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"Venetica" für Xbox 360 im Spieletest: Neues Action-Rollenspiel ist zum Sterben schön

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Test Venetica | Action-Rollenspiel | PC, Xbox 360  

Zum Sterben schön

08.09.2009, 09:28 Uhr | Medienagentur plassma / jr, t-online.de

Venetica (Bild: Deck 13)Venetica (Bild: Deck 13)Eigentlich ist das Frankfurter Entwickler-Team von Deck 13 auf atmosphärische PC-Adventures spezialisiert. Aus ihrer Feder stammen tolle Abenteuer wie Ankh, das 2005 mit dem Deutschen Entwicklerpreis für das beste deutsche Spiel ausgezeichnet wurde. Jack Keane wurde 2007 zum besten deutschen Adventure gekürt. Nun wagt Deck 13 einen Genre-Wechsel hin zum Rollenspiel: Venetica für PC und Xbox 360 kann aber trotz aller Anleihen bei der Gothic-Reihe seine Herkunft nicht verhehlen. Tolle Dialoge und fantasievolle Charaktere machen das Rollenspiel zu einer echten Alternative zu Arcania oder Risen.

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Venetica (Copyright: dtp)
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Der Überfall

Venetica beginnt emotional und packend wie kaum ein anderes Rollenspiel: Das kleine Dorf San Pasquale wird von Assassinen angegriffen. Bei dieser Attacke wird auch der mutige Ritter Benedict getötet, als er seine geliebte Scarlett vor den Unholden beschützen möchte. Die junge Frau fällt in Ohnmacht. In ihren Träumen erscheint ihr Gevatter Tod und gibt ihr den Auftrag, den "Untoten Fürsten" auszuschalten, der für den Anschlag verantwortlich zeichnet. Scarlett erhält dazu einige dunkle Kräfte, die ihr im Kampf gegen die Übermacht helfen sollen. Dreh- und Angelpunkt des Geschehens ist dabei - wie es der Spieletitel schon verrät - die italienische Metropole Venedig. In der geheimnisvollen Lagunenstadt muss Scarlett allerlei Abenteuer überstehen und Rätsel lösen, ehe es zum finalen Showdown kommt.



Zwischen Leben und Tod

Venetica (Bild: Deck 13)Venetica (Bild: Deck 13)Venetica spielt sich zunächst wie jedes andere Rollenspiel. Der Spieler steuert die schöne Heldin aus der Verfolgerperspektive, schwingt mit der linken Maustaste das Schwert und ruft über Tastenkürzel Heiltränke und Spezial-Manöver auf. Für ausgeschaltete Widersacher erhält Scarlett Erfahrungspunkte, mit denen sie ihre Fähigkeiten steigern kann. Neben den vier Eigenschaften Kraft, Weisheit, Konstitution und mentale Kraft stehen zwei umfangreiche Fähigkeitenbäume zur Verfügung. Bei verschiedenen Meistern erlernt Scarlett neue Fertigkeiten wie etwa Schlagkombinationen. Der eigentliche Clou von Venetica ist allerdings Scarletts enge Verbindung mit dem Tod. Auf Tastendruck kann sie in eine düstere Zwischenwelt eintreten und dort an Gegnern vorbei schleichen oder erhält an bestimmten Punkten Informationen und Unterstützung von verstorbenen Seelen. Weiterhin finden auch die Bosskämpfe in der Welt der Toten statt. Denn nachdem die finsteren Gesellen ihre sterbliche Hülle abgelegt haben, zeigen sie in der Welt der Dunkelheit erst recht ihr monströses Gesicht.

Rollenspiel mal anders

Im Gegensatz zu anderen Rollenspielen setzt Venetica weniger auf das Sammeln von Gegenständen, sondern vielmehr auf das Kämpfen und das Erledigen von Aufträgen. Das Kampfsystem hat dabei Stärken und Schwächen. Auf der einen Seite ist die Steuerung sehr eingängig und die Fähigkeitenbäume übersichtlich genug. So ist es kaum möglich, seinen Charakter in eine Sackgasse zu fahren. Vielmehr funktioniert das Rollenspiel-System hervorragend und motiviert mit neuen Fähigkeiten über Stunden hinweg. Das Kampfsystem selbst allerdings ist sehr actionbetont: In vielen Gefechten klickt man einfach nur wild auf den Tasten herum, bis der Gegner zu Boden sinkt. Daran ändern auch Defensivmanöver wie das Wegrollen nichts. Zudem steht Scarlett allzu oft einer großen Überzahl gegenüber. Dadurch geht die Übersicht teilweise verloren. Wird die Heldin einmal umzingelt, ist der Tod kaum abzuwenden. Glücklicherweise kann Scarlett aber nicht richtig sterben: Solange sie über genug finstere Energie verfügt, taucht sie beim virtuellen Ableben nur kurz in der Schattenwelt unter. Hier kann sich der Spieler kurz zurück ziehen und anschließend mit frischen Kräften den Kampf erneut aufnehmen.

Trotz Macken schön anzusehen

Venetica Action-Rollenspiel dtpVenetica (Bild: dtp)Venetica ist zweifellos ein echter Hingucker. Die Metropole Venedig glänzt mit lebendigen Marktplätzen und dynamischen Tages- und Nachtwechseln. Die Menschen führen ein alltägliches Leben - sie arbeiten am Tag und ziehen sich nachts zurück. Während der vielen toll synchronisierten Dialoge fallen zudem die äußerst gelungenen Gesichtsanimationen der Spielfiguren auf. Trotz des stilisierten Comic-Looks wirken die Charaktere lebendig und glaubwürdig. Allerdings haben diese technischen Finessen auch ihren Preis: Venetica ist äußerst Hardware-hungrig und bedarf eines leistungsstarken Rechners. Zudem kam es während des Tests immer wieder zu Problemen: Das Spiel stürzte einige Male ab. Grafikfehler in Zwischensequenzen und matschige Texturen schmälern den Spielspaß ebenfalls streckenweise.

Fazit

Venedig ist immer eine Reise wert, auch wenn dort der Tod lauert: Venetica für PC und Xbox 360 ist ein fantastisches Abenteuer mit gelungenen Charakteren und einer spannenden Geschichte. Leider ist die Technik derzeit noch ein wenig instabil. So kann es auf manchen Systemen zu Abstürzen und Grafikfehlern kommen. Wer sich mit diesen kleinen Schwächen und einem sehr actionlastigen Kampfsystem anfreunden kann, der wird mit 30 bis 40 Stunden Rollenspielspaß belohnt.



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