Sie sind hier: Home > Spiele > Tests & Previews >

Apples iPad im Test: Luxus-Spielzeug (nicht nur) für Gamer

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Luxus-Spielzeug (nicht nur) für Gamer

21.05.2010, 10:35 Uhr | GEE / Moses Grohé

Apples iPad im Test: Luxus-Spielzeug (nicht nur) für Gamer. Spielen mit dem iPad (Bild: GEE)

Kein Mensch braucht das iPad, aber die wenigsten würden es vom Couchtisch schubsen. Die meisten haben es noch nicht einmal in der Hand gehabt, aber es fällt ihnen sofort ein Wort dazu ein: Zukunft. Hersteller Apple selbst bezeichnet das Gerät sogar als magisch. Zaubern kann es zwar nicht, aber bezaubern allemal. Wir stellen zum Start des jüngsten Apple-Sprosses die besten Games vor.

Neue Dimension für Multimedia-Anwendungen

Im Grunde ist das Gerät ein aufgeblähter iPod Touch, aber allein durch seine Größe bekommt alles darauf eine neue Dimension: Zieht man zum Beispiel die Karten in der Maps-Anwendung mit zwei Fingern auf oder zoomt heraus, sieht das auf dem iPad aus wie in einem Hollywoodfilm. Die virtuelle Tatstatur ist so groß, dass man darauf bequem mit zehn Fingern schreiben kann. Beim Surfen im Internet sind Texte jetzt lesbar, ohne dass die Seiten vergrößert werden müssen. Und natürlich eignet es sich gut dafür, digitale Bücher anzuzeigen. Dass die E-Books virtuelle Seiten zum Blättern haben, wirkt anachronistisch, vermiest aber nicht den Spaß am Lesen. Filme zu schauen ist ebenfalls eine leicht getrübte Erfahrung: Sie wirken auf dem iPad wie auf einem HD-Fernseher, passen allerdings nicht komplett auf den Bildschirm: Im Kinoformat gibt es schwarze Balken, und im Vollbildmodus werden Teile des Bildes weggeschnitten. Dafür geht alles auf dem Rechner sehr schnell und flüssig von der Hand, das vom iPhone bekannte Interface funktioniert auch beim großen Bruder.

Stabile Seitenlage

Einen echten Computer kann das iPad nicht ersetzen, aber das will es auch gar nicht: Es ist Apples Versuch, eine neue Art Entertainment-Computer zu bauen - und ohne Zweifel ist das gelungen. Etwas kleiner als ein Din-A4-Blatt, liegt das Gerät mit seinen knapp 700 Gramm Gewicht sehr gut in der Hand. Stundenlang möchte man es jedoch nicht halten, dafür ist es doch zu schwer. Wer es sich damit auf dem Sofa oder einem Stuhl bequem macht, wird aber immer eine Haltung finden, die angenehm ist. Flach auf den Tisch gelegt, ist das iPad allerdings eine wackelige Angelegenheit. Durch die abgerundete Rückseite liegt es nicht sicher, dreht sich leicht und rutscht herum.

Jede Menge Batterie-Power

Die Verarbeitung ist Apple-typisch edel und hochwertig: eloxiertes Aluminium auf der Rückseite und eine Front aus Glas. Neben einem Home-Button wie beim iPhone gibt es nur noch drei Knöpfe am schmalen Rand – einen für den Schlafmodus, einen zum Sperren der Bildschirmrotation und einen Kippschalter für die Lautstärke. Außerdem hat das iPad noch einen Kopfhöreranschluss und drei kleine vergitterte Öffnungen für den Lautsprecher, der erstaunlich gut klingt. Die Rückwand des iPads vibriert ein bisschen, wenn man richtig aufdreht. Ansonsten gibt es nur noch den obligaten Dock-Connector-Anschluss, über den das iPad mit dem Computer oder dem mitgelieferten Ladegerät verbunden wird. An vielen Computern wird das iPad übrigens nur sehr langsam und im Schlafmodus aufgeladen, weil deren USB-Ports nicht genug Strom bereitstellen. Mit dem Ladegerät dauert eine Batteriefüllung nur wenige Stunden, selbst wenn man den Rechner dabei benutzt. Erst nach circa zehn Stunden muss das iPad dann wieder ans Netz – selbst wenn man Filme geschaut hat oder im Internet gesurft ist.

