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"Goldeneye 007": Rückkehr einer Agenten-Legende

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Preview Goldeneye 007 | Ego-Shooter | Wii  

Rückkehr einer Agenten-Legende

22.07.2010, 08:22 Uhr | vb

"Goldeneye 007": Rückkehr einer Agenten-Legende. James Bond: Goldeneye von Activision für Nintendo Wii

James Bond: Goldeneye (Bild: Activision)

Fragt man Spieler der älteren Generation nach den drei einflussreichsten Titeln auf dem Nintendo 64-System, bekommt man üblicherweise blitzschnell folgende Antwort: "Ocarina of Time", "Super Mario" und "Goldeneye". Doch während die beiden ersten weltweit zu Verkaufserfolgen avancierten, war das Bond-Game in Deutschland nur unter der Ladentheke erhältlich. Denn kurz nach dem Erscheinen wanderte der Titel der britischen Kult-Schmiede Rare auf den Index der BPjM, die 1997 noch BPjS hieß. 13 Jahre später kündigt Activision ein Wii-exklusives Remake an. Bekommt das Spiel nun auch hierzulande die Lorbeeren, die bereits dem Original zugestanden hätten?

Anschleichen und ausschalten

Byelomorye Damm, Russland: Schwer bewaffnete Wachen patrouillieren, Lastwagen fahren vorbei und der Agent mit der Lizenz zum Töten betritt die Szene. Doch halt: Das hier ist nicht das Konterfei von Pierce Brosnan, der den 007 im Goldeneye-Film gab. Stattdessen sehen wir Daniel Craig. Der Grund ist laut Julian Widdows, der am Remake arbeitet, simpel: Es darf nur einen Bond geben, mehrere Agenten gleichzeitig würden der Serie nicht gut tun. Daher Craig. Ansonsten finden sich Kenner des Originals schnell im ersten Level des Remakes zurecht: Der Staudamm wird infiltriert, Gegner möglichst lautlos ausgeschaltet, dann folgt ein Sprung in die Tiefe. Auffällig ist der hohe Anteil an Stealth-Vorgehen. Der neue Bond agiert leiser, öfter ohne Waffen und schaut zumeist zwei Mal um eine Ecke, bevor er weiter geht.

Taktik statt Ballerei

Dann der Alarm und sofort Action auf dem Bildschirm. Die roten Punkte auf dem Radar, der am unteren rechten Bildschirmrand angezeigt wird, mehren sich schlagartig. Heißt: Feinde im Anmarsch. Bond geht - ebenfalls neu - in Deckung und versucht, einen Gegner nach dem anderen auszuschalten. Dabei kommt dem Agenten die Umgebung zugute, die neuerdings zerstörbar ist. Taktik ist nun an die Stelle der stumpfen Ballerei getreten, die im Vorgänger überwog. Ebenfalls an Bord sind diie für heutige Games scheinbar unerlässlichen Quicktime-Events: Bond bricht im LKW durch das gegnerische Lager, ein Feind springt auf und schnell ist eine Aktion mit der Wiimote durchzuführen, wenn man den Kombattanten abschütteln will. Laut den Entwicklern hat man das Leveldesign dem heutigen Stand der Technik angepasst, nicht jedes Gebiet ist also mit dem der N64-Version identisch.

Neues Futter für Profi-Zocker

Ohne Frage: In den höheren Schwierigkeitsgraden ist auch das Goldeneye-Remake ein Fall für echte Zocker. Denn hier regeneriert sich Bonds Gesundheit nicht mit der Zeit von selbst, sondern was an Health-Punkten einmal fehlt, ist für immer weg. Einzige Hoffnung: Eine der kugelsicheren Westen aufgabeln, die in den Leveln versteckt sind. Oder auf bessere Waffen setzen. 25 davon gibt es, von der PPK mit Schalldämpfer bis hin zum Granatwerfer. Wer das volle Retro-Feeling will, wird den Shooter auch mit dem Classic Gamepad zocken können. Goldeneye unterstützt die Hardware nicht nur, sondern spielt sich darauf durchaus angenehmer als mit Wiimote und Nunchuck.

Süchtigmacher Multiplayer

Lediglich ein Koop-Modus für zwei Spieler fehlt. Angesichts der Mehrspieler-Matches dürfte das jedoch zu verschmerzen sein. Hier tritt man entweder mit Freunden an der gleichen Wii oder online gegen Bond-Zocker aus aller Welt an. Und das in bekannter Manier: Während die einzelnen Maps zwar überarbeitet wurden, findet man sich in Sachen Spielmodi sofort zurecht. "Alle gegen alle", "Nur Faustkampf", "You only live twice" - Musik in den Ohren eines jeden Goldeneye-Veteranen. Und der Langzeit-Spielspaßgarant schlechthin. Nach einer erfolgreichen Runde gegen Freunde und dem anschließenden Sichten der Auszeichnungen wie "Feigster Spieler" oder "Spieler mit den meisten Toden" bleibt auch 2010 kein Auge trocken.

Was wir mögen

Mehr oder weniger fast alles. Ob Grafik, Gameplay oder Atmosphäre: Goldeneye macht schon zum jetzigen Zeitpunkt sehr vieles richtig. Spätestens der Mehrspieler-Modus mit seinen verschiedenen Varianten dürfte das Game endgültig zum Action-Pflichtkauf für die Wii machen.

Was wir nicht mögen

Bei aller Liebe zum Detail und dem Original: Wirkliche Neuerungen lässt Goldeneye anno 2010 vermissen. Zwar hat man hier und da an den Stellschrauben der Spielmechanik gedreht, großartige Neuerungen wie einen Koop-Modus erwartet man jedoch vergebens.

Fazit

Der Name ist Bond, James Bond. Auch 13 Jahre nach dem N64-Shooter steht Goldeneye für komplexe, fordernde Action. Der Wechsel des Hauptdarstellers fällt dabei kaum ins Gewicht, stattdessen freuen sich Nintendo-Verteranen über viel Altbekanntes und kleinere Neuheiten.

Infos zum Spiel

  • Titel: Goldeneye 007

  • Genre: Actionspiel

  • Publisher: Activision

  • Hersteller: Eurocom

  • Release: Herbst 2010

  • Preis: zirka 45 Euro

  • System: Wii

  • USK-Freigabe: Noch nicht bekannt

  • Einschätzung: Sehr Gut

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