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Bewegungssteuerung: Kinect versus Playstation Move

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Bewegungssteuerung: Kinect versus Playstation Move  

Die Bewegung kommt in Gang

23.08.2010, 16:28 Uhr | Richard Löwenstein / jr / vb, Richard Löwenstein

Bewegungssteuerung: Kinect versus Playstation Move. Bewegungssteuerung Kinect vs. Move (Bild: Microsoft, Sony / Montage: www.t-online.de)

Bewegungssteuerung Kinect vs. Move (Bild: Microsoft, Sony / Montage: www.t-online.de)

Im September 2010 beginnt der Schlagabtausch zwischen zwei Videospiel-Konzernen und ihren neuen Konzepten: "Kinect" von Microsoft für die Xbox 360 gegen "Playstation Move" für die PS3 von Sony. Zwei Systeme, ein Ziel: Beide wollen Nintendos erfolgreicher Wii-Konsole die Kundschaft abjagen. Knöpfchen drücken ist passé, stattdessen geht es darum, sich mitzubewegen. Doch technisch und von der Handhabung her unterscheiden sich Kinect und Move deutlich. Wir haben auf der Gamescom-Messe beide getestet und erklären, was sich für welchen Gamer-Typ eignet.

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Sonys Move ist mit Nintendos Wii-Konzept vergleichbar. Herzstück ist der sogenannte Move-Controller, eine Art schwarzer Pistolengriff mit einer Leuchtkugel obendrauf. Die Bewegungen dieses Controllers werden von der "Playstation Eye"-Kamera geortet. Gleichzeitig registrieren Sensoren im Controller Lage, Neigung und Geschwindigkeit der ausgeführten Bewegung. Damit ist Playstation Move quasi eine verbesserte Wiimote-Steuerung. Sony will aber nicht nur Party-Games bringen, die neue Steuerung soll auch bei komplexen Action-Games gut funktionieren. Mit Erfolg: Eine Runde im Ring beim Box-Game "The Fight: Lights Out" fühlt sich nicht nur nach Prügelei an, sondern steuert sich auch so. Wer keine Deckung nimmt und Angriffe präzise startet, hat keine Chance.

Präzise, schnell, gut in der Hand

Der Nachteil: Der Controller enthält zusätzlich diverse Buttons, die es zu drücken gilt. Das macht die Sache schnell zu einer hakeligen Angelegenheit, die Anfänger zu frustrieren droht. Hat man den Dreh jedoch einmal heraus, will man die Move-Controller nicht mehr aus der Hand geben. Denn in Sachen Genauigkeit hat Sony Bemerkenswertes geleistet. Die Eingaben werden schnell und äußerst präzise verarbeitet, eine Verzögerung ist nicht zu vernehmen. Zudem liegen die Sticks gut in der Hand, längeren Sessions steht also nichts im Wege. Und im Gegensatz zum Microsoft-Konkurrenten kann man das eine oder andere Spiel auch im sitzen spielen. Move gibt's ab dem 15. September in verschiedenen Bundles: Wer bereits eine PS3 besitzt, erhält Move-Controller, Kamera und eine Demospiele-Disk für 60 Euro. Der optionale Navigations-Controller zur Bedienung kostet weitere 40 Euro. Zudem kommt ein neues Bundle, bestehend aus Konsole mit 320 GB großer Festplatte, Move-Controller und Playstation-Kamera. Der Preis beträgt 350 Euro.

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Auf den ersten Blick ist die Zusatz-Hardware "Kinect" ein teurer Spaß: 150 Euro will Microsoft für das Zubehör. Man erhält immerhin viel Hightech dafür. Das Herzstück ist eine Sensorleiste. Diese erstellt eine Abbild des Spielers, mit dem die Bewegungen von Kopf, Armen, Beinen und Rumpf übertragen werden können. Zur Steuerung sind also Bewegungen des gesamten Körpers, nicht wie bei Move oder Wiimote nur der Hände nötig. Wie das aussieht? Im beiliegenden Partyspiel "Kinect Adventures" können zwei Spieler etwa durch Hüpfen vor der Kameraleiste eine Wildwasserfahrt unternehmen. Springen beide gleichzeitig, hebt das Boot ab, neigen sich die Gamer nach links, driftet das Gefährt in die selbe Richtung. Das benötigt nicht nur enorm viel Einsatz, sondern auch Platz. Bei unserem Test stießen wir das eine oder andere Mal an die Wand der recht großen Microsoft-Bude - wer also kein entsprechend großes Wohnzimmer besitzt, sollte im wahrsten Sinne des Wortes Abstand von dem System nehmen. Oder mehr Platz schaffen.

Controller Fehlanzeige

Gewöhnungsbedürftig ist Kinect vor allem für Hardcore-Gamer, die Rückmeldungen vom Controller gewohnt sind. Denn die gibt es nun nicht mehr. Beim Gamescom-Test funktionierte das Spielen zwar tadellos, beim Steuern des neuen Xbox-Interfaces traten jedoch Verzögerungen auf. Mit Handbewegungen gleitet man hier nun in bekannter iPhone-Manier durch das Hauptmenü, verweilt man länger auf einem Button, wird dieser "gedrückt". Das geht zwar einfach von der Hand, Kinect reagierte aber nur langsam auf die Eingaben. Ein Grund hierfür könnte darin liegen, dass die Bewegungserkennung über Software auf der Konsole geregelt wird und nicht die Kinect-Hardware selbst. Das ermöglicht es zwar, das System öfter mit Updates zu versehen, zum Start ist Kinect allerdings unter Umständen noch nicht voll ausgereift und die Funktionen eher rudimentär. Auch die angekündigte Sprachsteuerung konnte man noch nicht vorführen, wann diese kommen solle, ist nicht bekannt. Dennoch: Insgesamt geht die Steuerung der Games denkbar einfach von der Hand und begeistert dank Präzision und wirklicher Innovation - denn so ohne Controller spielen, das ist wirklich ein Novum. Der Preis? Wer keine Xbox 360 besitzt, für den könnte ein Starterpaket mit Xbox 360 Slim und Kinect für 300 Euro interessant sein.

Fazit

Kinect oder Playstation Move? Die Entscheidung hängt davon ab, was man erwartet. Der Preis spielt eine Rolle, ebenso Ausstattung, Möglichkeiten und Spielgefühl. Günstig ist keines der beiden Systeme. Move fühlt sich eher nach konventionellem Controller an, halt mit dem gewissen Plus. Das System hat den Anspruch, für Partyspiele genauso geeignet zu sein wie für Hardcore-Gaming - und wird dem nach ersten Runden durchaus gerecht. Wer vorrangig mit der Familie Spaß haben und den Umgang mit einem Controller gar nicht erst erlernen mag, könnte eher Kinect faszinierend finden. Interessante Spiele gibt es für beide Konzepte. Doch auf lange Sicht steht die Zukunftsfähigkeit beider Systeme in Frage: Nur wer von Seiten der Industrie mit den besseren und innovativeren Games versorgt wird, kann sich auch beim Kunden durchsetzen. Denn die beste Hardware ist nichts ohne die entsprechenden Spiele.

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