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Digitaler Friedhof "Herolymp": Die letzte Ruhestätte für Avatare

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Die letzte Ruhestätte für Avatare

17.06.2010, 13:25 Uhr | vb, t-online.de

Digitaler Friedhof "Herolymp": Die letzte Ruhestätte für Avatare. Online-Rollenspiel Aion von NC-Soft

Level 55 hat der Charakter „Demon_Soul“ im Online-Rollenspiel Aion erreicht. Dann hat ihn sein Besitzer beerdigt. “Studium geht langsam der Endphase zu und merke selbst, die Zeit ist zu kostbar um es ins Zocken zu investieren“, so die Begründung des 28-Jährigen. Abschied nehmen aus Onlinegames fällt vielen Spielern schwer. Deshalb gibt es nun mit „Herolymp“ den ersten digitalen Friedhof für Avatare. „Demon_Soul“ ist einer, der seinen Charakter dort zu Grabe getragen hat. Von World of Warcraft bis „Battlefield“ soll das Angebot Spielern helfen, wieder in die Realität zurückzufinden.

Hilfe für Süchtige

Laut den Machern Drogenreferat der Stadt Frankfurt und der Academy of Visual Arts Frankfurt (AVA), ist das Angebot bundesweit einmalig. Neben der Hilfe beim Abschied will man aber auch präventiv wirken, etwa über den Austausch mit anderen Gamern oder Hilfesuchenden. Über das Suchtpotenzial von Onlinegames klärt man ebenso auf: 22 Stunden pro Woche verbringen Spieler pro Woche mit dem virtuellen Alter-Ego, Männer sind deutlich suchtanfälliger als Frauen und das reale Leben kann auf der Strecke bleiben. Derartige Infos sollen nicht nur Fakten vermitteln, sondern in Verbindung mit dem „Herolymp“ auch helfen, sich aus den virtuellen Welten zu verabschieden.

Die letzten Worte

Wer selbst ein so genanntes „Memorial“, also einen digitalen Grabstein seines Avatars, erstellen will, kann das mit wenigen Mausklicks tun: Benötigt werden ein Nickname, der Name des Spiels, das verlassen wird, und die Zeit seit der letzten Partie. Dazu kann ein Bild des Avatars eingefügt werden und eine kurze Nachricht, genannt „Testament“. Die Idee dahinter ist ebenso einfach: Wer nicht will, dass sein Avatar nach dem Verlassen der Online-Welten spurlos verschwindet, kann ihn damit würdevoll beerdigen.

Keine Pauschalverurteilung von Online-Games

Verteufeln will man die Games deshalb noch lange nicht, denn die Macher sind selbst Onlinespieler und wissen um die Anreize von World of Warcraft, Aion und Konsorten. Entsprechend stellt der „Herolymp“ ein Angebot für Ausstiegswillige und keine Pauschalverurteilung von Games dar. Mit Erfolg: 25.000 Euro hat die Stadt Frankfurt bislang in das Projekt investiert, demnächst wird eine Werbekampagne dazu starten - neben „Demon_Soul“ dürften sich bald zahlreiche andere Charaktere zur letzten Ruhe betten. 

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