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FPÖ veröffentlicht Anti-Moschee-Onlinespiel

01.09.2010, 14:58 Uhr | vb

FPÖ veröffentlicht Anti-Moschee-Onlinespiel. Moschee Ba Ba (Bild: FPÖ)

Moschee Ba Ba (Bild: FPÖ)

Die dem rechten politischen Parteienspektrum der Alpenrepublik zugeordnete Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) hat mit "Moschee Ba Ba" ein Spiel gestartet, bei dem Zocker den Bau von Moscheen und Minaretten verhindern sollen. Die Wahlkampf-Aktion hat der Partei inzwischen ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Graz eingebracht.

Baustopp in "Moorhuhn"-Manier

In "Moschee Ba Ba" ist die Silhouette einer Alpenstadt zu sehen, im Hintergrund dudelt seichte Ziehharmonika-Musik. Zwischen der Stadtsilhouette tauchen in regelmäßigen Abständen Moscheen und Minarette auf, deren Wachstum der Spieler aufhalten muss. Zielt man falsch, bleiben die Gebäude stehen. Stehen sieben davon, ist das Spiel zu Ende. Das Spielprinzip ist einfach: Klickt man mit dem kreisrunden Cursor "rechtzeitig" man auf die Gebäude, verwandelt er sich in ein Stopp-Schild, und die Bauwerke verschwinden wieder. Das tun übrigens auch die auf den Balkonen der Gebäude spazierenden Figuren, die durch Fez-Kopfbedeckungen und Bärte als Nicht-Einheimische dargestellt werden. Wer die Runde verliert, bekommt die Meldung "Die Steiermark ist voller Minarette und Moscheen!" zu sehen.

Die Schweiz lässt grüßen

Darunter findet man eine Aufforderung, die FPÖ zu wählen, um das zu verhindern. Schließlich erscheint auch noch eine Umfrage, in der man über ein Moschee-Bauverbot, das Verbot islamtypischer Bekleidung (Burka, Nikab, Kopftuch) und eine Erklärung, dass die österreichische Rechtsordnung über dem Koran steht, befragt wird. Die FPÖ spielt die Bedeutung des Onlinespiels herunter: Landesgeschäftsführer Georg Mayer kündigte an, jeder, der behaupte, in dem Spielwürde geschossen, müsse mit einer Klage rechnen. FPÖ-Spitzenkandidat Gerhard Kurzmann nannte die Aufregung einen "Sturm in Wasserglas". Ein ähnliches Spiel sei schon in der Schweiz vor der Abstimmung über das Minarett-Verbot zum Einsatz gekommen, von dort habe man das Programm auch übernommen.

In der Steiermark gibt es keine Moscheen

Nicht so lustig sehen dies die Grünen in der Steiermark. Deren Spitzenkandidat Werner Kogler hat Anzeige wegen Volksverhetzung erstattet, ein Ermittlungsverfahren ist eingeleitet. Kritik kam auch von anderen Parteien und Kirchenvertretern. Selbst parteiintern werden Stimmen laut, die das Spiel als zu drastischen Wahlkampfakt bezeichnen. Abseits dessen können sich die Macher nicht gerade mit besten Kenntnissen in Sachen Heimatkunde rühmen: In der Steiermark gibt es nach Angaben der Islamischen Glaubensgemeinschaft weder eine Moschee noch ein Minarett.

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