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Spiele-Rekorde: Höher, schneller, größer, weiter

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Rekordverdächtige Videospiele  

Höher, schneller, größer, weiter

05.10.2009, 16:33 Uhr | Richard Löwenstein / jr, t-online.de

Rekord-Spiele: Höher, schneller, größer, weiterRekordverdächtige Spiele (Bild: Rockstar, Blizzard, Gearbox / Montage: t-online.de)

11 Millionen Mitspieler, 3.166.880 Waffen, 800 Autos in einer Garage: Videospiele stecken voller Rekorde und Superlative. Leistungsstarke PC und Hightech- Spielekonsolen bereiten die virtuellen Welten immer detailreicher, farbenfroher und lebensechter auf. Und trotzdem sind etliche Rekorde schon seit 25 Jahren ungebrochen - zum Beispiel, dass die Weltraum-Simulation Elite acht Galaxien mit mehr als 2000 Planeten in nur 64 Kilobyte Speicher komprimiert. Einige Rekorde lassen sich im Guinness World Records Gamers Edition 2009 nachschlagen; viele sind aber nur Insidern bekannt.


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Wer sie entlarven will, muss geduldig sein und viel spielen. Wer weiß zum Beispiel schon, dass das Actiongame Lego Star Wars - Die komplette Saga mit 160 spielbaren Figuren den Rekord für die meisten spielbaren Heldenfiguren hält? Oder das der US-Schauspieler Harrison Ford der Mensch ist, dessen Filmfiguren am häufigsten als Spiel umgesetzt wurden?

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Fifa 10 (Montage: Gamesload)

Fifa 10 (Montage: Gamesload)

861 Synchronsprecher

Grand Theft Auto 4 (Bild: Reuters)Auch Rockstars Gangster-Epos Grand Theft Auto 4 (GTA 4) hält einen Rekord: Hier sorgen 861 professionelle Sprecher für stimmungsvollen Gangster-Slang, darunter Promis vom Schlage eines Karl Lagerfeld oder Iggy Pop. Manche Produktionen beeindrucken dagegen durch Langlebigkeit - Ultima Online zum Beispiel. Das Rollenspiel ist seit 1997 ununterbrochen online und darf sich daher das langlebigste Onlinespiel der Welt nennen. Über die Hintergründe der meisten technischen Rekorde kann man nur spekulieren, aber natürlich machen sich beeindruckende Zahlen auf der Packung immer gut. Niemand will den Käufern weniger bieten als bei der Konkurrenz, Masse statt Klasse scheint das vorherrschende Motto zu lauten. Mittlerweile ist der technische Aufwand für ein Computer- oder Videospiel enorm hoch und Produktionskosten in Millionenhöhe keine Seltenheit. Und es ist gerade die Masse, die am meisten Zeit, Geld und Arbeit verschlingt. Die 800 verschiedenen Autos, die man in Gran Turismo kaufen und fahren kann, sind ein extremes Beispiel. Schließlich dauert allein das Design eines einzigen Fahrzeuges mehrere Tage.



3.821 Sammelobjekte

Doch diese Vielfalt ist gewollt. Denn sie bietet Anlass, sich auch dann noch mit einem Videospiel zu befassen, wenn das Finale längst erreicht ist. Kein Mensch braucht 3.821 sammelbare Gegenstände im Geschicklichkeitsspiel Donkey Kong 64 für das Nintendo 64-System. Aber zu wissen, dass sie irgendwo versteckt liegen und dass man sie finden kann - das weckt den Ehrgeiz der Jäger und Sammler und bindet den Mensch solange an das Spiel, bis die Nachfolge-Produktion im Handel ist. Ein weiterer Grund für mehr Fahrzeuge, Waffen, Strecken und Heldenfiguren: Viele Spiele werden ans Limit der Hardware von PC, Xbox 360 und Playstation 3 programmiert. Ab einem bestimmten Punkt geht es nicht mehr besser, bunter oder schneller. Da muss dann in die Breite gebaut werden, die Masse macht's. Einschränkungen gibt es dann nur noch beim Speicherplatz von Disk oder Festplatten.

Fazit

Die Devise für die Zukunft ist die gleiche wie bisher: Vorwärts immer, rückwärts nimmer. Denn an einem einmal aufgestellten Rekord werden alle nachfolgenden Produkte gemessen. Wer nicht zurück stehen will, muss sich anpassen, muss wenigstens das Gleiche bieten. Aber nicht immer geht das Konzept auf. Wenn die inneren Werte nicht stimmen, wenn Inhalt und Gameplay keinerlei Ausstrahlungskraft entwickeln, dann interessiert sich auch niemand für rekordverdächtige Ausstattung. Manchmal ist daher weniger mehr.

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