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Sonys neuer Handheld: Die PSP Go im Test

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Sony greift Apple an

01.10.2009, 14:07 Uhr | Richard Löwenstein / tz, dpa

Sonys neuer Handheld: Die PSP Go im Test. PSP Go Handheld Konsole von Sony

PSP Go (Bild: Sony)

Sony gegen Apple, Playstation Store gegen iTunes - heißt so die neue Front bei den Online-Shops? Tatsache ist, dass Sony künftig auf reinen Online-Vertrieb setzt. Und das Vorzeige-Projekt für dieses Vorhaben ist die neue mobile Spielkonsole PSP Go. Sie verwendet keinen Datenträger mehr, sondern setzt auf Download-Inhalte. Ein komplett neues Gerät darf man dennoch nicht erwarten, denn die Technik gleicht der der bekannten PSP. Die Ausstattung? In der Verpackung liegen PSP Go, Netzteil, Ladekabel, ein mehrsprachig gedrucktes Handbuch und die PC-Software Media Go. Dann der erste Kontakt mit dem Handheld: Er sieht mit seiner Piano-Lack-Optik schick und edel aus und wiegt nur zirka 160 Gramm. Also klein und leicht wie ein iPhone und genauso anfällig für Kratzer, Fingerfett und Abdrücke. Mit leichtem Druck lässt sich der Bildschirm aufschieben. Darunter offenbaren sich Steuerkreuz, Aktionstasten und Ministick.

UMD ist passé

Das UMD-Laufwerk jedoch ist wegrationalisiert. Sonys neues Handheld lässt sich ausschließlich mit Download-Software aus dem Playstation Store betreiben. Zum Sichern der Software stehen 16 Gigabyte interner Speicher zur Verfügung. Wenn allein Spiele wie Gran Turismo ein Gigabyte belegen, wird das bald knapp. Und wie kommen die Games nun auf die PSP Go? Nur per WLAN. Bluetooth ist zwar an Bord, nimmt aber nur Verbindung mit Headsets und Playstation-3-Controllern auf. Auch mit dem PC darf man sich verbinden, auf diesem Weg lassen sich aber nur Bild-, Musik- und Filmdateien übertragen. Und warum ein derart auf Mobilität und Downloads geeichtes Gerät wie die PSP Go nicht per UMTS/HSDPA-Mobilfunk Daten laden mag, erschließt sich kaum. Mal eben während einer Auto- oder Bahnfahrt ein neues Game laden oder einen Film streamen, das wäre doch schön gewesen. Hier setzt Apple auf die bessere Technik.

Neue Anordnung

Auch die Anordnung der Tasten für Lautstärke, Stummschaltung, An/Aus/Bereitschaft oben am Gehäuse wirkt unorthodox, weil sie bei geöffnetem Display nicht zu sehen sind. Kritik verdient außerdem das Layout der Gaming-Tasten: Der Analogstick findet sich nicht mehr unter, sondern rechts neben dem digitalen Steuerkreuz. Das dürften Besitzer der Standard-PSP ungewohnt finden. Aufgrund der dünnen Struktur und dem weit hinten liegenden Schwerpunktes schmiegt sich das Gerät weniger gut in die Handfläche als die Standard-PSP, es neigt außerdem zum Wegkippen. Die flachen Feuertasten mit ihrem sanften Druckpunkt hingegen fassen sich gut an; und im Praxistest mit diversen Games zeigt sich, dass die anfänglich Verkrampfung auch bei PSP-Kennern nach einer halben Stunde merklich nachlässt. Speicher erweitern? Klappt bequem, aber nur mit neuen Speicherkarten im M2-Format. Die gewohnten Memory Sticks passen nicht mehr. Eine Batterieladung hält knapp fünf Stunden, also nur unwesentlich länger als bei der Standard-PSP.

Was wir mögen

Die PSP Go ist deutlich kleiner, handlicher und leichter als die alte PSP. Und sie ist mit nahezu identischen Leistungs-Merkmalen ausgestattet. Das edle Design und die solide Verarbeitung bieten ebenfalls kaum Anlass zur Kritik. Auch das Display wurde verbessert und zeigt Bilder nun mit mehr Brillanz und sichtbar höheren Kontrasten. Die Bildqualität entspricht etwa der des iPhone, und ist deutlich besser als beim Konkurrenzprodukt Nintendo DS. Diesem Gerät hat die PSP Go außerdem überlegene Sound- und Grafik-Fähigkeiten voraus.

Was wir nicht mögen

Das fehlende UMD-Laufwerk macht es unmöglich, geliehene PSP-Software auszuprobieren. Der Download von Spiele-Software klappt erst nach der Anmeldung beim Playstation Store und Preisgabe der eigenen Identität. Außerdem gibt es keinen Mini-USB-Anschluss mehr, und der Multi-Ausgang für Strom und TV-Out ist gewandert - wer eine vorhandene PSP-Kamera betreiben will, braucht deshalb extra einen Adapter. Auch für den Betrieb an einem Fernseher braucht die PSP Go neues Zubehör.

Fazit

Die Hardware ist fast identisch, beim Preis zeigen sich hingegen deutliche Unterschiede: Das Vorgänger-Modell ist  mit rund 160 Euro wesentlich preiswerter, die PSP Go lässt sich Sony mit 250 Euro bezahlen. Kurz: Die neue Hardware kann nichts wirklich besser, ist aber spürbar mobiler und kompakter. Und bei einer Hosentaschen-Konsole könnte das für manchen Spieler zum entscheidenden Kriterium werden. Ob das allerdings reicht, um an den Erfolg von Apples iPhone und iPod Touch anzuknüpfen, ist allerdings ungewiss.

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