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Spieletest zum Fußball-Simulationsspiel Fifa 11 von EA für Xbox 360, PS3, PC, PS2, PSP, Wii und DS

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Preview Fifa 11 | Fußball-Simulation | Xbox 360, PS3, PC, PS2, PSP, Wii, DS  

Alles außer Abseits

09.08.2010, 11:14 Uhr | Richard Löwenstein / jr, Richard Löwenstein

Spieletest zum Fußball-Simulationsspiel Fifa 11 von EA für Xbox 360, PS3, PC, PS2, PSP, Wii und DS. Fifa 11 Fußball-Simulation für Xbox 360, PS3, PC, PS 2, PSP, Wii, DS (Bild: Electronic Arts)

Fifa 11 (Bild: Electronic Arts)

Man kann sich darauf verlassen wie auf den Start der nächsten Bundesligasaison: Jedes Jahr im Herbst flankt Spiele-Hersteller Electronic Arts ein Update seiner Fußballsimulation in die Händlerregale. In diesem Jahr fiebern die Fans dem mittlerweile neunzehnten Teil der Fifa-Reihe entgegen. Er soll am 30. September für PC, PS3, PS2, Xbox 360, Wii, PSP und DS erscheinen. Die Macher haben sich große Ziele gesteckt: Mit neuem Pass-System, mehr Persönlichkeit, vielen Aha-Momenten und natürlich wieder jeder erdenklichen Lizenz will "Fifa 11" seine Meisterschale verteidigen. Gelingt der Hattrick?

Könner am Werk

Fußball ist ein Leistungssport. Flanke mit der Brust annehmen, abtropfen lassen, hier ein Haken, da ein Spurt – zwei, drei Abwehrspieler umkurven, Tor anvisieren und das Leder mit Vollspann in die Maschen jagen. So sieht das Idealbild aus, aber fühlt sich echter Fußball auch so an? Die klare Antwort ist nein. So brillant sich "Fifa 10" und sein WM-Ableger aus diesem Jahr spielen, schlussendlich wirkt das alles eine Nuance zu perfekt. Beim Pass gleitet der Ball wie an einer Schnur gezogen von einem zum anderen Spieler. Bei Weltstars wie Robben, Schweinsteiger oder Xavi mag das realistisch sein, aber gerade junge, unerfahrene Spieler agieren in der Realität oft viel hektischer. Aus genau diesem Grund führt Fifa 11 das neue "Pro Passing"-System ein. Neben der Position zum Ball und dem richtigen Timing spielt die Spielstärke der Akteure eine wichtige Rolle. Ein eleganter Mittelfeldspieler wie Sami Khedira schlenzt die Kugel auch in Bedrängnis zentimetergenau zum Mitspieler, während es bei einem begabten, aber noch reichlich nervösen Jungspund passieren kann, dass der Ball in punkto Präzision und Tempo so ungenau kommt, dass er ins Aus geht oder zur leichten Beute der Abwehr wird. Wenn man's kann, ist es ganz einfach, denn "Pro Passing" berücksichtigt sowohl die Fähigkeiten des Spielers am Gamepad als auch das Können der jeweiligen virtuellen Fußballer.

Keiner kann alles

Fifa 11 kommt nicht mehr ganz so rasant rüber wie der Vorgänger. Vor allem Doppelpässe müssen deutlich besser getimt werden. In diesem Bereich nähert sich Fifa dem deutlich langsameren Konkurrenten PES 2011 an und legt mehr Wert auf Taktik. Man muss sich überlegen, welche Spieler miteinander harmonieren und sich vom Typ her ergänzen. "Personality Plus" nennt sich dieses neue System. Nach Angaben des Publishers arbeitet es die Unterschiede einzelner Fußballer mithilfe einer Datenbank heraus, die deren Fähigkeiten-Sets mittels 36 Attributen und 57 Eigenschaften charakterisiert. Dabei greifen die Entwickler auf ein Netzwerk von 1700 Scouts, Redakteuren und anderen Experten aus aller Welt zurück, um jeden Spieler individuell auszuwerten. Das Gameplay fühlt sich entsprechend realistisch an: Wunderpässe aus einer 360-Grad-Drehung heraus funktionieren einfach nicht mehr so traumhaft sicher wie bisher. Stattdessen steigt in Fifa 11 die Fehlpass-Quote. Stärken und Schwächen der Kicker wirken sich durchaus differenziert aus. Torgranate Edin Dzeko hält beispielsweise wenig von guter Abwehrarbeit, er wartet lieber auf Zuckerpässe aus dem Mittelfeld. Generell scheinen die Matches dadurch weniger vorhersagbar, die Mannschaften unterscheiden sich in ihrer Spielcharakteristik stärker als in vorherigen Fifa-Ablegern. Egal ob im Sturm, im Mittelfeld oder in der Abwehr – die individuelle Klasse der Sportler und die Qualität ihres Zusammenspiels entscheidet über Erfolg oder Niederlage.

Was wir mögen

Wie in jedem Jahr kommt auch Fifa 11 wieder mit nahezu jeder erdenklichen Lizenz des Fußballsports daher – vorbildlich! Hinzu kommen das neue, deutlich realistischere Pass-System und die Tatsache, dass Electronic Arts deutlich mehr Wert auf individuelle Spielerstärken und –schwächen legt. Dank einer Reihe neuer Tools können Fifa 11-Fans das Spiel an ihre persönlichen Vorlieben anpassen. Das Audio-Tool erlaubt es, eigene Fangesänge zu importieren und diese beliebigen Teams und Ligen zuzuweisen. So kann man die Vereinshymnen seiner Lieblingsmannschaft einbinden oder die gewohnte Einmarschmusik und Torfanfare integrieren. Schön!

Was wir nicht mögen

In der gezeigten Preview-Fassung sind die Torhüter noch unverhältnismäßig stark und gehen in unrealistisch harte Zweikämpfe, wenn sie ihren Kasten verlassen. Da muss EA Sports noch ein paar Trainingseinheiten einschieben. Zudem scheint deutlich mehr Taktik gefragt als bisher: fein für Kenner, aber nicht unbedingt einsteigerfreundlich.

Fazit

Fifa 11 wirkt bisher aufregender, dynamischer und weniger vorhersehbar als Fifa 10. Die Neuerungen sind sinnvoll und überzeugen, auch wenn hier und da noch Feinarbeit geleistet werden muss. Alles in allem kann man trotzdem sagen: So fühlt sich Fußball an.

Infos zum Spiel

  • Titel: Fifa 11
  • Genre: Fußball-Simulation
  • Publisher: EA
  • Hersteller: EA Sports
  • Release: 30. September 2010
  • Preis: zirka 50 Euro (PC) / zirka 60 Euro (Konsolen)
  • System: Windows-PC, PS3, PS2, Xbox 360, Wii, PSP, DS
  • USK-Freigabe: Ab 0 Jahren
  • Einschätzung: Sehr gut

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