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"Forza Motorsport 3" für Xbox 360: Rennspiel mit 100.000 PS

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Test Forza Motorsport 3 | Rennspiel-Simulation | Xbox 360  

Rennspiel mit 100.000 PS

22.10.2009, 12:04 Uhr | Richard Löwenstein / jr

"Forza Motorsport 3" für Xbox 360: Rennspiel mit 100.000 PS . Forza Motorsport 3 (Bild: Microsoft)

Forza Motorsport 3 (Bild: Microsoft)

In dieser Rennspiel-Simulation steckt richtig was drin. Wie viel, das zeigt ein Blick in den Statistikteil. Nach zwei Stunden intensiver Beschäftigung zeigt der, das gerade mal 1,5 Prozent der Karriereleiter erklommen sind. Eine echte Wundertüte also, dieses Forza Motorsport 3 für die Xbox 360. Der US-Hersteller Turn 10 bringt hier über 400 Flitzer auf 100 Rennstrecken an den Start. Mehr als 50 Hersteller sind mit ihren Kompaktwagen, Supersport-Boliden und Rennautos vertreten, alle voll lizenziert. Rein rechnerisch kommen da locker 100.000 PS zusammen.

Diese Datenmenge passt nur auf zwei DVDs. Die wollen erstmal auf der Festplatte der Xbox 360-Konsole installiert werden. Blöd für Besitzer einer Xbox 360 Arcade ohne Festplatte: Sie müssen auf 104 Autos und 29 Strecken verzichten, darunter auch die legendäre Nürburgring-Nordschleife. Auch der neckische Videoeffekt beim Zurückspulen der Zeit fehlt.

Fahrhilfen

Ungeduldige können gleich ein schnelles Rennen starten. Dafür steht jedes Fahrzeug und jede Strecke bereit. Härter wird es im Karrieremodus: Die vor dem Start gestellte Frage nach der Einschätzung des eigenen Fahrkönnens - Untrainiert, Geübter, Profi - wirkt sich unmittelbar auf den Schwierigkeitsgrad aus. Und auf die Fahrhilfen, darunter solche, wie man sie aus dem Vollgas-Genre so bisher nicht kannte. Auf Wunsch nimmt einem das Spiel fast alles ab, sogar eine Bremsautomatik gibt's. Dann muss man nur noch lenken und beizeiten das Gas lösen - und brennt locker schnelle Runden auf den Asphalt. Trotzdem hat man nie den Eindruck, der Willkür eines übereifrigen Assistenz-Systems ausgeliefert zu sein. Forza 3 gibt einem als Pilot stets das Gefühl, dass man alles unter Kontrolle hat und durch gekonnten Umgang mit Lenkung, Gas und Bremse was reißen kann.

Asphalt-Akrobatik

Und was für eine Lust ist es, in Forza Motorsport 3 über Bordsteine zu rattern, das Auto in die Kurve zu werfen, auf Kuppen mit Gas und Analogstick zu balancieren. Genial, vor allem am anderen Ende der Schwierigkeitsskala, wo Könner alle Details inklusive Handschaltung und Kupplung eigenhändig kontrollieren. Die KI spielt mit, indem sie dafür sorgt, dass die Computergegner keineswegs perfekt fahren, sondern sich auch mal verbremsen und mit Karacho in die Leitplanke rauschen. Doch die Gegner legen Runde um Runde zu, reagieren bald auf die Aktionen des Spielers. Das hat hoch spannende Positionskämpfe zur Folge. Prima, dass das Schadensmodell, selbst wenn es voll aktiv ist, nicht jeden Blechkontakt gleich mit Totalausfall ahndet.

Was wir mögen

Im Vergleich mit dem Vorgängerspiel wirkt Forza Motorsport 3 attraktiver, lebendiger, näher dran an der Realität. Dazu der Kick des extremen Tempos, der flüssige Grafikaufbau mit 60 Bildern pro Sekunde. Mit GT-Sportgerät über die Nordschleife reiten, das ist fast schon rauschhaft.

Was wir nicht mögen

Der Sound hält nicht immer Schritt. Vier-, Fünf- oder Achtzylinder sind zwar akustisch unterscheidbar, dennoch fehlen Details: das Abblasen des Pop-Off-Ventils bei Gaswegnahme; das nervöse Kreischen des Differentials; die Unterschiede zwischen Saug- und Turbo-Motoren. Und die Musik? Lässt sich zum Glück abschalten.

Fazit

Trotz aller Qualitäten ist Forza Motorsport 3 nicht ganz fehlerfrei. Kritik verdient etwa die mangelnde Anpassung an hiesige Gegebenheiten: Etliche deutsche Marken sind als Rechtslenker ausgeführt, und statt von 0 auf 100 liefert die Beschleunigungsstatistik Werte von 0 bis 97. Aber es gibt auch Grund zur Freude, vor allem aus deutscher Sicht. Die schöne Nachbildung der Nordschleife lädt zum Räubern ein, und ein Großteil des Fuhrparks wird von dem Marken Audi, BMW, Ford, Mercedes und Opel gestellt. Letzten Endes ist das hier momentan das Nonplusultra, nicht nur auf der Xbox 360. Schick, fahrbar, und aufgrund seiner ausladenden Ausstattung frühestens in wochenlanger Raserei komplett durchgespielt. Start frei.


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