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Landwirtschafts-Simulator 2011: Bauer sucht Spieler

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Test Landwirtschafts-Simulator 2011 | Simulation | PC-Spiele  

Bauer sucht Spieler

20.10.2010, 08:41 Uhr | tz / vb

Landwirtschafts-Simulator 2011: Bauer sucht Spieler. Landwirtschafts-Simulator 2011(Bild: Astragon)

Landwirtschafts-Simulator 2011(Bild: Astragon)

Armutszeugnis für die PC-Gamer-Gemeinde oder ein unerklärliches, auf Deutschland beschränktes Phänomen? Man mag auch aus dem Landwirtschafts-Simulator 2011, der neuesten Ausgabe von Astragons Erfolgs-Simulation, nicht schlau werden. Doch sicher ist: Mit stolzen 150.000 Vorbestellungen fuhr der Mönchengladbacher Publisher nicht nur einen hauseigenen Rekord ein, sondern übertrifft auch Mainstream-Produktionen von international renommierten Publishern ganz locker. Erwartungsgemäß ist der Titel zum Verkaufsstart von 0 auf Platz 1 der Amazon-Verkaufscharts eingestiegen – noch vor dem zweiten World of Warcraft-Add-On Cataclysm. Was interessiert derart viele Menschen am scheinbar ereignislosen Landleben? Wir haben uns auf die Suche begeben.

Eine Karriere auf dem Land

Zu Beginn erwartet uns das bekannte, klar strukturierte und einfach gehaltene Menü. Drei Modi stehen zur Auswahl: Karriere, Missionen und Multiplayer. Letzterer ist neu, hier kann zusammen mit anderen Gamern gewirtschaftet werden. Ein Versus-Modus ist verständlicherweise nicht enthalten, stattdessen dreht sich alles um Teamplay – selbst Geld kann an die Mitstreiter überwiesen werden. Die beiden ersten Spielmodi sind derweil bekannt. Noch schnell einen von drei wählbaren Schwierigkeitsgraden ausgesucht und los geht es. Unsere „Karriere“ beginnt mit wenigen Maschinen, die allesamt nicht zum neuesten Gerät gehören. Zwei Traktoren, Mähdrescher, diverse Pflüge. Und viel zu tun.

Groß, leer, steril

Etwa Pflügen. Doch ehe es aufs Feld geht, wird erst mal – ganz nach Vorschrift – der Pflug an den Traktor gehangen. Die Steuerung ist deckungsgleich mit den Vorgängern, Fans der Serie finden sich also binnen Sekunden zurecht. Ist alles soweit erledigt, geht’s ab auf den Acker. Pflug senken, losfahren, umgraben. Wer zu schnell fährt, verliert sein Gerät. Schnell merkt man, dass für den Landwirtschafts-Simulator 2011 vor allem eins benötigt wird: Zeit. Viel Zeit. Will man alles regelkonform erledigen, können beim Pflügen eines großen Ackers schon einmal Stunden vergehen. Schön: Ein Tag- und Nacht-Modell sorgt für mehr Authentizität. Ansonsten fühlt sich die Spielwelt, auch wenn sie größer geworden ist, weiterhin leblos und steril an, die gelegentlich vorbeifahrenden Autos wirken lieblos in die Welt geklebt. Auch einen Soundtrack vermisst man schmerzlich, und wäre es nur Gedudel aus dem Radio des Treckers.

Den Hobby-Landwirt an die Hand genommen

Mit der Zeit wird selbiger natürlich besser, denn mit steigenden Einnahmen können neue Maschinen gekauft werden. Die Wirtschaftskreisläufe werden komplexer, sind allerdings immer nachvollziehbar und verglichen mit der Realität auch auf ein für Spieler annehmbares Maß heruntergebrochen. Sollte man mal nicht weiter wissen: Überall im Spiel sind „i“-Symbole aufzufinden, die erklären, was hier wie getan werden kann, ein großer Pluspunkt in Sachen Zugänglichkeit. Und verirrt man sich trotz allem einmal, hilft das PDA weiter, das zeigt, wo man sich befindet und was es in der nahen Umgebung gibt.

Bequem per Gamepad spielen

In Sachen technischer Umsetzung stellt die 2011er-Version zwar keine Revolution dar, wirkt aber insgesamt runder. Die Grafik ist für Simualtions-Verhältnisse oberhalb des Durchschnitts, kann allerdings mit aktuellen Blockbustern nicht mithalten. Das ist aber auch gar nicht nötig, denn mit einem Neupreis von unter 20 Euro spielt der Landwirtschafts-Simulator 2011 in einer ganz anderen Liga. Schön: Der Titel unterstützt das Xbox 360-Gamepad, auch wenn die Steuerung nicht konsequent genug umgesetzt wurde, etwa beim Bedienen der Menüs. Immerhin: In Sachen Ladezeiten fährt der Traktor von Astragon noch jedem „Need for Speed“ davon. Und die Hardware-Anforderungen sind angenehm niedrig, ein High-End-Rechner ist zum daddeln also nicht nötig.

Was wir mögen

Es gibt viel zu tun auf dem Land. Der Umfang ist beachtlich und für den geringen Anschaffungspreis bietet sich viel Spiel fürs Geld. Wer die beiden Modi Karriere und Missionen durch hat, kann nun auch „Erfolge“ freispielen, die den bekannten Xbox 360-Achievements entsprechen. Das motiviert. Und spätestens mit dem Multiplayer-Modus ist lange Zeit für Spielspaß gesorgt.

Was wir nicht mögen

Die Fahrzeuge im Spiel sind detailreich modelliert. Das Fahrverhalten fällt jedoch ziemlich unglaubwürdig aus. Traktoren fahren selbst mit Höchstgeschwindigkeit wie auf Schienen, Anhänger und dessen Beladung scheinen keinen Einfluss auf das Fahrverhalten zu haben. Auch im Mehrspieler-Modus gibt es Raum für Verbesserungen: Im Test gab es wiederholt Probleme, sich in die Partien einzuklinken.

Fazit

Trotz Neuerungen ist im Großen und Ganzen alles beim Alten geblieben. Heißt: Wer das Spiel davor nicht mochte, bekommt auch 2010 keinen Grund, seine Meinung zu ändern. Fans dagegen bekommen gewohnte Kost mit behutsamen Neuerungen. Fest steht, dass auch für kommende Versionen des Landwirtschafts-Simulators genug Raum für Verbesserungen bleibt.

Infos zum Spiel

  • Titel: Landwirtschafts-Simulator 2011
  • Genre: Simulation
  • Publisher: Astragon
  • Hersteller: Giants Software
  • Release: im Handel
  • Preis: zirka 20 Euro
  • System: PC
  • USK-Freigabe: Ohne Altersbeschränkung
  • Wertung: Gut

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