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Simulations-Spiele: Die Faszination des Alltäglichen

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Simulationen in Computer- und Videospielen  

Die Faszination des Alltäglichen

08.10.2009, 11:25 Uhr | Medienagentur plassma / tz, t-online.de

Simulations-SpieleSimulations-Spiele (Bild: NBG)

Günther W. ist ein deutscher Durchschnittsbürger. Er arbeitet in einer Bank, schaut am Wochenende gerne Fußball, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Doch sein Hobby löst immer wieder Verwunderung bei Familie und Freunden aus. Er sitzt stundenlang vor dem Rechner und spielt Simulationen. Mal steuert er einen Bagger, dann kümmert er sich um virtuelle Züge oder er reißt Häuser ein. Damit ist er nicht allein: Tausende von PC-Spielern beschäftigen sich mit Simulationen. Worin liegt die plötzliche Faszination für das Genre?


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Simulations Special (Montage: Gamesload)

Alles wird simuliert

"Jeder kennt Bagger oder hat Holzfällern und Feuerwehrmännern schon einmal bei der Arbeit zugeschaut. Gerade Männer finden solche Berufe ungemein interessant, aber nur wenig üben sie aktiv aus. Die Simulationen sind für mich eine Möglichkeit, dies nachzuholen", erklärt Günther W. sein Faible für Berufssimulationen. In den vergangenen Jahren haben Titel wie Landwirtschaftssimulator 2008, Kran-Simulator 2009 oder Bus-Simulator 2009 beachtliche Erfolge erzielt. Allein der Landwirtschaftssimulator 2009 verkaufte sich in Deutschland mehr als 250.000 Mal und wird nun auch nach Nordamerika und Japan exportiert. Wurde der Markt über lange Zeit von dem Gladbacher Vertrieb Astragon dominiert, drängen sich immer mehr Mitkonkurrenten in die Simulatoren-Szene. Besonders UIG Entertainment versucht derzeit, mit einer wahren Schwemme an Titeln wie Bungee-Jumping Simulator oder Rangier Simulator seine Position zu festigen. Sämtliche Spiele sind dabei im unteren Preissegment zwischen 15 und 30 Euro angeordnet, so auch das Game Holzfäller Simulator. Dadurch sind sie für jedermann erschwinglich und deutlich preiswerter als vergleichbare Produkte für Hardcore-Spieler, die preislich im Bereich zwischen 50 und 70 Euro liegen.

 

Das Kind im Manne

Die besagten Titel aber als klassische Spiele zu kennzeichnen, das wäre sicherlich übertrieben. Denn Simulationen stellen ihre Nutzer vor andere Anforderungen als etwa ein Action-Adventure oder gar ein Ego-Shooter. Die Aufmachung von Simulatonsspielen ist in der Regel spartanisch. Die Grafik beschränkt sich zumeist auf die bloße Wiedergabe der Realität, von Detailreichtum kann keine Rede sein. Im Gegensatz zu Vollpreis-Spielen wie etwa Silent Hunter 5 wirken die Simulationsspiele daher geradezu altbacken. Außerdem beschränken sich auch die Missionen auf das Wesentliche. Beim Bus-Simulator 2009 fährt man eben Bus - ohne wenn und aber. Adrenalin-Junkies oder ungeduldige Naturen werden daher schnell den Spaß an den Simulatoren verlieren. "Die Faszination steckt in der möglichst exakten Nachahmung der Wirklichkeit. Wenn ich einen Bus fahre, dann soll das Cockpit bitteschön auch so aussehen, und der Bus muss sich schwerfällig fahren“, sagt Günther. Man sollte sich also vorher gut überlegen, ob man der Typ Spieler ist, der auf Effektfeuerwerke und Nonstop-Action verzichten kann. Denn nur dann wird man auch Spaß am Mähen von Feldern oder dem Fahren eines Gabelstaplers haben.


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