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Spieletest zum Arcade-Racer "Split Second Velocity" von Disney Interactive

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Test Split/Second: Velocity | Arcade-Rennspiel | PC, PS3, Xbox 360  

Total kaputtes Autorennen

17.05.2010, 11:10 Uhr | Richard Löwenstein / jr

Spieletest zum Arcade-Racer "Split Second Velocity" von Disney Interactive. Split/Second: Velocity (Bild: Disney Interactive Studios)

"Ich muss zerstören, zerlegen, nicht fragen, zerschlagen" - kaum zu glauben, dass sich in diesen Textzeilen der Brachialrocker von Rammstein entscheidende Gemeinsamkeiten mit dem neuesten Werk aus dem US-Unterhaltungskonzern Disney wiederfinden. Ist Disney sonst nicht eher auf solid-braves Entertainment geeicht? Mag sein. Aber in Disneys Arcade-Rennspiel Split/Second: Velocity für PC, PS3 und Xbox 360 geht es hart zur Sache. Den Anlass dafür liefert eine fiktive TV-Show namens "Split/Second". Vergleichbar dem Schwarzenegger-Streifen Running Man kämpfen Probanden in nicht allzu ferner Zukunft vor laufenden TV-Kameras um ihr Überleben. Sie flüchten aber nicht per pedes vor ihren Häschern, sondern eilen in rassigen Sportwagen über explodierende Rundkurse. Wer herabstürzenden Trümmern ausweicht und die Konkurrenten in Explosionen abdrängt, holt sich den Sieg.

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Rammen erwünscht

In der Praxis reduziert sich das TV-Show-Drumherum allerdings auf einige wenige Kamerafahrten im Begrüßungsvideo und ein paar reißerische Worte eines aufgestachelten Moderators. Letztlich verlässt sich Split/Second Velocity eher auf die bewährten Gene eines konventionellen Arcade-Racers. Soll heißen: Anders als bei einer Simulation ist kein allzu fundiertes Wissen um Bremspunkte und Kurvenradien notwendig. Aber man muss Kurven spät anbremsen und im kontrolliertem Drift umrunden, um vorne zu bleiben. Die Konkurrenten zur Seite rammen oder sie ins Verderben stürzen, indem man Kulissen und Streckenteile sprengt? Schaut toll aus, ist erwünscht und bringt Positionsvorteile. Der Überlebenskampf auf Asphalt gliedert sich in einzelne TV-Episoden. Jede Episode setzt sich wiederum aus wechselnden Herausforderungen zusammen.

Alles zerstören

Rundrennen sind sowieso dabei. Aber auch zum Beispiel "Eliminator"-Rennen, bei denen nach Ablauf eines Countdowns jeweils der Letzte rausfliegt. Da Split/Second: Velocity ständig neue Spielvarianten ins Gameplay einbringt, fühlt man sich nach etlichen Stunden noch hoch motiviert. In der Disziplin "Luftschlag" werden einem zum Beispiel Kampfhubschrauber entgegengeschickt. Deren Luft-Boden-Raketen detonieren auf der Straße; und wer diesen Spießrutenlauf überleben will, muss Reaktionsschnelligkeit mit einer vorausschauenden Fahrweise kombinieren. Ähnliches gilt für den Modus "Überleben", in dem explodierende Gasflaschen von der Ladefläche eines Truck purzeln. Bei "Detonator" wiederum muss man unter Zeitdruck die Ziellinie erreichen, während einem die Umgebung um die Ohren fliegt.

Was wir mögen

Die Steuerung geht sofort in Fleisch und Blut über. Die sahnigen Drifts fühlen sich sensationell gut an. Dass das so ist, hängt auch mit der dynamischen Kameraführung zusammen. Das Objektiv folgt dem Auto dicht, schwenkt und kippt in Kurven mit. Die Kamera unterstreicht so das Mittendrin-Gefühl und setzt das aufwändig inszenierte Drumherum gut in Szene. Wenn Autobahn-Brücken bersten, dann ist das mehr als nur eine Randerscheinung, die man aus den Augenwinkeln wahrnimmt.

Was wir nicht mögen

Im Vergleich mit den Hochgeschwindigkeits-Rennspielen Burnout Paradise und Blur fühlt sich Split/Second Velocity spürbar langsamer an. Offenbar gibt das englische Entwicklungs-Studio Black Rock einem aufpeitschenden Look den Vorzug vor richtig hohem Tempo. Außerdem fehlen lizenzierte Fahrzeuge, Cockpit-Perspektive und Schadensmodell. Zu bemängeln sind zudem peinliche Übersetzungsfehler.

Fazit

Bei diesem brachialen Rennspiel-Spektakel passiert ständig irgendetwas. Die Kombination aus geschmeidiger Steuerung und reaktionsschneller Sprengaction motiviert für viele Abende. Im Vergleich mit dem zeitgleich erscheinenden Konkurrenten Blur wirkt Split/Second Veloctiy allerdings vergleichsweise behäbig. Auch der Mehrspieler-Modus zieht keinen Hering vom Teller: Einzelne Rundrennen für maximal acht Spieler, das ist zu wenig. Ist letztlich eine Frage des Geschmacks, wo man lieber am Start stehen möchte.

Infos zum Spiel

  • Titel: Split/Second Velocity
  • Genre: Arcade-Rennspiel
  • Publisher: Disney Interactive Studio
  • Hersteller: Black Rock Studios
  • Release: 20. Mai 2010
  • Preis: zirka 60 Euro (Konsolen-Version) / zirka 50 Euro (PC-Version)
  • System: PC, PS3, Xbox 360
  • USK-Freigabe: Ab 12 Jahre
  • Wertung: Sehr gut

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