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3D-Gaming auf dem Vormarsch: Der Sprung in die dritte Dimension

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Der Sprung in die dritte Dimension

04.06.2010, 09:32 Uhr | Medienagentur plassma / vb

3D-Gaming auf dem Vormarsch: Der Sprung in die dritte Dimension. 3D Gaming (Montage: t-online.de)

Avatar hat es vorgemacht: Der Blockbuster löste Titanic als erfolgreichsten Film aller Zeiten ab. Noch wichtiger: Das Science-Fiction-Epos machte 3D-Kino salonfähig. Beeindruckende Tiefeneffekte und eine ungewohnt plastische Optik begeistern nach wie vor die Film-Fans rund um den Globus. Der Schritt in die dritte Dimension steht nun auch Computer- und Videospielen bevor. Bereits für 2010 sind die ersten Titel angekündigt, 2011 werden schon rund 50 Prozent aller Spiele optionale 3D-Funktionen besitzen. Was benötigen Spieler für das perfekte 3D-Vergnügen - und wie wirkt sich der Sprung in die dritte Dimension auf die Spielerfahrung aus?

Die Tücken der Technik

Seit 2009 stehen die ersten Fernseher mit 3D-Technik in den Elektromärkten. Panasonic machte im Sommer den Anfang, Sony und Samsung zogen zum Weihnachtsgeschäft nach. Derzeit sind die 3D-Glotzen aber noch sehr teuer: Ein 40-Zoll-Gerät von Samsung kostet rund 1200 Euro. Größere Modelle überschreiten problemlos die 2000-Euro-Grenze. Für den vollkommenen 3D-Genuss benötigen Film- und Spielefreunde zudem einen Blu-Ray-Player oder eine Playstation 3. Denn nur auf dem Blu-Ray-Medium finden auch 3D-Filme ausreichend Platz. Hinzu kommt eine 3D-Brille: Für den Heimbetrieb ist eine so genannte Shutterbrille notwendig. Im Kino dagegen werden häufig so genannte Polarisationsbrillen verwendet. 

Spielen in 3D

Auf dem Spielemarkt ist lediglich die PS 3 ohne größere Schwierigkeiten 3D-tauglich. Sony kündigte für Juni ein Firmware-Update an, das entsprechende 3D-Brillen und Fernseher unterstützt. Da die Konsole auch als Blu-ray-Player fungiert, ist es wahrscheinlich, dass Sony den für volle 1080p-Auflösung notwendigen HDMI-1.4-Port in kommenden Konsolen verbauen wird.  Bei den übrigen Heimkonsolen sieht es dagegen ganz anders aus: Nintendos Wii ist aufgrund seiner niedrigen Bildschirmauflösung und des fehlenden HDMI-Ausgangs nicht 3D-kompatibel. Allerdings hält sich der japanische Software-Multi derzeit alle Türen zu der neuen Technologie offen. Ob in Form eines Upgrades oder einer neuen "HD-Wii", genaueres ist bisher allerdings noch nicht bekannt. Ganz ähnlich geht es Microsoft mit der Xbox 360. Diese ist zwar leistungsfähig genug und dank des vorhandenen HDMI-Anschlusses prinzipiell 3D-tauglich, verfügt aber über kein Blu-Ray-Laufwerk. Weitere Informationen zum Thema 3D werden von Microsoft auf der diesjährigen E3-Messe erwartet.

Neue Intensität

Bei einer Pressepräsentation von Killzone 3 konnte man sich anhand eines Probelevels einen ersten Eindruck über die 3D-Funktion des Ego-Shooters verschaffen. Erstes Fazit: Zwar wird die Auflösung des kommenden Action-Krachers sichtbar runtergeschraubt, dafür spielt sich Killzone 3 deutlich intensiver, wenn man eine Shutterbrille trägt und den optionalen 3D-Modus aktiviert. Ob bei den Gefechten gegen die feindlichen Helghast-Truppen, Sprungeinlagen via Jumppack oder gar bei simplen Aktionen wie dem Drehen von Ventilen oder Codescheiben, der Spieler ist in 3D viel mehr Teil des Geschehens. Die räumliche Tiefe macht Killzone 3 in 3D eine ganze Ecke lebendiger und atmosphärischer.

Fazit

Alle Zeichen stehen auf 3D: Auch wenn die Preise für entsprechende Fernseher und Brillen derzeit noch sehr hoch sind, werden 3D-Funktionen zukünftig serienmäßig verkauft werden. Dadurch sinkt der Preis. Zudem haben viele Entwickler ihr Interesse an der neuen Technologie angekündigt. Spätestens 2011 wird ein Großteil der Spiele über optionale 3D-Funktionen verfügen.

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