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Online-Rollenspiele: Bayerische Lehrer gegen "WoW"

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Bayerische Lehrer gegen "WoW"

28.10.2009, 15:16 Uhr | dpa / vb

World of Warcraft (Bild: Blizzard)

Bayerns Pädagogen machen gegen Online-Rollenspiele mobil. In einem Seminar und über eine Broschüre, die der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) anbietet, werden Eltern und Pädagogen auf die Gefahren von MMOGs hingewiesen. Zunächst kann ein 300 Euro teures Seminar gebucht werden, das sich vorrangig World of Warcraft widmet.

Zusammenarbeit mit umstrittenem Kriminologen

Darüber hinaus vertreibt der BLLV eine Zeitschrift, die in sieben Punkten auf die Gefahren der Games hinweisen soll. Die Antworten auf Fragen wie "Stellt Ihr Kind, wenn es nachhause kommt, zuerst den Computer an?" sollen als Indikatoren für Sucht gelten. Obwohl man eingesteht, dass Spiele und Lernsoftware heute selbstverständlich sind, warnt man vor Abhängigkeiten. Laut BLLV sind 2,7 Prozent aller 15-Jährigen computersüchtig, drei Prozent gelten als gefährdet. Diese Zahlen sind nicht neu und kommen nicht von ungefähr. Lieferant ist das "Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen2 (KFN). Dessen Leiter Christian Pfeiffer hat schon in der Vergangenheit verschiedene Erhebungen vorgelegt, die von anderen Wissenschaftlern wegen der umstrittenen Methodik teils heftig kritisiert wurden.



Parallelen zur Zigarettenindustrie?

Wie schon in der Vergangenheit ist auch dieses Mal World of Warcraft der Stein des Anstoßes. Die Spieleindustrie würde das Suchtpotenzial des Blizzard-Titels gering reden, worin der BLLV Parallelen zur Zigarettenindustrie sieht. Die Folgen: Computerspielsüchtige Kinder vernachlässigten nicht nur die Schule, sondern zögen sich auch aus dem Familienleben zurück. Deshalb nehme die Anzahl der desinteressierten, im Unterricht abwesenden Schüler zu. Auch Christian Pfeiffer kam jüngst in einer Untersuchung zu dem Schluss, dass WoW der "größte Leistungskiller" sei und daher mitverantwortlich dafür, dass weniger Jungen als Mädchen das Abitur schaffen. Blizzard oder Branchenverbände wie der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) haben bislang keine Stellungnahmen zu den BLLV-Aktionen abgegeben. Bei zurückliegenden Attacken hatte Blizzard aber zurecht darauf hingewiesen, dass Eltern ihren Kids über die WoW-Bedienoberfläche Spielzeitkontingente zuweisen können.

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