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Online-Games: Kennzeichnungs-Chaos befürchtet

30.04.2010, 14:16 Uhr | vb

Online-Games: Kennzeichnungs-Chaos befürchtet. Free Realms (Bild: Sony)

Online-Games können künftig entweder von den Anbietern selbst klassifiziert oder bei der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) zur Bewertung eingereicht werden. Das schreibt der Entwurf des neuen Jugendmedienschutz-Staatsvertrag vor, der allerdings noch nicht verabschiedet ist. Doch schon jetzt sorgt die Zweigleisigkeit des Rating-Verfahrens in der Spiele-Branche für Verwirrung und Befürchtungen über eine "Kennzeichen-Inflation".

Schnelle Verfahren gefordert

So zumindest nannte Olaf Wolter, Geschäftsführer des "Bundesverbandes Interaktive Unterhaltungssoftware" (BIU) die neuen Vorgaben. Wenn man künftig weitere Institutionen für die Bewertungen hinzuziehen müsste, würde das System der Altersfreigaben deutlich verkompliziert, so Wolters weiter. Flankendeckung kommt von Thomas Jarzombek, Mitglied des Familienausschusses im Bundestag. Der CDU-Mann pocht auf eine schnelle und verständliche Kennzeichnung und zweifelt daran, dass es mit den neuen Vorgaben noch ein einheitliches Bild geben wird.

Wunsch nach Rechtssicherheit

Wolters führte weiter aus, dass sich die Selbstklassifizierung schnell zum Bumerang entwickeln könnte, wenn staatliche Stellen wie die "Kommission für Jugendmedienschutz" (KJM) die Ratings nicht teilen. Die Branche brauche in dieser Sache aber Rechtssicherheit, so Wolters. Auch von Seiten der KJM kommen Zweifel. Man hätte sich 2003 darüber geeinigt, dass das Internet näher am Rundfunk und TV sei und eine Vorzensur durch den Staat hier fehl am Platz sei, so Verena Weigand, Leiterin der KJM-Stabsstelle.

Bewerten per Fragenkatalog

Abhilfe kommt derweil von der "Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter" (FSM). Diese will bis zum Herbst einen Baukasten entwickelt haben, der es Anbietern von Software mittels eines Katalogs von 100 Fragen leicht machen soll, die eigenen Inhalte einzustufen. Hier pocht man auf die langjährige Erfahrung der FSM in Sachen Webseiten-Ratings – und darauf, dass die USK ähnliche Kompetenzen noch nicht vorweisen kann.

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