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Grenzspiel "1378km": Nach Protesten vorerst gestoppt

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Grenzspiel "1378km": Nach Protesten vorerst gestoppt

01.10.2010, 09:10 Uhr | vb, dpa

Grenzspiel "1378km": Nach Protesten vorerst gestoppt. 1378 (km) (Bild: Jens Stober)

1378 (km) (Bild: Jens Stober)

Nach teils heftigen Protesten hat die Karlsruher Hochschule für Gestaltung die Veröffentlichung des Computerspiels "1378km" zunächst abgesagt. Das Ego-Shooter-artige Serious-Game sollte eigentlich zum Nachdenken über die Toten an der innerdeutschen Grenze anregen, wurde nun jedoch zurückgezogen, da sich Opfer und Angehörige der Todesgrenze verletzt fühlten. "1378km" soll zu einem späteren Zeitpunkt in Verbindung mit einer Diskussion veröffentlicht werden.

Sensibilisieren statt verletzen

In einer Erklärung, die auch der Rektor und Philosoph Peter Sloterdijk unterzeichnet hat, bedauert man, dass sich Menschen durch das Spiel verletzt fühlen. Dennoch hält man an "1378km" fest und betont, dass der Titel die Gewalt an der innerdeutschen Grenze nicht verharmlose, sondern man vielmehr dafür sensibilisieren wolle. "Nichts anderes ist das Ziel dieses Spiels, das aus unserer Sicht einen hohen moralischen und künstlerischen Anspruch vertritt", so die Hochschule. "Wir wollten den Druck aus der Diskussion rausnehmen. Mit dieser Debatte werden wir weder dem Spiel noch den Opfern gerecht", begründete ein HfG-Sprecher die Absage zusätzlich. Ihm zufolge soll das Spiel jetzt voraussichtlich Anfang Dezember präsentiert werden, begleitet von einer Podiumsdiskussion zu dem Thema. Ursprünglich war die Veröffentlichung von "1378km" für den 3. Oktober 2010 geplant.

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