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"WoW": Abstruse Diskussion um Braufest

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Abstruse Diskussion um Braufest in "WoW"

06.10.2009, 08:42 Uhr | tz

WoW Online-RollenspielWorld of Warcraft (Bild: Blizzard)

Zusammen mit dem Oktoberfest in München ging am vergangenen Wochenende auch das zeitgleich in World of Warcraft stattfindende "Braufest" zu Ende, welches sich die reale Wiesn zum Vorbild nimmt. Im Gegensatz zum Original stößt das virtuelle Fest allerdings nicht überall auf ein positives Echo. Der Stein des Anstoßes: Spieler des Online-Rollenspiels erhalten nach Angaben der "Borkener Zeitung" unter anderem die Aufgabe, einen 65 Meter hohen Fall zu überleben, während die eigene Spielfigur dabei völlig betrunken ist. World of Warcraft besitzt nach offizieller Einstufung der USK eine Freigabe ab zwölf Jahren. Das "Braufest" unterlaufe damit die geltenden Jugendschutzgesetze und ermuntere Jugendliche zu übermäßigem Alkoholkonsum - das behauptet zumindest Christa Merfert-Diete vom Verein "Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen" in Hamm.


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World of Warcraft (Montage: Gamesload)

Werte infrage gestellt

Das Argument, bei World of Warcraft handele es sich um eine rein virtuelle Welt, lässt Merfert-Diete nicht gelten, da auch "Werte aus der realen Welt infrage gestellt" würden. Damit würden geltende Gesetze unterlaufen und die Gefahren übermäßigen Alkoholkonsums verharmlost. Ähnlich auch die Einschätzung des Bundesfamilienministeriums: "Aus Sicht des Kinder- und Jugendschutzes sind jegliche Angebote mit der Botschaft 'Saufen, um zu gewinnen' sehr kritisch zu sehen“, sagte ein Sprecher des Ministeriums gegenüber der "Borkener Zeitung".

"WoW gefährlichstes Spiel auf dem Markt"

Noch radikaler die Ansichten des Leiters des kriminologischen Forschungsinstituts in Niedersachsen, Prof. Christian Pfeiffer. Für den bekannten Spiele-Kritiker ist das Online-Rollenspiel "das gefährlichste Computerspiel, das auf dem Markt ist“. Es verharmlose nicht nur den Alkohol, sondern verherrliche gleichzeitig auch Gewalt. Trotz der Ansage des WoW-Betreibers Blizzard künftig "alkoholnahe Spielsequenzen" aus dem Spielgeschehen zu entfernen, bleibt Pfeiffer bei seiner Forderung WoW eine Altersfreigabe ab 18 Jahren zu erteilen. Ein entsprechendes Rechtsgutachten im Auftrag der Bundesländer Bayern und Niedersachsen soll noch in diesem Jahr vorliegen.

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