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Gewaltspiel-Debatte: "Killerspiel"-Verbot in der Schweiz

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"Killerspiel"-Verbot in der Schweiz

19.03.2010, 08:11 Uhr

Gewaltspiel-Debatte: "Killerspiel"-Verbot in der Schweiz. Battlefield - Bad Company 2 (Bild: EA)

Die Schweiz legt "Killerspiele" auf Eis. Nach einem Beschluss des Ständerates der Eidgenossen sollen besonders brutale Games verboten werden. Nun muss der Schweizer Bundesrat einen Gesetzesentwurf folgen lassen. Die Schweiz hat bislang kein Indizierungs-System ähnlich dem der Bundesrepublik, das es dem Gesetzgeber über die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) ermöglicht, besonders jugendgefährdende Titel aus den Regalen zu verbannen.

Totalverbot umstritten

Gegenüber einem Totalverbot bestehen laut einem Beitrag von "20min" jedoch Vorbehalte. Man müsse die Frage des Verkaufs und der Nutzung studieren, so Hermann Bürgi (Schweizerische Volkspartei). An der Umsetzbarkeit des absoluten Verbots bestehen für ihn ebenfalls Zweifel. Bundesrätin Widmer-Schlumpf sieht das anders und betont, dass nun ein klarer Arbeitsauftrag vorliege. Zunächst will sie jedoch die Arbeit der Kantone abwarten. Auch eine Verfassungsänderung wird gefordert, mit der eine nationale Zertifizierungsstelle - in Deutschland sind dies die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) und die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) - eingerichtet werden könnte.

Mehr Medienkompetenz gefordert

Die Verbotsgegner merkten an, dass kein EU-Land ein absolutes Verbot von "Killerspielen" habe und die Information von Erziehungsberechtigten wichtiger sei. Hier müsse für mehr Medienkompetenz gesorgt und ein verstärkter Jugendschutz errichtet werden. Ob es sich bei dem nun getroffenen Beschluss um ein Problem der Generationen untereinander handelt, ist den Eidgenossen unklar. Dem Ständerat war vorgeworfen worden, nicht mit den Entwicklungen der Computer-Branche mithalten zu können. Dem entgegnete man, dass Gewaltdarstellungen keine Frage des Alters seien, es bestünde stattdessen die Pflicht, labile Jugendliche zu schützen und dafür Rahmenbedingungen zu schaffen.

Update: In einer weiteren Initiative fordert der Ständerat ein Gesetz, das Altersfreigaben verbindlich regelt. Hier will man sich am bereits etablierten System von Pan European Game Information (PEGI) orientieren. Die EU-weit verwendete Alterseinstufung gilt im Vergleich mit der deutschen Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) als weniger streng.

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