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"Call of Duty: Black Ops" - Der Kalte Krieg wird heiß

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Call of Duty: Black Ops | Ego-Shooter | PC, Xbox 360, PS3  

Der Kalte Krieg wird heiß

28.05.2010, 11:57 Uhr | vb

"Call of Duty: Black Ops" - Der Kalte Krieg wird heiß. Call of Duty: Black Ops von Activision für PC, PS3, Xbox 360, Wii, DS

Call of Duty: Black Ops (Bild: Activision)

Der Zweite Weltkrieg ist Geschichte - nun auch für Treyarch, Entwickler des neuesten Ablegers der Call of Duty-Serie. Denn während man sich in der Vergangenheit fast schon zu sehr auf den historischen Konflikt fokussiert hat, wendet man Stalingrad und Co. nun endgültig den Rücken zu. Stattdessen verschlägt es den Spieler in Black Ops in die Zeit des Kalten Krieges. Schaffen es die britischen Entwickler mit dem für Xbox 360, PS3 und PC erscheinenden Shooter, in die großen Fußstapfen der Modern Warfare-Macher Infinity Ward zu treten?

Infiltrieren, angreifen, flüchten

Zunächst sind Black Ops und Modern Warfare durchaus ähnlich, etwa beim Infiltrieren einer gegnerischen Anlage im Ural. Als Teil einer Spezialeinheit bewegt man sich lautlos durch das winterliche Szenario und schaltet einen Gegner nach dem anderen mit der Armbrust aus, ohne Aufmerksamkeit zu erregen. Dann der Angriff auf die Basis durch splitternde Scheiben und sofort bricht ein brachialer Action-Sturm los. Zuletzt flüchten die Elitesoldaten mit einem Sprung den Berg hinab – in Sachen Intensität muss man sich nicht vor Modern Warfare 2 verstecken.

Leichter Einstief für Serien-Veteranen

Serien-Kenner werden sich schnell mit der Steuerung und Spielmechanik vertraut machen: Deckung suchen, anvisieren, vorwärts stürmen - hier ist alles beim Alten geblieben. Momente, in denen das Geschehen trügerisch ruhig ist wechseln sich auf dem Weg von einem Checkpoint zum nächsten mit knallharten Feuergefechten ab, Spannung ist somit garantiert. Das natürlich auch dank der Szenarien: Neben Russland sind auch Missionen in Vietnam und Kuba geplant, filmreife Action scheint damit garantiert.

Noch nicht alle Spielmodi bekannt

So wartet etwa die Flucht durch Hue City im Jahr 1968. Die Stadt wird in der Mission "Slaughterhouse" von gegnerischen Kämpfern überrannt, die eigene Truppe ist hoffnungslos unterlegen. Hier sorgen die Macher gekonnt für Chaos: Panzer krachen durch Wände, Hubschrauber zerlegen feindliche Gebäude, Menschen flüchten. Für die Story hat Treyarch mit Veteranen und Kennern der Black Ops-Einheiten zusammengearbeitet. Details über neue Spielmodi bleibt man dagegen schuldig. Sicher ist: Neben der Solo-Kampagne wird es einen Co-Op-Modus geben. Der Mehrspieler-Part wird von einer eigenen Gruppe innerhalb des Teams entwickelt, hierfür will man das Feedback der Spielergemeinde mit einbeziehen.

Was wir mögen

Ausgetretene Pfade werden endgültig verlassen: Mit Black Ops betritt Treyarch inhaltlich Neuland. Die Kampagne verspricht ein atmosphärisch dichtes Erlebnis und typisches Call of Duty-Feeling. Wer die Serie bislang mochte, wird auch vom jüngsten Spross nicht enttäuscht werden.

Was wir nicht mögen

Black Ops muss sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt den Vergleich mit Modern Warfare 2 gefallen lassen. Zu auffällig sind die Parallelen in grafischer und spieltechnischer Hinsicht, als das man beim Anblick des Treyarch-Werks nicht unweigerlich an den Infinity-Ward-Hit denken müsste. Wie eigenständig der Ego-Shooter wirklich ist, müssen die Entwickler also noch beweisen, wollen sie sich nicht dem Vorwurf des Plagiats aussetzen.

Fazit

Spezialeinheit statt Weltkrieg: Mit Black Ops will Treyarch ein Spielerlebnis schaffen, dass Solo- wie Multiplayer begeistern soll. Packende Story, anspruchsvolle Technik, neue Herausforderungen: Schon jetzt sieht der siebte Ableger der Call of Duty-Serie sehr vielversprechend aus. Ob der Spagat zwischen deutlichen Modern Warfare-Anleihen und Eigenständigkeit jedoch gelingt, muss Treyarch bis zum November dieses Jahres noch zeigen.

Infos zum Spiel

  • Titel: Call of Duty: Black Ops

  • Genre: Ego-Shooter

  • Publisher: Activision

  • Hersteller: Treyarch

  • Release: 09.11.2010

  • Preis: zirka 60 Euro

  • System: Xbox 360, PS3, PC

  • USK-Freigabe: noch nicht bekannt

  • Einschätzung: Sehr gut

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