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Gamescom 2010: Deutscher Spielemarkt schrumpft

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Gamescom 2010: Deutscher Spielemarkt schrumpft

12.08.2010, 16:27 Uhr | jr, dpa

Gamescom 2010: Deutscher Spielemarkt schrumpft. Besucher auf der Gamescom 2009 (Bild: dpa)

Besucher auf der Gamescom 2009 (Bild: dpa)

Der Verkauf von Computerspielen ist im ersten Halbjahr 2010 zurückgegangen. Der Umsatz der Computerspiel-Branche in Deutschland sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4 Prozent auf 632 Millionen Euro. Der Absatz schrumpfte ebenfalls um 4 Prozent auf 24,7 Millionen Stück. Das teilte der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) am Donnerstag in Köln im Vorfeld der Spielemesse Gamescom, die vom 19. bis 22. August 2010 in Köln stattfindet, mit. Er gehe davon aus, dass am Ende des Jahres "eine schwarze Null" steht, sagte BIU-Geschäftsführer Olaf Wolters.

Krise bei Handhelds

"Besonderes Sorgenkind" seien die mobilen Spielkonsolen: Der Umsatz mit Software für Geräte wie Nintendos DS und Sonys Playstation Portable (PSP) brach um ein Viertel ein. Grund sei wahrscheinlich, dass es in diesem Bereich schon länger keine großen Neuheiten mehr gab, sagte Wolters. Rückläufig entwickelten sich auch PC-Spiele. Dagegen gab es bei den Titeln für stationäre Videospielkonsolen einen Zuwachs. Die Zahlen basieren laut BIU auf einer Befragung von 25.000 Konsumenten durch die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK).

Weniger aktive Spielerinnen

Der Frauenanteil bei den Spielern hat etwas abgenommen - obwohl die Industrie eigentlich gerade bei dieser Zielgruppe punkten wollte. Er sank den Angaben zufolge von 31 auf 28 Prozent. Besonders deutlich war der Rückgang bei den mobilen Konsolen: Waren 2008 noch mehr als die Hälfte (54 Prozent) der Spieler Frauen, betrug ihr Anteil im ersten Halbjahr 2010 nur noch 41 Prozent. "Vielleicht haben die Hersteller zu wenig Inhalte angeboten", meinte Wolters. Der statistische Altersdurchschnitt aller Spieler stieg im Vorjahresvergleich von 24,0 auf 25,8 Jahre.

Optimistischer Ausblick

Die Experten der Beratungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers (PwC) kommen zu einer ähnlichen Tendenz. Demnach gaben die Verbraucher im vergangenen Jahr für Spiele-Software und Online- Spiele 2,4 Prozent weniger aus als 2008, bei einem Volumen von insgesamt 1,8 Milliarden Euro. Das sei der erste Rückgang der Branche seit sieben Jahren, erklärte PwC am Mittwoch in Frankfurt. Für das laufende Jahr sei mit einer minimalen Steigerung um 0,4 Prozent auf knapp 1,81 Milliarden Euro zu rechnen. Die Differenz zu den BIU-Zahlen erklärt sich vor allem dadurch, dass PwC nicht nur Datenträger, sondern auch den Download von Software sowie Online-Spiele berücksichtigt. "Viele Konsumenten übten sich in Zurückhaltung, und auch Spielehersteller brachten aufgrund des schwierigen Marktumfelds weniger neue Titel auf den Markt", erklärte PwC-Experte Werner Ballhaus. Für 2011 erwartet PwC ein Wachstum von 1,5 Prozent, ab 2012 aber auch wieder Wachstumsraten von mehr als fünf Prozent. Die stärksten Impulse sollen dabei vom Online-Spielen ausgehen, gerade auch im mobilen Internet.

Spielemesse legt zu

Bei der Gamescom präsentieren in der kommenden Woche mehr als 480 (2009: 458) Aussteller aus 33 Ländern ihre Neuheiten. Gezeigt würden mehr als 200 Welt-, Europa- oder Deutschlandpremieren von Spielen, doppelt so viele wie im vergangenen Jahr, sagte der Geschäftsführer der Kölner Messegesellschaft, Oliver Kuhrt. Grund sei vor allem, dass für die neuen Hardware-Technologien Spiele entwickelt wurden. Schwerpunkte der Messe sind unter anderem intuitive Bewegungssteuerungen und 3D.

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