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"WoW": So schützen sich "World of Warcraft"-Spieler

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So schützen sich "WoW"-Spieler

05.03.2010, 00:00 Uhr | Medienagentur plassma / vb, t-online.de

"WoW": So schützen sich "World of Warcraft"-Spieler. World of Warcraft (Bild: Blizzard)

Timo M., begeisterter Spieler von World of Warcraft, möchte sich abends auf den Server einloggen, um gemeinsam mit seinen Gildenkumpels die neue Raid-Instanz "Eiskronenzitadelle" zu stürmen. Wie gewohnt gibt er seine E-Mail-Adresse und sein Passwort ein. Doch statt des Charakter-Logins erscheint eine Fehlermeldung: "Die eingegebenen Informationen sind ungültig. Bitte überprüfen Sie die Schreibweise des Account-Namens und des Passworts". Timo ist sich sicher, die korrekten Daten eingetippt zu haben, versucht es aber ein weiteres Mal. Wieder eine Fehlermeldung, der Login scheitert. Nach einem dritten erfolglosen Versuch steht fest: Timos Account wurde gehackt - er ist Opfer eines so genannten Keyloggers geworden.  

Erste Hilfe

Jetzt bleibt ihm nur ein das sofortige Rücksetzen seines Passworts über die Battle.Net-Account-Seite auf, damit er ein neues Kennwort eingeben kann. Ist dies nicht möglich, weil der Account-Dieb das Passwort bereits geändert hat, hilft nur noch ein Anruf bei der Support-Hotline (0900 12001060; 41 Cent pro Minute) oder die Kontaktaufnahme per Support-Formular, mit dem der Betroffene den kompromittierten Account meldet. In der Regel wird der gehackte WoW-Zugang binnen weniger Stunden zurückgesetzt und ist dann wieder in vollem Umfang nutzbar. Nach dieser Prozedur und mit neuem Passwort ausgestattet, kann sich Timo wieder ins Spiel einloggen. Doch hier erwartet ihn der nächste Schreck: Die komplette Ausrüstung seines Nachtelfen-Druiden sowie sämtliches Gold sind weg - der Account-Hacker hat sich großzügig bedient und alle Ingame-Reichtümer veräußert. Ist dies der Fall, sollte der Betroffene sofort im Spiel Kontakt mit dem Blizzard-Support aufnehmen und diesem den Vorfall schildern. Glücklicherweise kann Activision-Blizzard sämtliche Vorgänge im Spiel rekonstruieren und verloren gegangene Items und Gold wieder herstellen. Dies dauert allerdings bis zu einer Woche und länger. Der Spieler bekommt sein Hab und Gut dann per Ingame-Post zugeschickt und kann sich seine Sachen aus dem Briefkasten fischen.

Achtung, Keylogger!

Seit der Umstellung auf das einheitliche Battle.net, das WoW und alle künftigen Titel (Diablo 3, Starcraft 2) miteinander verknüpft und dem User dank eines zentralen Accountsystems weniger Login-Stress bereiten soll, ist die Anzahl gehackter Accounts drastisch angestiegen. Musste man sich bei WoW zuvor mit einem Benutzernamen sowie einem Passwort einloggen, geschieht dies seit dem 12. November 2009  über die Kombination E-Mail-Adresse plus Passwort. Für Hacker, die "Keylogger" verwenden, ein gefundenes Fressen, können die Datendiebe doch per Zusatzsoftware die Eingaben eines Nutzers an einem fremden PC überwachen und mit protokollieren. Dies kann etwa den eigenen Ebay-oder Amazon-Account sowie vertraulichen Daten wie Kennworte oder PINs für Online-Banking betreffen.

Vorsichtsmaßnahmen

Damit WoW-Spieler nicht unfreiwillig Opfer eines Keyloggers werden, rät Activision-Blizzard zu äußerster Vorsicht und hat zudem eine Webseite eingerichtet, die umfangreich über die Gefahren von Account-Diebstählen informiert. Vor allem die Sicherheitscheckliste ist äußerst nützlich und gibt wichtige Tipps, wie sie sich schützen können. Neben aktuell gehaltenen Anti-Spyware-Programmen und Virenscannern empfiehlt man des Erwerb eines Authenticators (rund sieben Euro) im Blizzard-Store. Das Tool wurde als zusätzliche Authentifizierung für WoW-Accounts entworfen: Jedes Mal, wenn sich der Spieler mit dem Authenticator anmeldet, erhält er ein individuelles Passwort, das nur einmal verwendet wird und das er zusätzlich zu seinem herkömmlichen Passwort für seine Anmeldung verwendet. Durch die Anmeldung mit beiden Passwörtern ist der Account jetzt noch sicherer vor unerwünschten Zugriffen von Keyloggern.

Sicherheit beim Add-On-Download

Des Weiteren ist es wichtig, die zahlreichen Ingame-Add-ons, die für WoW existieren, vor der Installation von Virenscannern und Anti-Spyware-Programme checken zu lassen. Wir empfehlen die Verwendung des kostenlosen Curse Client, mit dem man sich bequem die neuesten Versionen beliebter WoW-Add-ons laden kann. Weitere Sicherheitsmaßnahmen, etwa das Unterlassen der Weitergabe seiner Accountdaten oder ein stets auf dem aktuellen Stand gebrachtes Betriebssystem, sind obligatorisch und sollten von jedem WoW-Zocker beachtet werden.

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