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Xbox 360 Slim: Microsofts neue Spielkonsole im Test

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Test Xbox 360 Slim | Spiele-Konsole | Microsoft  

Die neue S-Klasse

28.07.2010, 09:40 Uhr | Richard Löwenstein / jr, Richard Löwenstein

Xbox 360 Slim: Microsofts neue Spielkonsole im Test. Xbox 360 Slim Spielekonsole (Bild: Microsoft) (Quelle: Microsoft)

Xbox 360 Slim (Quelle: Microsoft)

Groß, laut und plump war gestern. Microsofts Spielkonsole gibt's nach den kleineren "Falcon"- und "Jasper"-Revisionen ab sofort in einer neuen Variante als Xbox 360 S. Kleiner, leiser, filigraner, aber innen drin mit genauso viel Power wie das Original. Die "Alte" hat inzwischen fast fünf Jahre auf dem Kerbholz. Hersteller Microsoft hat sich also viel Zeit für die Runderneuerung genommen. Und ist damit ein bisschen hintendran, denn die große Konkurrenz - Sonys PS3 - hat eine Verschlankung schon seit September 2009 hinter sich. Wie macht sich nun also die Neugestaltung der Xbox 360 bemerkbar? Steckt hinter dem schwarzen Klavierlack-Gehäuse mehr als nur ein neues Design? Lohnt vielleicht sogar ein Neukauf für Besitzer des Originalsystems?

Schwarz wie die Nacht

Seit dem 16. Juli ist die neue Xbox 360 S für 250 Euro erhältlich. Nach dem Auspacken fällt als erstes das Design auf. Mit seiner schwarzen Klavierlack-Oberfläche folgt die Konsole dem aktuellen Designtrend in der TV- und HiFi-Branche; mit denselben Folgen. Kratzer, Staub und Fingerabdrücke sind sofort zu sehen. Ein Microfaser-Wischtuch liegt leider nicht bei. Dafür nimmt das um etwa 30 Prozent schmaler gewordene Gehäuse deutlich weniger Platz weg als das sperrige Original. Das gilt, obwohl das Netzteil immer noch extern untergebracht werden muss; immerhin zeigt sich auch das deutlich geschrumpft. An der Gehäuseseite fallen Lufteinlässe auf. Sie dienen der besseren Durchlüftung des Innenlebens. Die neue Xbox 360 S, deren Festplattenkapazität Microsoft auf 250 GB aufgerüstet hat, soll nicht mehr den Überhitzungs-Tod wie frühere Versionen der Konsole. Dafür sorgt zusätzlich ein Abschaltsystem, das die Box bei gefährlichen Hitzegraden automatisch herunterfährt. Auch neu sind die berührungsempfindlichen Taster an der Vorderseite - die bisherigen mechanischen Schalter fallen weg.

Viele Besonderheiten

Auch die altbekannten Slots für die Xbox-eigenen Speicherkarten fehlen. Die Xbox 360 S arbeitet mit handelsüblichen USB-Speichersticks, das spart bares Geld. In dem Zusammenhang scheint die Ergänzung um zwei zusätzliche auf insgesamt fünf USB-Eingänge sinnvoll. Ganz neu an der Gehäuse-Rückseite: eine Toslink-Buchse zum Anschluss der Konsole an die Surround-Sound-Anlage. Der bisher notwendige Umweg über den Videoadapter entfällt somit. Die Xbox 360 S beherrscht jetzt auch das Soundformat DTS, das bisher den "Elite"-Versionen der Xbox 360 vorbehalten war. Ein Anschluss für die kommende Bewegungssteuerung Kinect ist ebenfalls bereits vorhanden. Nicht zu sehen, aber umso mehr zu begrüßen: Die S-Klasse hat endlich eine WLAN-Antenne für kabellosen Internet-Zugang ohne integriert. Zeit dafür war's. Und sonst? Nun, das Innenleben der Box bleibt weitgehend unverändert. Ergo laufen alle Spiele und sehen unverändert aus. Dass der Spielgenuss wächst, mag mit dem veränderten Lautstärkepegel der Konsole zusammen hängen. Die Xbox 360 S arbeitet deutlich leiser als das Originalmodell. Von den Lüftern ist selbst dann kaum etwas zu hören, wenn sie Höchstleistung erbringen.

Was wir mögen

Das neue Design wirkt modern, edel und macht die Konsole optisch schlanker. Für ein gutes Gefühl sorgt das Temperatur-Notsystem, das die Konsole bei drohender Überhitzung automatisch abschaltet. Der beim Vorgängermodell häufig vorkommende Hitzetod und der sogenannte Rote Ring des Todes scheinen passé. Zudem verbraucht die neue Xbox deutlich weniger Strom als das Vorgängermodell - gut so.

Was wir nicht mögen

Die glatte Oberfläche wird recht schnell fleckig und ist nicht gegen Kratzer gefeit. Tipp: Die Arcade-Version kommt in mattschwarz, und zum "Halo Reach-Launch" am 14 September 2010 kommt eine gebrandete Xbox 360 Slim im Silber-Look als "Limited Edition". Schade auch, dass das Hitzeschutz-System der Konsole sofort und ohne Rückfrage aktiv wird. Das heißt, ein Speichern wäre im Fall des Falles nicht mehr möglich. Microsoft hätte auch besser das Netzteil in die Konsole integrieren sollen, um den Kabelsalat weiter zu reduzieren. Und last but not least: Das DVD-Laufwerk lärmt wie eh und je - die Spiele-Installation auf der Festplatte ist auch weiterhin angesagt.

Fazit

Wer noch keine Xbox 360 besitzt, kann zugreifen. Die Ausstattung der Xbox 360 S überzeugt, das Design ebenfalls. Ein paar hübsche Nebeneffekte, etwa die geringere Betriebs-Lautstärke und der günstigere Stromverbrauch, bilden das i-Tüpfelchen. Das S-Modell ist die bessere Xbox 360. Wer aber eine "Alte" besitzt und sich bisher an deren Macken nicht gestört hat, für den besteht keine Pflicht, sich die neue Xbox 360 zuzulegen. Leistungsmäßig besteht zwischen den beiden Generationen kein Unterschied.

Infos zur Hardware

  • Name: Xbox 360 S
  • Hardware-Genre: Spielekonsole
  • Hersteller / Publisher: Microsoft
  • Speicherkapazität: 250 GB Festplatte
  • Release: Im Handel
  • Preis: zirka 250 Euro
  • Wertung: Sehr gut

  • Name: Xbox 360 S Arcade
  • Hardware-Genre: Spielekonsole
  • Hersteller / Publisher: Microsoft
  • Speicherkapazität: 4 GB Flashspeicher
  • Release: 20. August 2010
  • Preis: zirka 200 Euro
  • Einschätzung: Gut

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