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Apple iPad: Angriff auf Nintendo & Co.?

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Apple iPad: Angriff auf Nintendo & Co.?

17.05.2010, 00:00 Uhr | jr

Apple iPad: Angriff auf Nintendo & Co.?. Apple iPad  (Bild: Apple )

Apple iPad (Bild: Apple )

Es sieht aus wie ein iPhone im XXL-Format. Man kann damit surfen, Filme gucken, mailen und eBooks lesen. Und spielen, wie EA’s Probefahrt mit "Need for Speed" während der Produktpräsentation von Apple-Chef Steve Jobs eindrucksvoll bewies. Mit seinem riesigen Bildschirm ist das iPad für Games prädestiniert. Doch ist Apples neues Wunderprodukt tatsächlich für Spieler so interessant, dass bei den "Mobile Gaming"-Platzhirschen Nintendo und Sony die Alarmglocken läuten müssten?

Software-Basis

Das iPad basiert auf dem iPhone-Betriebssystem und kann damit von Haus aus Games starten, die für das iPhone und den iPod Touch programmiert wurden. Diese Spiele werden entweder auf die größere Bildschirmfläche des iPad mit seinem 19-Zentimeter-Bildschirm (IPS-Panel mit LED-Backlight und einer Auflösung von 1024 x 768 Pixel) auf Fullscreen-Auflösung hoch skaliert oder in einem Fenster ausgeführt. Da Apple nach der Produktpräsentation umgehend das passende Software-Entwicklungspaket für das iPad freigegeben hat, dürften sehr schnell die ersten nativen iPad-Games auf den Markt kommen.

Hardware-Power

Die Hardware-Voraussetzungen für attraktives Gaming sind gegeben. Als Prozessor kommt der von Apple entwickelte 1-GHz-Prozessor "A4" zum Einsatz, der dem ersten Eindruck nach sehr flott zu Werke geht. Das Gewicht von 680 Gramm (730 Gramm für die iPad-Version mit UMTS) und die von Apple versprochene Batterielaufzeit von zehn Stunden sollten so dimensioniert sein, dass einem als Gamer unterwegs weder Kraft noch Saft ausgehen. Freilich ist unklar, wie sehr intensive 3D-Spieleaction sowie das leichte Vibrieren des iPads als Reaktion auf Benutzereingaben am Kraftspeicher nagt. Das Gerät verfügt über Lautsprecher, einen Mikrofoneingang sowie eine Bluetooth-Funkverbindung. Was fehlt, ist eine Kamera und leider auch der für Gaming-Peripheriegeräte als Standard dienende USB-Anschluss. Apple plant aber, diesen als externen Adapter (iPad Camera Connection Kit) nachzurüsten.

Keine Platzprobleme

Wie die spektakuläre Need for Speed-Verfolgungsfahrt mit der per Fingertipp einblendbaren Rückspiegelsicht zeigte, kann man das iPad dank der integrierten Beschleunigungs- und Neigungssensoren bei Rennspielen prima als Lenkrad benutzen, mit dem man seinen Wagen über die Piste scheucht. Durch die größere Bildschirmfläche lassen sich aber auch Spielgenres, die komplexer strukturiert sind und deren Bedieninterface nach Menüs und Buttons verlangt, gut auf dem iPad umsetzen. Dass das iPad dagegen mit dem Flash-Format nichts anfangen kann, ist ein echtes Desaster: Gestreamte kann man sich damit so ziemlich abschminken.

Bestückung via App-Store

Vertrieben wird das Ganze wie gewohnt über den via iTunes-Software anzusteuernden App-Store. Die Übertragung der Spiele-Apps funktioniert wie gewohnt. Das iPad wird über WiFi oder UMTS ins Internet gebracht, dort mit iTunes synchronisiert - fertig ist der Lack. Dieselbe Methode wird auch bei den iPad-Vollpreisspielen angewendet werden.

Das sagen die Spiele-Experten

Dass das iPad im Segment "Mobiles Spielen" interessante Möglichkeiten bietet, haben die Hersteller und Publisher natürlich auf dem Radar. "Ich war wirklich beeindruckt von den Demos. Ich war überrascht, wie gut sie waren, auch wenn die Entwickler nur wenige Wochen Entwicklungszeit hatten. Ich glaube, das iPad wird großartig für Gaming, und ich gehe davon aus, dass viele Games von der Form des iPad Gebrauch machen“, sagte Mark Rein, Chef von Epic Games, im Interview mit dem Fachmagazin "Kotaku.com". Damit das iPad als Spielgerät Erfolg hat, ist es aber unabdingbar notwendig, dass Third-Party-Entwickler in ausreichender Zahl und Qualität Games anliefern. Darauf verweist auch der EEDAR (Electronic Entertainment Design and Research)-Analyst Jesse Divinch: "Wenn das iPad als ernstzunehmende Gaming-Plattform angesehen werden will, ist die Unterstützung der großen Publisher wichtig. Diese hingegen müssen davon überzeugt werden, dass sich iPad-Spiele verkaufen.“

Fazit

Die Stärken des Geräts liegen klar im Freizeit- und Luxusbereich. Ob der iPad auch als Spielgerät reüssiert, hängt davon ab, ob Apple es schafft, über den Casual-Bereich hinaus Spiele anzubieten, bei denen Gameplay, Optik und Inhalt überzeugen. Angesichts dessen, was man im Vergleich mit anderen Tablet-PC summa summarum geboten bekommt, sind die Preise für das iPad attraktiv. Und trotzdem so hoch, dass bei purem Gaming-Interesse vor allem bei jüngeren Spielern der DS und die PSP weiter dominieren werden.

Infos zum iPad

  • 1 GHz CPU (A4) von Apple
  • 9,7 Zoll IPS Panel mit LED-Hintergrundbeleuchtung
  • Multitouch-fähiger Touchscreen mit 1024 x 768 Pixel Auflösung im Seitenverhältnis 4:3
  • 680 Gramm Gewicht (730 Gramm mit UMTS)
  • Maße: 24 x 19 cm groß, 1,3 cm hoch
  • 16-64 GByte Flashspeicher
  • WLAN 802.11n, Bluetooth
  • Preis: Wi-Fi-Modell (WLAN, Bluetooth) 499 / 599 / 699 Euro
  • Preis 3G-Modell (zusätzlich UMTS/HSDPA, GSM/Edge) jeweils 100 Euro mehr

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