Xbox Live lässt grüßen

Bei Spielen mit aufwendiger 3D-Grafik ist die Batterie schon etwas früher verbraucht, aber selbst dann hält sie rund sechs Stunden – durchaus beeindruckend für ein Gerät dieser Größe. Dass Spiele auch auf dem iPad eine treibende Kraft sein werden, zeigen die Verkaufszahlen der ersten Tage. Mit mehr 30 Prozent der 3,5 Millionen heruntergeladenen Apps lagen Games deutlich vorn. Dass auch Apple Spiele inzwischen ernst nimmt, zeigen die Pläne der Firma für das im laufenden Jahr geplante 4.0-Update des iPhone-Betriebsystems, das auch auf dem iPad zum Einsatz kommen wird. Dafür hat Steve Jobs mit dem "Game-Center" ein umfangreiches Social-Gaming-Netzwerk angekündigt, das weltweite Ranglisten, Achievements, Freundeslisten und eine Matchmaking-Funktion für Multiplayer-Spiele bieten soll – und somit im Grunde nichts anderes ist als eine dreiste Kopie von Xbox Live. Für die Betreiber von Netzwerken wie "Open Feint" oder "Plus+", die bereits jetzt ähnliche Funktionen für iPhone-, iPod Touch- und iPad-Spiele anbieten, ist das ärgerlich. Spieler jedoch dürften sich freuen, denn dann benötigen sie nur noch einen Account, und noch mehr Spiele werden mit Netzwerk-funktionen ausgestattet.

Neue Versionen verfügbar

Aber bereits heute gewinnen Spiele auf dem iPad an Attraktivität. Zunächst können alle Spiele darauf abgespielt werden, die bereits auf dem iPhone laufen. Und das entweder in kleiner Originalgröße oder hochskaliert auf die Größe des iPads. Bei den meisten Spielen sieht das erstaunlich gut aus, und nur wer unbedingt will, wird sich an Treppeneffekten oder aufgepixelten Grafiken stören. Einige Spiele machen auf dem großen Bildschirm allerdings keinen Spaß, weil die -Anordnung der Steuerelemente keinen Sinn mehr ergibt oder schlechter zu bedienen ist. Viele Anbieter haben zum iPad-Start deshalb überarbeitete Versionen ihrer iPhone-Spiele herausgebracht, bei denen diese Punkte berücksichtigt wurden. Oft tragen sie den Zusatz "HD" im Titel, und neben der Grafik wurde auch die Steuerung angepasst. Einige haben auch völlig neue Features. Viele der überarbeiteten Versionen bieten aber allein durch die neue Größe ein anderes Spielgefühl als die Originale für das iPhone. Noch spannender sind aber natürlich Games, die extra für das iPad entwickelt wurden.

Garantierter Süchtigmacher

Über das Gerät selbst kann man das Spieleangebot in Apples App-Store komfortabel durchstöbern. In iTunes auf dem Mac oder PC gibt es bisher keine Extra-Rubrik für iPad-Games, sie tummeln sich zwischen Tausenden Programmen und Spielen für iPhone und iPod Touch. Eine Killer-Applikation, wegen der Gamer das iPad unbedingt kaufen sollten, konnte jedoch noch nicht ausgemacht werden. Apples Jüngster bleibt vorerst ein Luxusprodukt, aber eines mit magischer Anziehungskraft. Allen, die sich noch nicht sicher sind, ob sie sich das Gerät anschaffen wollen, kann man daher nur empfehlen, es keinesfalls in die Hand zu nehmen - denn dann werden sie unbedingt eins haben wollen.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Kunst aus Körperteilen: 
Das ist der gruselige Puppen-Sammler

Sein Balkon in Caracas ist ein Museum der Puppenköpfe Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Unglaubliche Auswahl: Ihre Nr. 1 für Boxspringbetten

Bequeme Betten in allen Größen zu kleinen Preisen. Riesenauswahl entdecken bei ROLLER.de.

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILBabistadouglas.deKlingel.de

Anzeige
shopping-portal