschaden, denkt man sich in den ersten Sekunden. Bis man Bekanntschaft mit dem nützlichen Feature der "Sofortwiederholung" schließt. Damit kann man das Renngeschehen einfach zurückspulen und vor Unfällen neu ansetzen. Sofortwiederholung, Hochgeschwindigkeits-Solo-Rennen durch die Wüste: Codemasters hat das neue Dirt-Spiel gründlich überarbeitet. Das Ganze erinnert an eine Mischung aus Race Driver Grid mit diversen Extrem-Sport-Events. Die Neuausrichtung funktioniert jedoch hervorragend und macht richtig Lust auf Vollgas, Drifts und weite Sprünge. Das gilt auch dann, wenn das klassische Rallye-Zeitfahren im Karriereverlauf mehr und mehr durch viele andere Spaßdisziplinen in den Hintergrund gedrängt wird.



Alles neu?

Colin McRae Dirt 2 CodemastersColin McRae: Dirt 2 (Bild: Codemasters)Da ist zum Beispiel die Disziplin namens "Gate Crasher". Sie nötigt einen dazu, dutzende Schaumstoff-Barrieren von der Straße zu rammen. Für jedes geplättete Hindernis gibt es Bonussekunden. Wer nach Überqueren der Ziellinie die meisten Restzeit vorweisen kann, ist der Sieger. Oder "Last Man Standing", hierzulande besser bekannt als Ausscheidungsrennen: Das Szenario: sechs Fahrer, eine Arena und eine gnadenlos rückwärts tickende Uhr. Nach 60 Sekunden katapultiert es den Fahrer am Ende des Feldes aus dem Rennen, dann alle 20 Sekunden den jeweils Letztplatzierten. Andere Disziplinen, etwa "Rallye Cross", "Landrush" und "Raid", kennt man in abgewandelter Form bereits aus dem ersten Dirt. Neu ist hingegen das System, um im Spiel Fortschritte zu erzielen: Für nahezu alle Rennleistungen kann man Erfahrungspunkte kassieren, auch ein trostloser letzter Platz bei einem Baja-Landrush-Event in Kalifornien wird mit einigen Punkten belohnt. n der ersten von insgesamt drei Rennklassen sind es immerhin 250. Für höhere Platzierungen gibt es natürlich entsprechend mehr. Liegen genug Punkte auf dem Gesamtkonto, steigt der Fahrer einen Erfahrungslevel auf und schaltet so nach und nach weitere Örtlichkeiten, Events, Fahrzeuge, Lackierungen und andere Extras frei.

Fazit

Die Technik gibt sich tadellos: Rucken, Zeilenversatz, Popups - alles kein Thema. Die Eindeutschung ist gut gelungen, jedes Element in der Menüführung ist stilsicher übersetzt. Weniger gut: der mit knapp über 30 Autos recht klein geratene Fuhrpark. Hummer, Mitsubishi und Subaru sind vorhanden, aber keine Boliden der WRC-Rallye-Weltmeisterschaft aus dem Hause Ford, Citroën und Peugeot. Dennoch katapultieren Optik, Sound und Atmosphäre einen direkt auf die Piste, und das Erfahrungssystem treibt den Fahrer Runde um Runde an. Der verstorbene Namensgeber Colin McRae hätte dem spiel sicherlich seinen Segen gegeben. Und die Rennspielkonkurrenz von Need for Speed & Co. muss sich warm anziehen.



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