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Nintendo DSi XL: Der mobile Spiele-Handheld im Test

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Test Nintendo DSi Xl | Spiele-Handheld | Nintendo  

Der Große unter den Kleinen

05.03.2010, 00:00 Uhr | jr

Nintendo DSi XL: Der mobile Spiele-Handheld im Test. Nintendo DSi XL Spiele-Handheld (Bild: Nintendo / Montage: t-online.de)

Die Mobile-Gaming-Platzhirsche gehen bei ihren Spiele-Handhelds getrennte Wege. Während Sony bei der PSP Go den Bildschirm verkleinerte, dafür aber das Bild schärfer und knackiger gestaltete und gänzlich auf die Fütterung mit Donwload-Inhalten vertraut, setzt Nintendo bei dem am 5. März 2010 in Deutschland debütierenden DSi XL auf das Motto "Größer ist besser". Mit den von 8,2 (DSi) auf 10,7 Zentimeter Durchmesser vergrößerten transparenten Dualscreen-TFT-Displays verdient sich das knapp 180 Euro teure, in den kuriosen Farbtönen bordeauxrot und dunkelbraun erhältliche Gerät seine Größenbezeichnung mehr als redlich.

Mehr Platz für gemeinsames Spielen

Der DSi XL - insgesamt schon das vierte Modell in der DS-Produktreihe - ist mit 16 x 9 Zentimeter deutlich voluminöser als der seit April 2009 erhältliche kleine Bruder DSi. Mit diesen Ausmaßen und einem Gewicht von 310 Gramm ist Nintendos neues Pferd im Stall nicht mehr hosentaschenkompatibel. Das ist aber auch der einzige Punkt, an dem sich Nintendo getraut hat, die Verträglichkeitsgrenze im Vergleich mit dem DSi zu sprengen. Darüber hinaus ist technisch alles beim alten geblieben: Die Ausstattung mit zwei ARM-Prozessoren (133 MHz maximal), 16 MB RAM Arbeitsspeicher und 256 MB internem Flash-Speicher für Spielstände bleibt ebenso unverändert wie die Bildschirmauflösung (256 x 192 Pixel) und das Kameramodul auf der Rückseite. Auch an der Menügestaltung und der Benutzerführung wurde nichts geändert. Nostalgiker, die angesichts des vergrößerten Platzangebots auf die Rückkehr des alten GBA-Schachts gehofft hatten, um ihre alten Spiele-Schätzchen zocken zu können, werden enttäuscht: Der Kartenschacht des XL nimmt wie beim DSi nur Datenträger im Secure Digital (SD)-Format entgegen.

Wachstumshormone für den DSi

Das Handling und der gefühlte Unterschied zum DSi sind beachtlich: Der neue Nintendo DSi XL fühlt sich bei einer Größe von 16 x 9 Zentimetern (ein Plus von 3 Zentimetern in der Breite und 1,5 Zentimetern in der Tiefe verglichen mit dem DSi) schon fast wie ein Netbook an. Egal, ob man nun Super-Klempner Mario über den Bildschirm hetzt, Elbenprinz Link in The Legend of Zelda: Spirit Tracks bei seinen neuen Abenteuern unterstützt oder Professor Layton beim Aufklären eines Kriminalfalls begleitet: Dank der vergrößerten Anzeigefläche, die Hand in Hand geht mit einem Plus an Farbbrillianz, ist das Spielerlebnis ein ganz anderes. Die Spielegrafik ist auch aus einem sehr viel größeren Blickwinkel als bisher einsehbar, so dass es jetzt möglich ist, Freunden beim Spielen über die Schulter zu sehen und das Ganze zu kommentieren. In der Öffentlichkeit sollte man aber so nett sein, den Kopfhörer anzustöpseln. Die internen Lautsprecher haben an Volumen zugelegt, nicht aber an Qualität, so dass das gewohnte, ab einer bestimmten Lautstärke in heftiges Scheppern übergehende Klangbild erhalten bleibt.

Längere Laufzeit

In punkto Stromverbrauch und Akkulaufzeit tut sich Erfreuliches: Der XL hält im Vergleich mit dem doch recht ordentlich Saft ziehenden DSi um eine Stunde länger durch. Bei maximaler Helligkeit (insgesamt stehen fünf Stufen zur Verfügung) landet man abhängig von der Auslastung durch das jeweilige Spiel bei einer Laufzeit zwischen sechs und acht Stunden. Damit sind auch längere Zugfahrten kein Problem; und falls man das Ladekabel dann doch einmal nicht mitgeschleppt hat, kann man bei freundlichen Mitreisenden aus der DSi-Fraktion kurzerhand um Hilfe bitten: Beide Anschlüsse sind kompatibel.

Neue Zielgruppe im Sinn

Damit man nach dem Hardware-Kauf nicht lange fackeln muss und gleich loslegen kann, hat Nintendo neben dem DSi-Browser, mit dem man per WiFi-Verbindung ins Internet gehen kann, auch gleich Dr. Kawashimas Gehirnjogging-Game Wortspiele sowie ein sechssprachiges Wörterbuch vorinstalliert. Diese Software-Ausstattung deutet an, wohin die Reise mit der Einführung des XL gehen soll: Man möchte ein etwas älteres Publikum als bisher mit dem Handheld ansprechen. Die Fraktion, die mit Knobelspielen die grauen Zellen in Schwung halten und mit Lernspielen den eigenen Horizont erweitern will. Auch am E-Book-Boom will Nintendo partizipieren: In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Taschenbuch-Verlag (dtv) erscheint zum XL-Launch eine Bibliothek der klassischen Bücher, in der von Goethe und Schiller über Lessing und Kafka bis hin zu Fontane und Tucholsky mehr als 100 Hauptwerke der deutschen Literatur vertreten sind. Die lassen sich relativ bequem durchblättern: Anordnung und Größe von Steuerkreuz und Bedienköpfen sind zwar gleich geblieben, dafür liegt der DSi XL wegen der schieren Größe des Geräts Menschen mit größeren Greifwerkzeugen besser in der Hand. Apropos in der Hand liegen: Außer dem bekannten im Geräteboden versteckten Bedien-Stöckchen hat Nintendo den XL auch mit einem Stylus im Kugelschreiber-Fomat ausgestattet, der präzisere Eingaben möglich macht.

Fazit

Nintendos neuer Handheld ist im Prinzip der alte - nur ein bisschen größer. Wobei das aber der entscheidende Faktor für ein Publikum sein könnte, das sich zwar für das attraktive Software-Portfolio interessiert, dem der bisherige Formfaktor aber doch ein wenig zu fummelig war. Aber auch für alte Mobildaddel-Recken könnte die vergrößerte Bildfläche Anlass genug sein, um alte DS-Spiele in neuem Licht zu betrachten, ohne dass man sich an neuen Bedienelemente gewöhnen muss. Freilich muss man für den Sprung in eine neue Dimension eine recht hohe Preishürde überwinden.

Infos zur Hardware

  • Name: Nintendo DSi XL
  • Art: Spiele-Handheld
  • Hersteller: Nintendo
  • Gewicht: 314 Gramm
  • Größe: 16,1 x 2,1 x 9,1 Zentimeter (Breite, Höhe, Tiefe)
  • Display: Dual-Screen-TFT mit 10,7 Zentimeter Durchmesser
  • Ausstattung: DS-Kartensteckplatz, SD-Karten-Slot, Stromanschluss, Stereo-Kopfhörer, Mikrofon, Kamera
  • Preis: zirka 180 Euro
  • Releasedatum: 5. März 2010

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